Wieder viele Minis

Momentan ist mein Ablegerkörbchen wieder ziemlich voll.

Links sehen Sie Ableger von diesem Gras- hält Trockenheit gut aus.

Haben Sie im Garten noch eine kahle Stelle? Gerne gebe ich Ableger ab, diese wachsen schnell.

Ein bisschen mehr Geduld muss man mit diesen Kleinen haben.

Der weiße Hibiskus hat sich sehr ausgesät, auch hier verschenke ich Ableger. 

Weiter im Angebot hätte ich noch rosablühenden Storchenschnabel, Waldmeister, Walderdbeeren und  violette Christrosen. Sind noch sehr mini, aber bei Ihrer guten Pflege…

Diese habe ich für mich ausgepflanzt, aber im Garten kann ich noch mehr ausbuddeln.

Bitte melden Sie sich bei Interesse.

Morgen erinnere ich Sie an ein Stück Kindheit…

Das mächtige Schweigen

Dieses Zitat las ich vorgestern in einem Buch.

Schweigen ist Beweisführung mit anderen Mitteln- Che Guevara

Mir kam sofort dieses Foto in den Sinn

Das Paar saß in der Nähe unseres Tisches in einem Straßencafé in Porto. Ich verstand nicht, worüber sie sprachen, doch führten sie eine lebhafte Diskussion, bei der ihr Minenspiel sehr bewegt war. Und dann saß sie plötzlich nur noch da und schwieg. Man könnte sich hier eine passende Geschichte ausdenken. Nehmen Sie das doch als Wochenende-Aufgabe,  während ich mich am Wochenende im Schweigen übe. Bis Montag und ein schönes Wochenende!

Stempel selber schnitzen

Auf den Internetplattformen Etsy oder Pinterest sieht man immer wieder handgeschnitzte Stempel. Genommen wird Holz, Linolium, Moosgummi oder eine Art Radiergummi. Ich finde diese Stempel teilweise sehr schön und ausdrucksstark und wollte deshalb wissen, ob ich solch einen Stempel auch herstellen kann.

Bei Amazon bestellte ich mir für gut 10 Euro dieses Starterset und fing dann mit dem Motiv des Vogels an. Man malt das Motiv auf das Gummimaterial und schneidet danach alles weg, was keine schwarze Stempelfarbe abbekommen soll.

Doch galt es bei den folgenden Stempel feinere Linien zu schnitzen und da merkte ich schnell, dass das schon etwas mit Üben und Geduld zu tun hat. Aber es machte sehr viel Spaß und ich war motiviert, endlich mal das Linoldruckset auszupacken, das ich mir vor 2 Jahren in einem Museumsshop gekauft hatte. Die Linolplatten lassen sich etwas schwieriger bearbeiten, aber auch hier hilft Übung weiter.

Dieses Buch habe ich mir gestern in der Bücherei ausgeliehen, mal sehen wohin es mich bringt.

Morgen schweige ich nicht zum Thema Schweigen…

Nachrichten aus dem Garten

Schon lange habe ich für diese Kategorie nichts mehr geschrieben, aber jetzt haben sich wieder so einige Gedanken angesammelt.

Thema Gartencenter: Letzte Woche bekam ich ein Weihnachtsmann-trifft-Osterhase-Gefühl: Wurde doch tatsächlich am 5.7. schon verstärkt die neue Herbstbepflanzung präsentiert mit neuen Züchtungen! Gut, wenn das Gartencenter meint, es müsste so handeln, dann soll es mir auf der anderen Seite auch recht sein. Große Stauden, die größtenteils schon abgeblüht sind, die aber durchaus auch noch eine zweite Blüte bekommen können und nächstes Jahr wiederkommen, wurden für 3 Euro/Stück verschleudert. Da musste ich mich eindecken, genau mit den Blumen, die mir die Schnecken komplett weggefressen haben. Mal sehen, ob sie diese Pflanzen auch komplett verschlingen.

