Inspire Me(tz)

In 3 1/2 Stunden mal nicht ans Meer fahren, sondern mal ein langes Wochenende in Metz und Nancy verbringen? Vielleicht kann ich Sie ja überzeugen…Auf dem Weg nach Lyon machten wir mehrere Stunden halt in Metz und übernachteten in Nancy. Wir „streiften“ deshalb nur ein paar Sehenswürdigkeiten, aber diese waren schon sehr überzeugend.

Metz ist eine unaufgeregte Stadt, deren Hauptsehenswürdigkeit die Kathedrale ist, die drittgrößte in Frankreich mit über 6000 qm (!) Kirchenfenstern. Die meisten stammen noch aus dem  15./16. Jahrhundert, doch es gibt auch einige von Marc Chagall. Ein Augengenuss.

Metz hat viele Fußgängerzonen mit schönen Plätzen und Arkadengängen. Wir schlenderten ohne großen Plan durch die Straßen. Alles Interessante ist gut zu Fuß zu erreichen, so auch das Centre Pompidou- nein, das ist kein Verschreiber, es gibt eine Außenstelle des Pariser Museums. Wenn man aus der Altstadt plötzlich auf dieses Gebäude trifft, das hat was…

Wir besuchten keine Ausstellung, sondern stromerten durch andere Straßen zurück, vorbei am Bahnhof, der innen fast ein bisschen wie eine Moschee aussieht, vorbei am Triumphbogen hin zu den Esplanaden, eine von mehreren sehr schönen Grünflächen und Parkanlagen. So kamen wir dann zur Mosel, die Metz noch weiteren Charme verleiht.

Ich fuhr nur ungern weiter, aber wir hatten in Nancy, das eine gute halbe Stunde von Metz entfernt liegt, ein Zimmer gebucht. Was wir am nächsten Tag sahen beschreibe ich mal mit den Worten eines Bekannten: Wir waren geflashed…Morgen erzähle ich mehr!

 

 

 

Was fällt Ihnen zu Antwerpen ein?

Bier, Schokolade, Diamanten, Rubens? Alles richtig! Und wenn Sie noch nie in Antwerpen waren, können Sie sich mit diesen Themen schon ein ganzes Wochenende lang beschäftigen. Doch wenn Sie dies schon alles mal gemacht haben oder die Themen für Sie ganz oder z.T. uninteressant sind, so bietet Ihnen Antwerpen noch viel mehr. Mein Mann und ich statteten Antwerpen vor einiger Zeit mal wieder einen Besuch ab. Ich hatte von einer Freundin den Tipp bekommen, mir unbedingt das Museum für Fotografie anzusehen und in der WAZ war im Frühjahr ein Bericht über das Museum Plantin-Moretus erschienen. Außerdem hatten wir in Antwerpen noch nie eine Kirche besucht und mal wieder leckere Fritten essen, das war auch kein schlechter Gedanke.

Wenn eine Stadt ein Museum nur für Fotografie hat, dann bin ich per se schon mal begeistert. Bei diesem Museum ist es allerdings so, dass es keine permanente Ausstellung gibt, sondern es wird immer gewechselt. So sollte man sich vorher informieren, um welche Themen es geht. Bei uns war es die Verbundenheit zwischen Foto und Film. Sehr speziell, da es mehr Videoinstallationen als Fotos gab. Links die Frage: Wo hört das Foto auf, wo fängt der Film an? Darunter: Museumsschnappschüsse

 

Das Museum Plantin-Moretus ist UNESCO Kulturerbe. Es war das Wohnhaus und die Druckerei des Verlegers Plantin aus dem 16. Jahrhundert. Bibliotheken und Herr Mercator sind dieses Jahr anscheinend bei mir sehr angesagt, denn auch hier gab es z.B. einen Originalatlas von Mercator, da dieser Kunde von Herrn Plantin war. Dazu diverse Porträts, gemalt vom Freund Peter Paul Rubens. Nur wenige Touristen besuchten an unserem Tag dieses Haus, so dass die Stille nur von einer Pendeluhr unterbrochen wurde. Die Räume sind dazu sehr dunkel- fast als wäre die Zeit stehen geblieben…

Wir waren ca. 2 Stunden im Verlegerhaus, danach fanden wir auf dem Groenplaats ein sehr gutes vegetarisches Restaurant (zwischen Steakhaus und Pizzeria).

