Wenn schon, dann richtig

Momentan schwappt uns ja eine schwarz-rot-goldene Deko-Welle entgegen. Aber das meiste Aufhübschen finde ich entweder traurig= ein einsahmes Fähnchen steckt in einem Balkonkasten zwischen vertrockneten Stiefmütterchen oder protzig= Nein, ich kaufe nicht fünf Fahnen, nicht zehn Fahnen, ich kaufe 20 Fahnen und klatsche sie an meine Hauswand, in den Garten, ans Auto und den Rest der Fahnen müssen meine Nachbarn unterbringen.

Letzte Woche allerdings sah ich diesen Balkon in Moers und dachte mir „Respekt!“= hier hat sich jemand Mühe gegeben:

Strahlt für mich wahre WM-Freude aus, es gibt 5 Sternchen!

Habe noch einen Nachtrag zu meinem Blogbeitrag zum Thema Fußball-WM-Werbung. Bei Rossmann gibt es den Fußball-Halbzeit-Snack für Hunde…

Morgen schließe ich die Woche mit einer Musikempfehlung ab.

 

Wenn ein indischer Fakir sich bei Ikea in Paris ein Bett kaufen möchte…

….dann kann er danach einen Roman schreiben. Heute mal eine etwas andere Bewertung des Buches:

Ich habe das Buch während einer langen Autofahrt gelesen, die Zeit verging im Fluge und ein paar Passagen habe ich meinen Mitfahrern vorgelesen, weil sie so witzig waren. Vielleicht noch ein Tipp für den Ferienkoffer?

Morgen mache ich mir kurz Gedanken zur Fußball-WM Dekoration.

Weniger Stress für Tier und Mensch

Ich gehe lieber dreimal selber zum Arzt als einmal mit einem unserer Tiere. Stress pur! Geht es Ihnen auch so? Dann habe ich jetzt einen Tipp für Sie:

Wir hatten letzte Woche Besuch von Nicole Glashagel, einer mobilen Tierärztin aus Duisburg-Wedau. Mittags um 14 Uhr angerufen, kam sie um 17 Uhr, um sich das verstauchte oder gebrochene Füßchen von Tweety anzusehen (Wer erinnert sich noch an ihn? Tweety kam eines Tages über die Türschwelle meiner Buchhandlung spaziert und fragte nach Unterkunft).

Frau Glashagel  und ihre Assistentin sind sehr nett und nahmen sich viel Zeit. Letztendlich kamen sie zu dem Schluss, dass Tweetys verkrümmter Fuß von einem starken Gichtanfall herrührt. Sie gaben mir ein Salbe zum Auftragen und ein Rezept für ein Schmerzmittel. Für Anfahrt, Zeit, Rezept und Medikament bezahlte ich 48 Euro.

Ich bin wirklich froh, Frau Glashagel kennengelernt zu haben, denn da sind ja auch noch Minky und Julchen, die irgendwann vielleicht auch einmal Hilfe brauchen.

Nicole Glashagel:

Tel. 0175-6223299 Mo-Fr. 14-18 Uhr Terminvereinbarung

Morgen gibt es einen Schmunzel-Buchtipp für den Urlaub.

Motivationsschub

Das Länderspiel das ja gestern nicht so dolle. Ich hacke jetzt nicht wie in Deutschland schnell üblich, auf den Spielern herum, sondern frage, ob man diese Bank jetzt schnell nach Russland verfrachten sollte? Vielleicht gibt sie ja „unseren Jungs“ den benötigten Schub…

Die Bank habe ich übrigens in Bad Segeberg entdeckt. Ein schönes Städtchen, das man sich bei einem Ostseeurlaub einmal angucken sollte. Mehr darüber und noch andere Ausflugstipps an der Ostsee kommen übernächste Woche.

Morgen habe ich eine Empfehlung für alle, die im Raum Duisburg wohnen und ein Haustier haben.

Ist das Kunst oder ein Bilderrätsel?

