Autor: linda
Sturmwarnung
Wenn Ihnen an einem Tag mal der ein oder andere Mitmensch auf den Wecker geht,
wenn Sie mal einen Tag haben, an dem Sie sich selbst ziemlich leid tun,
wenn Sie am liebsten auf ein Schiff flüchten würden, um aufs Meer zu kommen, um durchzuatmen
wenn Ihnen mal nach einem Rachenputzer in Form eines Buches ist, dann ist dieses Buch genau richtig

Kapitän Schwandt ist 79, als er zusammen mit Stefan Kriecken, dem Inhaber des Ankerherz Verlages, dieses Buch schreibt. Er erzählt von seinem abenteuerlichen Leben, in dem er auf See und an Land sehr viel erlebt hat und bezieht Stellung zu heutigen Erscheinungen des Zeitgeistes. Dabei nimmt er kein Blatt vor dem Mund, schont sich nicht und andere erst recht nicht. Diese Textpassage aus dem Nachwort beschreibt es treffend:

Ich habe das Buch (191 Seiten mit ausdrucksstarken Fotos und Illustrationen) in einem Rutsch gelesen und danach ging es mir besser, denn hier hat jemand geschrieben, der Vieles auf den Punkt bringt, der meinem eigenen Punkt sehr nahe ist.
Ausflug in die Kindheit- eine Museumsperle im Ruhrgebiet
Ich habe den Eindruck, dass nur wenige Menschen im Ruhrgebiet das Essener Markt- und Schaustellermuseum kennen. Ich war im Winter des letzten Jahres dort. Es war draußen und auch in den Museumshallen kalt, aber die Hallentemperatur wäre jetzt um diese Jahreszeit ja eher ein Vorteil.

Man kann dieses private Museum nur an bestimmten Terminen und mit Voranmeldung besichtigen (nächster Termin wäre der 5.8., weitere Infos siehe unter dem Link). Es gibt so viel zu entdecken und man hört von den Besuchern immer wieder „Weißte noch…..?“. Die Führung dauert ca. 2 Stunden und wurde bei uns von mehreren Personen durchgeführt. Am Anfang erfährt man auch viel über die Geschichte der Schausteller und Jahrmärkte im Ruhrgebiet. Das ist manchmal etwas trocken, aber das Wissen kommt einem beim weiteren Rundgang zu gute. Am Ende der Führung gab es bei uns heiße Getränke, nun wird es wohl was Frisches sein. Die ehrenamtlichen Begleiter waren mit viel Herzblut dabei und wussten ungeheuer viel, so dass wir nach den 2 Stunden eigentlich noch gar nicht weg wollten. Fotografieren durfte man nach Lust und Laune, so dass es für mich ein ganz besonders schöner Nachmittag war. Aber für Kinder ist es auch etwas ganz Besonderes.
http://www.schaustellermuseum.de/
Vorne und hinten-Die Auflösung
Das ist nur ein Lösungsvorschlag. Bestimmt haben Sie noch andere Wörter gefunden.
Bis morgen!
Vorne und hinten
Das Gehirnjogging zum Wochenende: Sehen Sie sich unten die Wörter an. Gesucht werden zu jedem Wort zwei neue- eins, wo das Wort das Vorderteil eines anderen Wortes ist, im zweiten Wort soll das Wort den hinteren Teil des neuen Wortes bilden. Diese Anweisung ist schon fast Gehirnjogging genug, deshalb ein Beispiel: Das Hauptwort heißt „Haut“. Gesucht würden z. B. „Hautschere“ (vorderer Teil) und „Schlangenhaut“(hinterer Teil)- alles klar?
Viel Vergnügen beim Grübeln, morgen kommen die Auflösungen!

Mode-Protest-Naturschutz: Vivienne Westwood
Die englische Modedesignerin Vivienne Westwood hat mich schon seit ihrem Auftrauchen in den 80er Jahren fasziniert und deshalb las ich sehr motiviert ihre Biografie. Natürlich blickt man bei der Lektüre hinter die Kulissen der Modeindustrie, aber Westwood ist eine so vielschichtige Persönlichkeit, dass das Buch sehr viel mehr bietet. Die Modeschöpferin engagierte sich schon früh bei politischen oder soziale Missständen und entwarf „Protestmode“. Sie wurde damit zuerst Ikone der Punkbewegung, später Vorbild bei der Rückbesinnung auf handwerkliche Traditionen in England, und heute setzt sie sich erfolgreich für den Klimaschutz ein. „Nebenbei“ ist sie aber auch Mutter zweier Söhne und Großmutter und lebte mit verschiedenen Männern zusammen, die ihren Weg sehr beeinflussten. So erzählt das Buch, in der Westwood übrigens auch oft selbst zu Wort kommt, das Leben einer unglaublich starken Frau.