Die Kirchenbesichtigungen kamen dann schneller als erwartet, es goss in Strömen. Der Eintritt in die Kathedrale kostet 6 Euro- angemessen ob der Kunstschätze, die dort gezeigt werden.

  

In der Touristeninformation entdeckten wir dann noch etwas Ungewöhnliches: Eine Bootsfahrt in den Abwässerkanälen von Antwerpen.

Man konnte auch eine 90 Minuten-Führung zu Fuß mitmachen, aber der unterirdische Geruch des gereinigten(!) Wassers sprach dagegen und so bekamen wir 15 Minuten auf einem Boot einen Einblick. Ich muss für diese Sehenswürdigkeit leider noch einmal das Wort „Speziell“ bemühen. Der Führer meinte, wenn wir Glück hätten, würden wir Spinnen und Ratten sehen…Wir hatten kein Glück, aber wenn ich mir irgendwann noch einmal den Film „Der dritte Mann“ mit Orson Wells und die Verfolgungsjagd durch die Abwässerkanäle Wiens ansehe, dann werde ich diesen Filmausschnitt ab sofort so richtig würdigen können…

Es gibt noch viele andere interessante Orte in Antwerpen, z.B. den Bahnhof, das Modemuseum mit diversen unabhängigen Modedesign-Läden in den Seitenstraßen des Museums oder auch der Stadtteil Berchem mit vielen Jugendstilhäusern. 2018- bin wieder da!

P.S. Sollten Sie die Idee haben, einen Roman zu lesen, der in Antwerpen spielt, so warne ich vor:

Ein Krimi, dessen erste 20 Seiten noch vielversprechend sind, dann aber geht es nur noch ums Biertrinken, Fritten essen, mit einer Prostituierten ins Bett gehen und Geldkuriertätigkeiten. Habe 30 Seiten vor dem Ende aufgehört, sie hätten den Krimi nicht mehr retten können.

 

 

Frischlufttherapie…

…fürs Gehirn, so nenne ich kurze Städteausflüge, bei denen man auf andere Gedanken kommt oder einem neue Ideen zufliegen. Da mein Mann noch viele Urlaubstage übrig hat, waren wir letzte Woche deshalb einen Tag in Paris.

Der Anlass war die David Hockney Ausstellung im Museum Centre Pompidou. Um ein bisschen mehr „Programm“ zu haben, besorgten wir uns noch Eintrittskarten für die Pariser Katakomben. Alle anderen Besichtigungspunkte machten wir vom Wetter und von unserer Laufkondition abhängig.

Da wir schon sehr früh in Paris waren und das Museum erst um 11 Uhr öffnet, bummelten wir durch das nahe gelegende Quartier Sentier. Wer meinen Blog regelmäßig liest, der erinnert sich evtl. noch an meine Buchbesprechung „Les Colliers de Paris“. Die Autorin war Kettendesignerin und beschrieb u.a., wo sie das Material für die Ketten suchte. Genau dies fand in Sentier statt und ich wollte wissen, ob man immer noch kleine Betriebe fand, die die Zulieferer für die Haute Couture sind. Sehen Sie selbst- 2 Beispiele und eine von mehreren wunderschönen alten Passagen mit diversen Schmuckgeschäften:

Sentier ist kein typisches Touristenviertel, wenn überhaupt, dann kommt man hier her wegen

einem Chocolatier, bei dessen Kreationen selbst Elisabeth II schon schwach wurde.

Auf dem Rückweg zum Centre Pompidou kamen wir an der Kirche „Saint Eustace“ und „Les Halles“ vorbei. Die Kirche wird momentan von außen restauriert, aber innen ist es ein altes und großes Gotteshaus mit viel Patina, Rissen und z.T. dunklen Fenstern. Man geht hier in eine Kirche und nicht in eine abzuhakende Sehenswürdigkeit-sehr schön!

Das riesige Einkaufszentrum „Les Halles“ finde ich persönlich ganz schrecklich, es sei denn, ich möchte Fotos von verlorenen Menschen in anonymer Architektur machen. Da könnte ich mich hier dann den ganzen Tag aufhalten.

