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Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)

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Im Oktober stellte ich Ihnen kurz ein Collagebuch der Autorin Herta Müller vor. Herta Müller hat ca. 100000 Wörtern aus verschiedenen Druckerzeugnissen ausgeschnitten und danach die Wörter zu neuen Sätzen zusammengesetzt. Ich versuchte mich in ihrer Wortschnipselcollagenkunst- es machte mir sehr viel Spaß, so dass ich jetzt ein weiteres Buch las:

Auch dieses Buch ist wieder eine Fundgrube für surreale Aussagen, tiefgründige Beobachtungen oder witzige Sätze. Ich wollte es auch noch einmal versuchen, schlug allerdings einen anderen Weg als Frau Müller ein. Anstatt aus Tausenden von Wörtern Sätze zu bilden, beschränkte ich meine Wortauswahl pro Satz aus Überschriftwörtern nur eines Magazins der Süddeutschen Zeitung. Ich hatte noch einige ungelesene Exemplare dieses Magazins und entdeckte beim ersten Durchblättern, dass in jeder Zeitung eine Anzeige geschaltet war, die mit dem Wort „Entdecke“ begann. Das wurde für mich zum roten Faden und hier sehen Sie eine Auswahl meiner Ausbeute von Wortschnipselkompositionen:




Mich erinnert diese Beschäftigung ein bisschen ans Puzzlelegen. Beim Puzzlen gibt es das Glücksgefühl, wenn man ein lang gesuchtes Teil endlich gefunden hat und dieses Glücksgefühl erlebte ich immer dann, wenn mein Bauchgefühl mir sagte, das ist genau das Wort, das an der Stelle passt. Unterbewusstsein lässt grüßen?


Momentan findet in Frankfurt wieder die Buchmesse statt. Vielleicht kam mein Unterbewusstsein deshalb auf die Idee, gestern einen Buchtag einzulegen? Um der alten Zeiten willen?
Gestern gab es Sturm und Regen,
das war für mich ein wahrer Segen.
Konnte mit gutem Gewissen zuhause bleiben
und mir ein paar Bücher einverleiben.
Morgens um sieben fange ich mit Eckengas Gedichten an,
Humor zu Beginn,
das ist für meine noch müde Stimmung ein Gewinn.

Danach widme ich mich dem Buch von Herta Müller,
hier wird es schon etwas anspruchsvoller.
Die Nobelpreisträgerin schneidet Wörter aus
und setzt sie neu zusammen.
Da verdient sie doch Applaus,
denn damit konnte sie mich entflammen.

Schnell selbst ein paar Wörter aus einer Zeitung ausgeschnitten,
darf ich Sie zu meinem Œuvre um Ihre Meinung bitten?

Zum zweiten Frühstück sind Tintin und Milou dran,
ihre Abenteuer ziehen mich noch heute in den Bann.
Ich fühle mich wie ein Kind,
das sich vom Schulstress eine kleine Auszeit nimmt.

Kein Mittagessen und die Siesta ist auch nicht lang,
jetzt ist mir nach einem Buch über den musikalischen Klang.

Ein Roman mit einem japanischen Klavierstimmer,
über dieses Instrument zu lesen, das geht bei mir doch immer.
It‘s teatime, dazu noch ein paar Plätzchen,
danach suche ich mir ein neues Bücherschätzchen.
Einen Bildband möchte ich jetzt haben,
denn meine Augen sollen sich auch mal laben.

Viele bunte Farben gegen das so graue Wetter,
wie schnell wird das Leben durch ein Buch doch viel netter!
Ich blättere und versinke, fast wie in einem Traum,
vergesse die Zeit und um mich herum den unaufgeräumten Raum.
Plötzlich streift mich das schlechte Gewissen,
ist Putzen und Aufräumen heute ein Müssen?
Nö, beschließe ich und blättere weiter,
meine Stimmung bleibt deshalb auch heiter.
Mein Kater möchte auf meinen Schoß,
da ist der Bildband jetzt doch zu groß.
Schnell nehme ich einen Krimi zur Hand,
dieses Buch ist ein Unterhaltungsgarant.