Reine Kopfsache
Ich begegnete ihnen in den letzten Jahren in London, Den Haag und Paris und immer wieder war ich beeindruckt: Riesige Köpfe, die an römische Skulpturen erinnern, Masken mit leeren Augen. Ob ihrer Größe sind sie manchmal etwas unheimlich, manchmal haben sie für mich auch etwas von einem Nachlass Außerirdischer, die die Erde vor langer Zeit besucht haben. Jetzt entdeckte ich einen Kopf in Bamberg

und las endlich im Internet nach. Der Bildhauer ist aus Polen und heißt Igor Mitoraj. Wer neugierig geworden ist oder auch schon mal über einen Kopf „stolperte“, dies ist der Werdegang des Künstlers:
Kann Duisburg auch das, was Paris kann?

In Paris werden immer mehr Bienenstöcke auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden und Unternehmen installiert. Es sind bereits 700 Bienen-„Wohnblocks“. Betreut werden sie von professionellen Imkern. Hier geht es zu einer Karte, die die öffentlichen Gebäude zeigt. Die Bienenstöcke werden dabei so platziert, dass man sie von der Straße aus nicht sieht, so wird der Anblick von der Straße auf die Häuser auch nicht beeinträchtigt.
http://www.mylittleparis.com/carte/ruches-paris-fiel
Welches Duisburger Unternehmen traut sich? Oder anders gesagt: Auf dem Dach vom Marientor-Theater ist z.B. viel Platz.

Muscheln suchen kann jeder
Bei meinem letzten Ostseeurlaub hatte ich dieses Buch mit dabei.

Erklärt werden mit Fotos und Texten über 100 Steinsorten, die man an der Ostsee und im Binnenland finden kann. Es wird im Buch vor Steinsammelfieber gewarnt und da ist was dran. Hier eine ganz kleine Auswahl:

Am meisten fasziniert mich, wie alt diese Steinsorten sind, welche Farben und Muster sie haben und woher sie kommen. Von links nach rechts: Feuerstein (60 Millionen Jahre), Phyllit (1,4 Milliaren Jahre), Flammen-Pegmatit (1,4 Milliarden Jahre), Porphyr (1,6 Milliarden Jahre), Sandstein ( 540 Millionen Jahre), Faxe-Kalk (60 Millionen Jahre), nochmal Feuerstein-sieht aus wie ein altes Werkzeug (das rede ich mir zumindestens ein). Feuerstein gibt es auch in sattem Gelb und dann denkt man, dass man einen Bernstein gefunden hat. Aber sie wissen ja: Bernstein erkennt man daran, dass es in einem Glas mit konzentriertem Salzwasser oben schwimmt. Bei meinen Funden ging es immer nur bergab, bzw. wasserglasab.
Natürlich dürfen die berühmten „Hühnergötter“ nicht fehlen:
Wenn man diese Lochsteine findet, dann darf man sich was wünschen…
Manche Steine sehen trocken eher unscheinbar aus. Ich tauche sie zuhause dann einmal in Lack, dann glänzen ihre Farben.
Was kann man noch an der Ostsee finden? Klappersteine, Donnerkeile, Korallen, versteinerte Seeigel- Muscheln suchen war gestern, Steine suchen ist in
Wandern Ihre Gedanken?

Und, haben Sie versucht, das Gedicht auswendig zu lernen? (Für alle, die den gestrigen Eintrag nicht gelesen haben: Im Rahmen meines Gehirnjoggings am Wochenende hatte ich das o.g. Gedicht gestern präsentiert und angeregt, mal einen Versuch des Auswendigkeitlernens zu starten).
Meine Erfahrungen: Da mir das Lernen morgens immer schon leichter fiel, fing ich mit dem Auswendiglernen direkt gestern früh an, wenngleich ich noch von einem Städtetripp am Vortag bei 30 Grad etwas in den Seilen hing. (Zu der Geschichte komme ich noch). Zu meiner freudigen Überraschung hatte ich den Text recht schnell intus und machte schon Pläne für ein weiteres Gedicht. Doch dann kam die Ernüchterung am späten Nachmittag. An mehreren Stellen kam ich ins Grübeln, weg war das Gedicht. Diesbezüglich ziemlich frustriert beendete ich den Versuch. Dann kam der heutige Sonntag. Ich lag morgens noch im Bett, hörte die Amseln singen…An einem Sommermorgen- die Worte kamen wieder, ja das ganze Gedicht, ein schöner Start in den Tag. Heute habe ich es dann noch zweimal wiederholt und es ist da. Nun bin ich gespannt, wie es in einer Woche ist.
Ein zweites Gedicht ist schon ausgeguckt. Nicht direkt am nächsten Wochenende, aber irgendwann .