Weil ich Mensch bin

Unter diesem Motto läuft Im Duisburger Museum Küppersmühle z.Zt. eine Ausstellung mit ca. 400 Werken des Künstlers Martin Assig. Mich interessierten seine Bilder und Installationen, da er u.a. mit Wachs arbeitet, was ich vor einigen Jahren eine Zeit lang auch gemacht habe. Seine Aussagen in den Bildern und Installationen betreffen seine Alltagsbeobachtungen und seine Gedanken dazu. Das ist mal poetisch, mal humorvoll, er legt aber auch Finger in Alltagswunden.

Besonders gefiel mir die Installation „Vorräte“. Pappschachteln wurden komplett mit Wachs überzogen und mit Baumwollstoff dekoriert.

Welche Vorräte wurden da gesammelt? Warum waren die Schachteln versiegelt? War es ein Schutz für den Inhalt? Man konnte viel spekulieren und das brachte mich auf folgende Idee:

Mit Wachs verschlossene Streichholzschachteln, in denen sich etwas zum Entdecken befindet. Wahre Entdecker müssen sich allerdings die Mühe machen, den Wachs zu entfernen.
Insgesamt 10 dieser Schachteln verteilte ich am Wochenende im Duisburger Westen.

Auch bei meinem heutigen 365 Tage-Projekt habe ich mich von Martin Assig inspirieren lassen.
Die Ausstellung ist noch bis Anfang März im Museum Küppersmühle zu sehen.

Eine vergessene Sage

Der Ring des Estimedes

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König Estimedes besaß ein außergewöhnliches Schmuckstück. Es war ein sehr großer Ring, den er auf den Mittelfinger seiner linken Hand setzte, wenn er eine Audienz gab.
Lag der Ring in der Schmuckschatulle, schillerte er in blauen und goldenen Farben. Trug der König den Ring und andere Personen traten vor seinen Thron, veränderten sich die Farben des Ringes. Wenn die Besucher dem König wohl gesonnen waren, nahm der Ring eine rötliche Färbung an. Die gelbe Farbe verriet dem König, dass sein Gegenüber Neid empfand, grün wurde der Ring bei Habgier. Schillerte der Ring braun oder schwarz, wusste der König, dass er in Gefahr war und ließ die Palastwache ihre Arbeit tun.
Die Regentschaft von Estimedes dauerte 24 Jahre. Als sein Zwillingsbruder nach langem Aufenthalt im Ausland nach Griechenland zurückkehrte, ignorierte Estimedes die schwarze Farbe beim ersten Wiedersehen und wurde einen Tag später ermordet.
Das Grab von Estimedes wurde 1902 von englischen Archäologen entdeckt. Der Ring steckte an der linken Hand. Er kann heute im kunsthistorischen Museum von Kalamata bewundert werden, seine Farbe ist nunmehr ein funkelndes Weiß.

Ein außergewöhnliches Hobby

Heuhaufenstecknadelsammlung

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Nachdem Herr Peter W. aus Sulzenstoll pensioniert worden war, suchte er eine sinnvolle Beschäftigung. Da er schon immer gerne auf Bauernhöfe Urlaub gemacht hatte und er deshalb wusste, wie lästig eine Stecknadel im Heuhaufen sein kann, beschloss er, ebendiese Stecknadeln zu suchen.
Mit seiner über Jahre gewachsenen Sammlung wurde er über die Grenzen von Sulzenstoll bekannt, selbst die süddeutsche Nachrichtenpost berichtete in ihrem Feuilleton über diese außergewöhnliche Beschäftigung.
Inzwischen kann Herr W. aus gesundheitlichen Gründen seinem Hobby nicht mehr nachgehen, doch hat er seine Enkel mit seinem Suchfieber angesteckt und die Heuhaufenstecknadelsammlung wird an die übernächste Generation weitergegeben.

Ausflug nach Linnich

In diesem Jahr feiert das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich sein 25jähriges Jubiläum. Noch bis zum 22.1.2023 läuft eine Sonderausstellung, die die Entwicklung dieser Kunst über mehrere Jahrhunderte zeigt.

Oben rechts: Das Museum befindet sich in einer alten Getreidemühle aus dem 17.Jahrhundert. Dazu gehört noch ein Museumsgarten.(Unten links).
Oben links: Kopie eines Fensters aus dem Freiburger Münster. Das Original wurde um 1300 hergestellt, die Kopie zwischen 1917 und 1927.
Unten rechts eine Arbeit von Hella de Santarossa aus dem Jahr 1972 mit dem Titel „Sprechende Lippen“.

Die Ausstellung erstreckt sich auf sieben Ebenen. Neben Werken von bekannten Glaskünstlern finden sich auch Exponate von Künstlern, die durch andere Kunstrichtungen bekannt geworden sind.

Unten links ein Glasbild von Jean Cocteau mit dem Titel „Die Rose“, daneben ein Glasbild aus der Reihe „Kosovo“ von Markus Lüppertz
Obere Reihe: Neben den künstlerischen und historischen Aspekten werden im Museum auch die verschiedenen handwerklichen Möglichkeiten dargestellt, wie man Glas verarbeiten kann. Hier zweimal Bleiglas, rechts eine Schiebetür, links ein Ausschnitt aus einem Fenster.

Abgesehen von den Kunstwerken lassen sich auch sehr schön Spiegelungen fotografieren.

Oben links: Ausschnitt aus einem Fusing Glaskunstwerk
Rechts: Blick auf Linnich durch ein besonderes Fenster
Links unten: Spiegelungen zweier Kunstwerke

In dem Museum gibt es noch einen Museumsshop und es werden diverse Aktivitäten angeboten wie z.B. Workshops, in denen man sich in der Herstellung eines Kunstobjektes aus Glas selber versuchen kann.
Wir waren zu viert in dem Museum und waren alle begeistert. Eine solche besondere Ausstellung erwartet man nicht in so einem relativ kleinen Ort, doch ist in Linnich seit 1857 die älteste Glasmalerei Werkstatt Deutschlands, die Dr. H. Oidtmann GmbH, ansässig und die Linnicher Bürger sind diesem Thema sehr verbunden.
Wer mehr über das Museum wissen möchte: https://www.glasmalerei-museum.de/

Geschmacksexplosion

Gruß aus der Küche

(Blaue Schokolade mit rotem Schnittlauch, begleitet von Erdmelonen und Schwarzkartöffelchen, an XumXum Nudeln, abgerundet mit einem Hauch von gelber Tomatensauce, dazu ein ehrliches Stück Kartoffelkrustenbrot).

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Inspiriert von diesem Film:

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