Wolf Haas, er ist mein Favorit,
denn seine Bücher haben österreichischen Kolorit.
Mein Kater schnurrt laut und ich werde dösig,
ein weiteres Buch zu suchen ist dann wohl müßig.
Um halbzehn habe ich mich hingelegt,
von diesem Tag noch tief bewegt.
Zufrieden schlafe ich schnell ein,
dankbar für mein schönes Bücherheim.
P.S. Morgen habe ich einen zum Wetter passenden Rätselbeitrag für Sie.
Vor gut drei Wochen schrieb ich hier in meinem Blog zum ersten Mal über meine kleinen Kunstquadrate. Nun sind bereits über 100 „Kunststückchen“ abgelegt und viele haben schon einen neuen Besitzer. Da ich fast täglich spazieren gehe, gucke ich immer gerne nach, welche Bilder schon mitgenommen wurden. Erfreulich ist, dass ich bisher erst vier fand, die am Boden lagen. Zwei waren durchgebissen (…), alle waren komplett durchgeweicht, was bei den z.T. starken Regenfällen nicht verwunderlich war.
Das sind meine neusten:

Und hier noch ein paar „Ausstellungsorte“:

Erstaunlich finde ich, dass an Bushaltestellen die Aufenthaltsdauer am längsten ist. Kunststückchen, die in Augenhöhe an Lampenmasten angebracht sind, finden hingegen schnell Interessenten.
Heute werde ich in Homberg am Rhein spazieren gehen. Manche Kunststückchen haben das Thema Wasser und Meer, da ist der Rhein doch die passende Umgebung.
Idee Nr. 1: Ich mache aus doppelten Briefmarkenmotiven ein Memoryspiel. Dieses Spiel ist ein Unikat und ich werde es nur mit Freunden spielen, die das zu schätzen wissen. Oder ich verschenke es zu einer passenden Gelegenheit.

Idee Nr. 2: Man rahmt Briefmarken. Ich habe die Farbe blau als Thema ausgewählt und versuche gerade, eine Collage zusammenzulegen. Es könnte aber ebenso ein Bild mit Blumenbriefmarken sein, mit Porträts von Frauen und Männern, für ein Kinderzimmer mit Märchenmotiven, mit Briefmarken über eine Sportart oder über das Thema Auto. Es gibt wohl nichts, was nicht schon mal als Briefmarkenmotiv auserwählt wurde.

Über weitere Ideen werde ich berichten, wenn das Wetter schöner und wärmer geworden ist.
Diese Lesezeichen entdeckte ich beim Aufräumen. Ich hatte sie mal vor Jahren blanko gekauft und dann angefangen, sie zu bestempeln und zu bekleben. Sie waren aber alle nicht fertig, anscheinend war die Arbeit dann wieder wichtiger geworden und irgendwann verschwanden die Lesezeichen in der jetzt von mir geöffneten Schachtel.
Ich war entzückt, hatte Zeit und beendete alle. Jetzt habe ich einen schönen Lesezeichenfundus für die 2019er Bücher.



Morgen lesen Sie eine Buchbesprechung, die Ihnen evtl. bekannt vorkommt, ich gebe aber noch meinen eigenen Senf dazu.
Als ich letzte Woche in Hamburg war, erstand ich im Museumsshop vom Kunstgewerbemuseum dieses Stempelset. Ein Spontankauf, aber 20 Euro für 25 Stempel und 2 Stempelkissen, da verfiel ich tatsächlich in den Schnäppchenmodus.

Am Wochenende starte ich nun meine ersten Versuche. Meine Stempelunbeschwertheit wich einer gewissen Enttäuschung, denn die Motive aus Gummi sind zu flach, d.h. drückt man den Stempel auf ein Stempelkissen, nimmt das Holz ebenfalls Farbe an und auf dem Papier erscheinen neben dem Motiv auch Abdrücke der Holzränder. Jeden Stempel muss man also vor dem Stempeln abwischen und das finde ich recht nervig. Ich grummelte wegen meines Schnäppchenmodus, ließ mich aber nicht unterkriegen. Hier einige Ergebnisse:


Und dann fiel mir das noch ein: Stempelladies!

Sind Sie auf 5 Fotos gekommen? Wenn ja, ?, wenn nein, auch nicht schlimm. Es soll ja nur ein bisschen Spaß machen und außerdem war ich ja gemein, denn ich habe die Collage noch eingefärbt. Hier die 5 Fotos:

Drei Fotos kamen schon einmal in meinem Eintrag über einen Ausflug nach Remagen vor.