Seine Eltern/Kinder kann man sich nicht aussuchen

Der Autor ist Vater eines 19jährigen Sohnes. Mit ihm hat er Kummer, denn der Sohn verhält sich nach seiner Ansicht nicht normal. Er hört permanent Musik, steht erst mittags auf und sein Zimmer sieht wie ein Saustall aus. Der Vater kommt an seinen Sohn nicht mehr heran, sie sprechen kaum miteinander und wenn sie miteinander reden, kommt es oft zu Meinungsverschiedenheiten. Und dabei hat der „Ernährer“ nur einen Wunsch: Sein Sohn soll mit ihm zusammen eine Wanderung unternehmen. Doch der Junge „hat keinen Bock“. Aus Frust und um sich abzureagieren, entwirft der Autor einen Zukunftsroman, in dem er als Brenno Alzheimer einer Armee von Alten vorsteht, die gegen die immer mächtiger werdenden Jungen kämpft. 

Das Ende des Romans? Es ist versöhnlich und das rettet aus meiner Sicht das Buch. Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in meiner Jugend war. Einige Lieblingsthemen der damals Erwachsenen, wenn es um Jugendliche ging:  Zottelhaare, Hirtenmäntel, die müffelten, bauchnabelfreie T-Shirts, Krachmusik, drogenverseuchte Arbeitsscheue, linkes Gesocks.

Mir gehen heutzutage Jugendliche manchmal auch gehörig auf den Wecker, aber ich glaube bei jedem immer noch an das Gute und kenne auch einige sehr positive Gegenbeispiele. Deshalb fand ich das Buch nicht so umwerfend wie viele Leser beim Erscheinen 2014.

Mein Musikbeitrag ist der Gegenpol zum Buch, denn hier erzählt ein Sohn über seinen Vater. Der Vater war Kommunist und da war das Leben für seinesn Sohn manchmal auch etwas speziell. 

Morgen gibt es wieder ein Wochenendrätsel, genauer gesagt, ein „Dings vom Dach“.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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