Arno- zu spät kennengelernt

Im Deutschlandfunk Kultur widmete man sich vor einigen Tagen dem belgischen Chansonnier Arno, der im April verstarb. Die Redaktion des Radiosenders nannte ihn den „anderen König der Belgier“. Auch bezeichnete man ihn als den belgischen Tom Waits. Er war wohl eine Art Nationalheiligtum der Belgier und ich bedaure, seine Lieder jetzt zum ersten Mal gehört zu haben. Zu spät, um ihn einmal in einem Konzert zu erleben.

Hier eine Liedkostprobe:

Und hier geht es zu der Sendung vom Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunkkultur.de/arno-100.html

Revival-Urlaub in England 1- Rye

Meine England „Vorgeschichte“: Seit Mitte der 90er Jahre waren mein Mann und ich mindestens einmal pro Jahr in England, weil wir Land und Leute sehr schätzten und dort auch Freunde gefunden hatten. Seit 2013 waren dann unterschiedliche Gründe dafür verantwortlich, dass wir England nicht mehr besuchen konnten. Wir nannten es schlechtes Karma. Um dieses Karma zu durchbrechen, starteten wir jetzt einen neuen Versuch- mit Erfolg! Wir waren nur 3 Tage dort und zwar unten an der Südküste und in London, doch fühlten wir uns gleich wieder „wie Zuhause“.

Im Vorfeld hatten wir uns natürlich gefragt, wie sehr merkt man den Brexit? Das kann schnell beantwortet werden: An der Fähre in Dünkirchen mussten wir insgesamt fünfmal unsere Reisepässe zeigen und zweimal hinten den Kofferraum öffnen. Alles ging sehr schnell, alle Kontrolleure waren freundlich und entspannt. Auf der Rückfahrt wollten die Zöllner nur den Reisepass sehen.
Den ersten Tag verbrachten wir in Rye und Umgebung. Mehrmals sah man Schilder dieser Art:

Das waren die einzigen Brexiterfahrungen, die wir gemacht haben.
Rye ist ein Städtchen mit vielen malerischen Ecken.

Die Stadt und seine Einwohner kann man eher als wohlhabend bezeichnen, was sich auf den Einkaufsstraßen widerspiegelt. Kaum Filialen von Ketten, stattdessen schicke Boutiquen, Einrichtungsläden, Galerien und Antiquitätengeschäfte. Nicht zu vergessen diverse Cafés,Tearooms und Restaurants.
Der besondere Charme von Rye liegt darin, dass es neben seiner Innenstadt, in der viele Gebäude aus dem 15.-18. Jahrhundert stammen, auch einen Hafen besitzt, man also auch „maritimes Flair“ findet. Darüberhinaus befindet sich nur einen Steinwurf das „Rye Harbour Nature Reserve“. Das bietet mehrere Lebensräume für Flora und Fauna und in ihm kommt man auf seine Kosten, wenn man sich mit der Natur verbunden fühlt. Mehrere markierte Wege ermöglichen schöne Spaziergänge.

In den Salzwiesen (oben) kann man besonders gut Vögel beobachten.

Über den zweiten Tag in Hastings berichte ich nächste Woche.

Mal im Museum schaukeln

Das Museum Schl0ss Morsbroich in Leverkusen war nach dem Zweiten Weltkrieg eins der ersten Museen, das sich ausschließlich der Gegenwartskunst widmete. In den 50er und 60er Jahren wurden beispielsweise Werke von Gerhard Richter, Georg Baselitz, Blinky Palermo) angekauft, so dass das Museum heute einen Fundus von ca. 550 Bildern und Skulpturen und 5000 Arbeiten auf Papier besitzt. Neben deren Präsentation gab es immer wieder Sonderausstellungen, die 2015 dem Museum den Titel „Museum des Jahres in NRW“ einbrachte. Doch nach 2015 folgten wegen Geldknappheit der Stadt schwierige Jahre und das Museum sollte geschlossen werden. Glücklicherweise besann man sich in letzter Minute und seit August 2021 geht es mit dem Duisburger Direktor Jörg van den Berg wieder aufwärts.
Momentan werden unter dem Motto „Sichtweise 1“ mehrere zumeist jüngere Künstler vorgestellt. Den Präsentation der Werke und Installationen werden viel Platz eingeräumt, so dass das Zusammenspiel zwischen Alt und moderner Kunst besonders gut zur Wirkung kommt.

Neben der Kunst kann man auch viele schöne Details entdecken.

Damit Sie einen kleinen Eindruck bekommen, wie der „frische Wind“ des Kurators aussieht, zeige ich Ihnen zwei der Blätter, die zu jedem Künstler in den Räumen aushingen und die man sich mitnehmen konnte:

Links u.a. Thema Schaukel, rechts Thema neue Präsentation der Kunstwerke aus dem Bestand
Zwei passende Fotos zu den Infoblättern.

Das Schloss liegt in einem Park, der an einen englischen Landschaftspark mit Skulpturen erinnert und in dem man einen kleinen Spaziergang machen kann. Auch hier hängt eine Schaukel!

Sollten Sie das Museum besuchen, hier noch einige Tipps:
Neben dem Schloss gibt es noch einen Hofladen, da zu dem Gelände u.a. auch noch eine Obstplantage gehört
Das Schlosscafé bzw. Restaurant war zu. Bei Bedarf bitte vorher informieren.
Wir parkten nicht unmittelbar beim Schloss auf der Gustav-Heinemann-Straße, sondern auf der Alkenrather Straße. Hier entdeckten wir zufällig den „Grillmeister“. Eine Art Schnellrestaurant, in dem es wie im Taubenschlag zugeht, da es hier gutes Essen zu freundlichen Preisen inkl. netter Bedienung gibt.