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Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)

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In der holländischen Gemeinde Horst, nahe von Venlo, liegt America, ein kleiner Weiler mit viel Grün. Hier, im Heere Peel, sind noch bis zum 30. Oktober 2022 diverse Kunstobjekte installiert, die man auf einem Spaziergang entdecken kann.

Es geht an kleinen Seen vorbei, durch Waldstücke und manchmal erinnerte mich die Landschaft auch an Bilder von Monet.

Ein Kunstwerk irritierte mich, weil ich gerade den Beitrag zu der „Müllweg App“ geschrieben hatte. (Siehe auch unter „Related Posts).

Wir verließen auch ab und zu den Hauptweg und fühlten uns ein bisschen wie Kinder, als wir wackelige Hängebrücken überqueren mussten oder an Zelten aus Ästen vorbeikamen.

Am Parkplatz auf der Lorbaan Nr. 9 gibt es auch ein Café/Restaurant, wo man diesen Ausflug ausklingen lassen kann.
In diesem Gebiet gibt es übrigens noch andere Themenspaziergänge, wie z.B. zum Thema Moorstechen oder Bergbau. Ein anderer Weg ist speziell für Hundebesitzer reserviert, hier müssen die Hunde nicht an die Leine.
2018 berichtete ich von meinem zweiten Versuch, einen Streifen eines Brombeerfelds hinter unserem Garten in eine Blumenwiese umzuwandeln, damit Insekten dort länger Nahrung finden als in der kurzen Zeit der Brombeerblüte. (Siehe unter „Related Posts). Dieser Versuch ist damals wie der erste gescheitert, denn Zeitmangel erlaubte es mir nicht, täglich die nachwachsenden Brombeeren immer wieder abzuschneiden. So sah das Feld im Februar dieses Jahres wieder so aus.

Dann kam im März an einem Morgen plötzlich ein riesiger Bagger und machte Tabula rasa. Ich war zuerst erschüttert, denn ich bekam nun live eine Ahnung davon, wie die täglichen Verwüstungen im Regenwald aussehen.

Wie meine Nachbarin vom Pächter des Grundstücks erfuhr, sollte hier nun eine Wiese entstehen. Abgeholzte dünne Bäume wurden allerdings vor Ort liegen gelassen, auch wurde das Feld nicht eingeebnet, geschweige denn, dass Wildblumensamen ausgestreut wurden. Es passierte nichts.
Meine Nachbarin und ich sahen das als Chance, einen dritten Versuch für eine Blumenwiese zu starten und inzwischen haben wir schon erste kleine Erfolge zu verbuchen.
So sah es im Mai aus:

Die Fingerhüte waren eine Spende aus dem Garten eines Nachbarn, ein paar Schmetterlings-und Hundsrosenbüsche waren von uns gepflanzt worden. Goldnessel, Storchenschnabel und Brennnessel herrschen hier momentan noch vor, darunter ein paar schüchterne Vergissmeinicht. Der helle grüne Fleck rechts in der Mitte ist ausgesäte Phacelia, die später noch blau blüht und den Boden verbessert.
Stand Ende Juni:
Diese Blumen entdeckte ich vor ein paar Tagen auf dem Feld. Sie haben sich selbst angesiedelt oder erste eingearbeitete Wildblumensamen fangen nun an zu blühen.

Die Brombeeren kommen wieder, aber nicht in dem Maße wie bei den ersten beiden Versuchen. Einige Pflanzen sollen ruhig wieder groß werden, denn Spatzen waren die Hauptnutznießer des Brombeerfeldes. Wir müssen auf die Ackerwinde achten, die sich ihr Terrain erobert und Pflanzen erwürgt. So erledige ich z.Zt fast täglich meine „Feldarbeit“.

Ich hoffe, Ihnen im Laufe des Sommers noch weitere Pflanzen vorstellen zu können. Hummeln und Bienen sind schon tägliche Besucher, bin gespannt, welche Schmetterlinge das Feld für sich entdecken.
Des Weiteren hoffe ich, dass diese Aktivitäten bei der Stadt Duisburg auf positive Resonanz stößt. Aber anscheinend findet ja ganz langsam (Siehe unten Beitrag von 2017!) ein Umdenken statt:

Dieser Handzettel wurde vor zehn Tagen beim Pflanzenmarkt im Duisburger Kantpark verteilt.
Meine England „Vorgeschichte“: Seit Mitte der 90er Jahre waren mein Mann und ich mindestens einmal pro Jahr in England, weil wir Land und Leute sehr schätzten und dort auch Freunde gefunden hatten. Seit 2013 waren dann unterschiedliche Gründe dafür verantwortlich, dass wir England nicht mehr besuchen konnten. Wir nannten es schlechtes Karma. Um dieses Karma zu durchbrechen, starteten wir jetzt einen neuen Versuch- mit Erfolg! Wir waren nur 3 Tage dort und zwar unten an der Südküste und in London, doch fühlten wir uns gleich wieder „wie Zuhause“.
Im Vorfeld hatten wir uns natürlich gefragt, wie sehr merkt man den Brexit? Das kann schnell beantwortet werden: An der Fähre in Dünkirchen mussten wir insgesamt fünfmal unsere Reisepässe zeigen und zweimal hinten den Kofferraum öffnen. Alles ging sehr schnell, alle Kontrolleure waren freundlich und entspannt. Auf der Rückfahrt wollten die Zöllner nur den Reisepass sehen.
Den ersten Tag verbrachten wir in Rye und Umgebung. Mehrmals sah man Schilder dieser Art:

Das waren die einzigen Brexiterfahrungen, die wir gemacht haben.
Rye ist ein Städtchen mit vielen malerischen Ecken.