 Erkennen Sie, was das ist? Ein bisschen habe ich es in der Darstellung modifiziert, sonst wäre es zu leicht gewesen. Falls Sie es nicht erraten, fragen Sie morgen doch einmal Ihre Fußball-Mitgucker in der Halbzeitpause. Nach dem Deutschland-Mexiko Spiel bekommen Sie dann die Auflösung.

Ob Mendelssohn, Jazz, Samba oder…

…das Vision String Quartet ist da ganz offen. Im Rahmen des Fantastivals kommen die Berliner Musiker nach Dinslaken  und treten am 24.7. im Burgtheaterhof auf. Dort ist immer eine sehr schöne Atmosphäre, letztes Jahr berichtete ich schon darüber. Siehe unter „Related Posts“.

Hier ein „Appetitanreger“:

Wer mehr über die Gruppe wissen möchte:

https://www.fantastival.de/programm/vision-string-quartet/

Morgen wartet ein Fotorätsel auf Sie!

Bin ich zu dumm für Werbung?

Jetzt Werbung schalten und dabei nicht die Fußball-WM mit ins Boot zu holen scheint momentan fast unmöglich. Wenn man einmal darauf achtet, ist man schnell infiziert mit einer Sammelleidenschaft für Schwachsinnwerbung

Noch harmlos- morgens beim Tanken gesehen:

Aber beim Bäcker wurden dann „ Deutschlandbrötchen“ angeboten. Was stellen Sie sich darunter vor? Mohnbrötchen (schwarz) mit Schinken (rot) und Scheiblettenkäse (gold)? Für 2,95 Euro kann man ein Flaggenbrötchen erstehen.

„Auch unsere Elf kombiniert geschmeidig“ ist der Werbespruch einer Getränkefirma, die elf verschiedene Wassersorten im Angebot hat. Besitzt diese Firma eine Glaskugel? Das Wort „Auch“ impliziert, dass unserer Nationalmannchaft während der WM geschmeidig kombinieren, bzw. spielen wird. Da habe ich noch leise meine Zweifel.

Meinem Sofa soll es wegen der WM an den Kragen gehen. Ich soll ihr die rote Karte geben. Bekommt man diese nicht bei fiesen Fouls oder unangemessenem Verhalten? Das wäre gegenüber meiner Couch äußerst unfair. Unvergessen sind die Kuschel-Lese-Abende im Winter, die Feiern, bei denen liebe Freunde auf ihr gesessen haben oder ich wohlig schlafend langweilige Fernsehsendungen verpasste. Da locken auch nicht die 22% Ablösesumme!

Haben Sie schon einmal ein „Abwehr-Bollwerk“ gegen Schweiß unter Ihrem Arm gehabt? Wie muss ich mir dieses Bollwerk in der Achselhöhle vorstellen? Ich werde wohl mal einen Brief an Rexona schreiben.

Ja und dann ist da noch die Firma Samsung. Sie zeigt in einem Werbespot Mario Götze, der depressiv in die Kamera schaut, weil er nicht mit zu WM darf und alleine so vor sich hinkickt. Dazu läuft im Hintergrund von Jonny Cash das Lied „Hurt“. Hören Sie rein, dann wissen Sie, wie die Stimmung des Clips ist.

Was hat Samsung mit dem Schicksal von Mario Götze zu tun? Weiß Samsung evtl. jetzt schon, dass sie zu den Verlierern gehören, wenn es darum geht, welche Firma zur WM die meisten Flachbildschirmen im XXL Format verkauft hat?

Ich sag ja, ich bin zu dumm für Werbung.

Morgen kommt von mir ein Konzerttipp für Ende Juli in Dinslaken.

 

 

Nichts Neues unter der Sonne

Welche Ziele hatten Larry Page und Sergey Brin, als sie Google erfanden? Könnte man es so formulieren?