Die David Hockney Ausstellung gefiel mir. Viele Bilder haben Witz, seine Idee, in den 60er und 70er Jahren typisches Los Angeles-Ambiente zu malen war genial, seine Experimente mit Polaroidbildern und I-Pad-Kunst sind sehr anregend, am besten gefielen mir allerdings seine fragilen Porträtzeichnungen. Hier ein Foto von einer Werbung für die Ausstellung, man durfte im Museum nicht fotografieren. Rechts das bekannteste Bild von Hockney „The Big Splash“.

Nach dem Museumsbesuch fuhren wir zur alten Oper. Diese kann man tagsüber besichtigen und im Internet gab es für diese Tour fast nur 5 Sternchen. Ob wir auch viele Sternchen vergeben, das erfahren sie am Montag. Am Wochenende ist ja erst einmal wieder Rätselzeit.

À bientôt!

 

 

 

 

 

 

Pest

Hier nun Teil 2 zum Blog „Eine Städtetour bei 33 Grad“. Nach unserem Aufenthalt im Gellért Bad gingen wir über die schöne Freiheitsbrücke

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Donau
Blick auf Buda, im Vordergrund die typischen Kreuzfahrtschiffe

zur nahe gelegenen Markthalle.

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Die Markthalle bietet im Erdgeschoss viele Verkaufsstände mit typisch ungarischen Lebensmitteln (Auf Platz 1+2 alles mit Paprika und Salami), in der ersten Etage viele Verkaufsstellen mit Andenken und dazwischen ein paar Imbissstände mit leider wenigen Sitzmöglichkeiten. So blieben wir hier nicht allzu lange und machten Rast im gegenüber liegenden Cafe Anna, wo es leckere Sandwiches gab. Wir bummelten weiter Richtung Vörösmarty Platz, einer der Mittelpunkte von Pest. Eigentlich wollten wir uns auf dem Weg dorthin noch die Universitätsbibliothek, die Klothildenpaläste und den Pariser Hof ansehen, doch daraus wurde nichts. Budapest hat sich in den letzten 20 Jahren sehr herausgeputzt, doch es werden immer noch, oder schon wieder, diverse Häuser komplett restauriert und sind verhangen und geschlossen. So schlugen wir noch ein paar Haken durch kleinere Straßen und erfreuten uns u.a. an der Architektur.

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Unser nächstes Besichtigungsziel war das berühmte Café Gerbeaud von 1858.

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Exquisiter Palatschinken und ein Basilikum-Zitronentörtchen ( im „Abgang“ steckte  ein Hauch von Basilikumgeschmack) waren unsere Wahl. Dazu ein Cappuccino-Frappee. Die Preise erinnerten an das Café Florian in Venedig-aber man lebt nur einmal!

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Inzwischen merkten wir, dass wir morgens um 4 Uhr aufgestanden waren, und so beendeten wir unsere Tour mit der Besichtigung der St. Stephans Basilika.

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Auf dem Vorplatz sollte abends ein Weinfest stattfinden, es muss ein Erfolg geworden sein, denn es gab den kirchlichen Segen dazu…

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Warum nun Budapest als Empfehlung für eine Städtetour im Sommer? Die Donau bescherte fast immer ein erfrischendes Lüftchen, wenn man nicht gerade durch enge Straßenschluchten ging. Es gibt in der Stadt diverse Bäder, wo man die heiße Mittagszeit wunderbar verbringen kann und viele Fußgängerzonen sorgen dafür, dass die Atmosphäre in der Stadt entspannt ist. Und dann sind da noch die Cafés…Manche bieten sogar eine besondere Abkühlung.

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Eine Kneipentour machen, das ist nichts Besonderes, aber eine Cafétour?

Budapest? Immer wieder! Und noch ein Hinweis: Wer eine Reise nach Budapest plant, sollte vorher im Internet die Budapester Rundschau lesen. Man bekommt ein Gespür für die Stadt und man findet viele Tipps. Leider habe ich diese Zeitung erst nach unserer Reise entdeckt.

Eine Städtetour bei 33 Grad

Vorletzte Woche war ich am heißesten Tag des Jahres in Budapest. Welch ein Glück, dass diese geschenkte Städtetour nicht nach Paris oder Rom ging, denn es stellte sich heraus, dass man in Budapest einen heißen Sommertag gut verbringen kann. Aber eins nach dem anderen.