Die Stadt und seine Einwohner kann man eher als wohlhabend bezeichnen, was sich auf den Einkaufsstraßen widerspiegelt. Kaum Filialen von Ketten, stattdessen schicke Boutiquen, Einrichtungsläden, Galerien und Antiquitätengeschäfte. Nicht zu vergessen diverse Cafés,Tearooms und Restaurants.
Der besondere Charme von Rye liegt darin, dass es neben seiner Innenstadt, in der viele Gebäude aus dem 15.-18. Jahrhundert stammen, auch einen Hafen besitzt, man also auch „maritimes Flair“ findet. Darüberhinaus befindet sich nur einen Steinwurf das „Rye Harbour Nature Reserve“. Das bietet mehrere Lebensräume für Flora und Fauna und in ihm kommt man auf seine Kosten, wenn man sich mit der Natur verbunden fühlt. Mehrere markierte Wege ermöglichen schöne Spaziergänge.

Über den zweiten Tag in Hastings berichte ich nächste Woche.
Am Wochenende war der „Tag der offenen Gartenpforte“ in Gärten an der Ruhr. In Essen, Bochum und Hattingen hatte man die Gelegenheit, sich private Gärten anzusehen.
In Essen lagen die Gärten von Frau Cornelia Brodersen und Frau Ulrike Becker auf der Margarethenhöhe. Wir wurden von Frau Brodersen sehr freundlich empfangen- ein schöner Einstieg für eine Gartentour!

Hier gab es einen zertifizierten Naturgarten zu entdecken mit Bepflanzungen für Sonnen-und Schattenplätzen. Besonders erwähnenswert auch die Kombination von Pflanzen, deren Blätter Kontraste bildeten.

Man konnte Ableger kaufen, sich mit Kaffee und Kuchen kräftigen und mit Infomaterial über andere Gärten und Gartenreisen eindecken- was will man mehr?
Wir schlenderten durch verschiedene Straßen auf der Margarethenhöhe und kamen dann zum Garten von Frau Becker. Er war nur 200 qm groß, aber auch mit viel Liebe angelegt mit gemütlicher Sitzecke, Hochbeet und geplantem Gewächshaus.

Inzwischen war es Mittag geworden und wir aßen im Hülsmannshof zu Mittag. (Nudeln mit Spargel, Cocktailtomaten und Ruccolasalat-sehr lecker!) Keine bezahlte Werbung!
Der nächste Garten lag auf dem Weg nach Bochum. Herr und Frau Kuhnhaus vereinigen in ihrem Garten die Liebe zu Blumen und zur Töpferei.

Und dann kamen wir nach Bochum…
Wenn Sie diese Straße sehen, welche Art von Garten vermuten Sie hinter der linken Häuserfront?

Diese Häuser liegen auf einem Berg und in den Gärten geht es steil nach unten und das erwartet Sie dann:

Diese Bilder zeigen wirklich nur einen kleinen Ausschnitt des Gartens von Martina und Siegrid Pork, denn das Grundstück ist 15000qm groß! Gemüse,- Obst,- und Kräutergarten fehlen beispielsweise, diverse Sitzecken, eine gemütlichen Blockhütte und, und, und. Hier treffen sich Füchse, Dachse, Waschbären, Marder, Chef ist allerdings jemand anders:

Wir hatten das Glück, den beiden Damen Pork ein bisschen zuhören zu dürfen, ich sage nur: Charismatisches Gärtnerwissen!
Wir fuhren nicht mehr nach Hattingen, dieser Garten hatte uns zu sehr „geflasht“ und das wäre nicht fair gewesen gegenüber der Hattinger Gartenbesitzerin.
„Die offene Gartenpforte“ findet erneut in den Monaten Juni, Juli und September statt. Wir sind wieder dabei, denn dann haben zusätzlich noch andere Gärten geöffnet und man kann weitere Anregungen sammeln und einen schönen Tag verbringen. Eine Übersicht der Gärten finden Sie hier:

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Wir haben seit Ende letzten Jahres ein E-Auto (Smart- sind sehr zufrieden).
Dass man vom Staat finanzielle Unterstützung für das Auto und die Wallbox bekommt, das wurde schon oft publik gemacht. Doch selbst unserem kompetenten Autoverkäufer war das Unternehmen Fairnergy nicht bekannt und wir erhielten den Tipp nur zufällig von einem anderen E-Auto Besitzer.
Ich erkläre es Ihnen nicht im Detail, wie diese Firma arbeitet und warum Sie dort eine weitere Prämie erhalten. All das können Sie auf der Internetseite nachlesen. Nur so viel:
Sie bekommen Geld und spenden darüber hinaus einen Geldbetrag für ein Umweltprojekt, das Sie aus mehreren Vorschlägen auswählen können. Wir entschieden uns beispielsweise für ein Projekt zum Schutz von Mooren.

Man muss nicht viel Papierkram erledigen, um Geld zu bekommen und gleichzeitig noch etwas Gutes zu tun.
Hier geht es zu der Seite von Fairnergy:https://www.fairnergy.org/