Ich denke schon, nur stammt dieser Text nicht von den beiden, sondern von den Gebrüdern Fielding und er erschien 1751…

Sie nannten sich Adressbüro, Universal Register-Office, Fragamt oder Berichthäuser und etablierten sich ab 1586 in den Hauptstädten Paris, London, Berlin oder Wien. (In der Habsburger Monarchie und bei den Preußen wurden auch kleinere Städte interessant, so wurde auch Duisburg 1727  zum Knotenpunkt eines Adressbüro-Netzes).

Die Idee dazu hatte ein Herr aus der Familie de Montaigne. Nein, es war nicht „mein VIP“ Michel, sondern sein Vater Pierre Eyquem. Aber Michel de Montaigne berichtet 1580 in einem Essay über die Idee seines Vaters und so kam es 1586 zur ersten Gründung eines Adressbüros  durch einen Franzosen.

Die Aufgaben der Büros waren sehr vielfältig wie z.B. die Registrierung von zu verkaufenden Immobilien und freien Arbeitskräften- am Anfang  zwei Schwerpunkte dieser Einrichtungen. Die Büros wurden zusätzlich zu Detektivbüros, Meldeämter für Touristen oder Mitfahrzentralen. Man bot dort Waren an und unter Leibnitz übernahm das Büro kulturelle Aufgaben,  ein Lesesaal wurde eingerichtet oder man traf sich zum Diskutieren. Besonders pfiffige Ideen, um die Kundenfrequenz im Büro zu erhöhen, hatte das Fragamt in Bratislava. Hier konnte man Sachen zum Einfärben abgeben, erste Versuche der Geldvermittlung wurden gestartet und oder wer Flaschenleergut unbeschädigt zurückbrachte, bekam „auch den 5ten Groschen wieder zurück“. (Das war 1782!)

Der Erfolg dieser Büros hielt allerdings oft nicht lange an. Schon damals gab es „Probleme mit dem Datenschutz“ beim Registrieren der Leute, die die Dienstleistungen eines Büros in Anspruch nehmen wollten. Die Einzelhändler beschwerten sich über das große Warenangebot, das in den Räumen der Büros gezeigt wurde und dass man sort direkt einkaufen konnte. Schließlich kamen die Büros auch immer wieder in Verdacht, politisch konträr zur Monarchie oder zur bestehenden Regierung zu agieren. Hatten die Büros am Anfang durch Plakate auf ihr Angebot aufmerksam gemacht, gab es schon bald Informationsblätter mit Anzeigen, daraus wurden schließlich Zeitungen, in denen zu den Anzeigen auch Artikel veröffentlicht wurden. Und dann war da noch das Problem der Bezahlung: Die Bevölkerung fanden die Büros sehr nützlich, doch für die Dienste zahlen wollten die Leute nicht. So mussten Büroeigentümer auch oft wegen mangelndem Geldes wieder schließen.

Kommt Ihnen das alles bekannt vor? Deshalb entschied ich mich auch für diesen Blogtitel. Das Buch bietet noch eine Reihe weiterer erstaunlicher Tatsachen rund um die Themen Medien und Kommunikation. Allerdings gab es auf den 175 Seiten auch viele Wiederholungen, welche Dienstleistungsangebote es in welcher Stadt gab. Das hätte man etwas straffer schreiben können, so blätterte ich manchmal etwas genervt ein paar Seiten weiter.

Nächster Blogeintrag kommt übermorgen am 14.6., passend zur Eröffnung der Fußball WM. 

 

 

Was sehen Sie- Die Auflösung

Haben Sie etwas erkannt?

Bei diesem Bild kann man den Schatten der linken Hand erkennen, wenn das Licht über die Schulter einfällt.

In diesem Bild versteckt sich ein Gesicht, ich habe es etwas skizziert.

Haben Sie bei diesem Bild zwei Tiere gesehen? Einen Esel und einen Seehund? (Die Ohren des Esels sind die Flossen des Seehundes, die Schnautze ist das Seehund-Gesicht)