Vom Flughafen fuhren mein Mann und ich mit einem offiziellen Taxi (wichtig!) hoch nach Buda und sahen uns dort zuerst die Matthiaskirche an. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und hat eine sehr aufregende Vergangenheit. So war sie z. B. 150 Jahre eine Moschee oder aber auch die Kirche, in der Sissi gekrönt wurde…Wer sich für Kichengeschichte interessiert, der sollte unbedingt mal den Wikipediaeintrag lesen.

Erinnerte mich wegen der üppigen Wandbemalungen ein bisschen an die Marienbasilika in Kevelaer[/caption]

Wir bummelten weiter, vorbei an vielen schönen alten Gebäuden

Buda

und anderen „Sehenswürdigkeiten“

Budakatze Bin ich nicht eine Schöne?

Die erst Kaffeepause legten wir im ältesten Café von Budapest ein. Café Ruszwurm wurde 1827 gegründet. Hier gibt es puren Biedermeier zu bewundern -etwas verstaubt, aber gemütlich. Die Spezialität des Hauses sieht so aus:

Schokokuchen Eine Sachertorte hat nur die Hälfte an Kalorien

Nach der Stärkung schlenderten wir weiter und genossen den Blick auf die Donau und das Parlamentsgebäude.

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Es war jetzt schon sehr warm, aber wir hatten ein erfrischendes Ziel vor Augen:

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Das Gellért Bad aus dem Jahr 1918- Opulenter Jugendstil zum Staunen…Für den Aufenthalt hatten wir schon zuhause Eintrittskarten per Internet bestellt und bei den Karten die etwas teurere Variante gewählt. Bei dieser sind Handtücher und eine eigene Umkleidekabine, in der man alle Sachen bequem zurück lassen kann, inklusive.

Die heiße Mittagszeit verbrachten wir also mitten in der Stadt in einem Thermalbad. Wie es dann nachmittags weiter ging, das beschreibe ich morgen.

Das Hüls hinter dem Hülser Berg

Den Hülser Berg kennen viele von uns als Ausflugsziel, ich wollte aber wissen, was hinter Hüls steckt und machte letzte Woche eine kleine Fahrradtour in diesen Krefelder Stadtteil. Hinzu fuhr ich über Traar (Rather Str.) und Nieper Str., wo ich an zwei interessanten Gärtnereien vorbei kam. Diese werde ich bestimmt noch einmal mit dem Auto besuchen. Die letzten 4 km ( von insgesamt 15 von Rheinhausenmitte aus) fuhr ich auf der Straße Steeger Dyk. Schöner Radweg, u.a. vorbei an einer Wildblumenwiese.

Blumenwiese

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Ich empfehle sehr, zwischendurch mal rechts oder links in andere Dyks abzubiegen. Die meisten sind Sackgassen und ein bisschen reingefahren, hat man den Niederrhein ganz für sich alleine und kann wunderbar ein Picknick machen oder einfach mal alle Viere von sich strecken.                     image

Hüls war für einen Freitagmorgen in der Ferienzeit sehr betriebsam. Man kommt über die Krefelder Str. in den kleinen Altstadtkern hinein und hier erwarten einen Cafes und Kneipen, um eine Pause zu machen. Bestimmt wird das Stadtbild von der Kirche St. Cyrakius, aber es gibt auch schöne alte Häuser, z.T. aus dem 16. Jahrhundert und Reste zweier alter Klöster. Etwas abseits vom Marktplatz gelegen findet man eine restaurierte Burgruine aus dem 15. Jahrhundert.

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Man kann sich beim Bummel durch Hüls also an Altem erfreuen, aber auch  an Einzelhandelsbesonderheiten. Es gibt z.B. eine Kunstgalerie, Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge, eine Goldschmiede oder eine alte Drogerie. ( zum 1.2.16 geschlossen, aber man sieht noch die alten Regale).

Kunstgalerie

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Und dann machte ich in einem Schaufenster wieder einen „Fund“, der noch Thema unter „Es gibt Momente“ sein wird…

Die Rückfahrt ging dann über den Hülser Berg Richtung Kapellen und Elfrather See. Dort begrüßte ich dann „meine Freunde“, jedes Mal, wenn ich vorbei komme, muss ich einfach ein oder mehrere Fotos machen.

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Durch den Schlenker über den Hülser Berg wurden es ca. 40 km, aber durch Guck-,Liege-und Kaffeepausen waren diese sehr gemütlich.