Thema Schnecken: In meinem Garten wachsen verschiedene Sorten von Storchenschnäbel und diese wurden von Schnecken alle verschont. Nun habe ich Folgendes probiert:

Vor diesen Sonnenhut-Blumen und mitten in den Storchenschnäbel-Pflanzen habe ich verschiede Astern eingebuddelt.

Vielleicht werden diese jetzt vor Schnecken geschützt und haben die Chance, 80 cm hoch zu werden, um später die verblüten Sonnenhut Pflanzen zu verdecken.

Nachtrag vom 2.11.18: Die Astern haben es geschafft!

Thema Geranien: Bienenfreundlich sind sie nicht, diese Blumen. Deshalb kommen auch keine bei mir in den Blumenkasten. Bisher…Es gibt eine Geraniensorte mit Apfelduft und diese hat kleine Blüten. Da brummt es! 

Apropos Bepflanzung von Blumenkästen: Hier mein Vorschlag für Sonne/ Halbschatten mit Lavendel, Salbei, Cosmea, Verbene, Glockenblume und blauem Gänseblümchen. Wird von Bienen, Schmetterlingen und Hummeln auch gerne besucht

 

Morgen erzähle ich etwas darüber, wie ich Stempel selbst geschnitzt habe und so zum Linolschnitt gekommen bin.

George Bernard Shaw- der Selfiemann (Ostseetipp Nr. 4)

Wohl kaum bekannt ist die Tatsache, dass der Literatur-Nobelpreisträger Georg Bernhard Shaw auch ein großer Fotograf war. Es gibt ein Archiv mit über 20000 Bildern und in Lübeck wird im Günter-Grass-Haus z. Zt. eine Auswahl gezeigt. Schon beim Betrachten der ersten Fotos dachte ich:“Meine Güte, was hätte Herr Shaw sein Handy geliebt!“ Shaw fotografierte sich sehr gerne selbst, oftmals auch unbekleidet und ab und zu blitzt eine Portion Selbstironie durch. Seine Landschaftsaufnahmen fand ich sehr stimmungsvoll, begeistert war ich auch von den Porträts seiner Freunde, wie z.B. von Rilke oder Rodin. Die Fotoausstellung läuft noch bis zum 9. Oktober 2018.

Von der Ausstellung inspiriert, las ich danach die Texte dieser beiden Theaterstücke.

Magnus, der König von England, soll Kaiser von Amerika werden, denn die Vereinigten Staaten wollen nicht länger unabhängig sein, sondern wieder in die Monarchie heimkehren. Dem König kommt dieses Anliegen gerade  nicht recht, denn ihm ist vom Kabinett ein Ultimatum gestellt worden. Magnus, hochgebildet, Gentleman und politisch sehr interessiert, hat es sich in der Vergangenheit nicht nehmen lassen, in seinen Reden Kritik an der Regierung zu üben, Verbesserungsvorschläge zu machen oder zumindest an den gesunden Menschenverstand zu appellieren. Der Premierminister und seine männlichen Kollegen sind darüber äußerst erbost und wollen dem König einen Maulkorb anlegen. (Ultimatum: Der König soll schweigen, sonst tritt das Kabinett zurück). Allein die zwei Ministerinnen sind dem Monarch gewogen und halten seine Einmischung für positiv überdenkenswert.

Als das Ultimatum abläuft, macht der König den Ministern einen unerwarteten Vorschlag. Er will abdanken und seinem Sohn den Thron überlassen, da dieser politisch völlig desinteressiert ist. Er selbst wird zu einem Bürgerlichen, der sich um einen Platz im Unterhaus bewirbt, vielleicht eine neue Partei gründet und eines Tages dann vielleicht auch Premierminister wird. Können Sie sich die Reaktionen der Minister vorstellen?

Ein wunderbares Theaterstück mit vielen kleinen und großen Seitenhieben auf die Monarchie, die Politik, die Wirtschaft und…dem Zusammenleben von Mann und Frau.

“Helden“ ist eine leichtere Kommödie, aber auch so nett wie „Pygmalion“. Da ich momentan etwas Zeitmangel habe, übernehme ich die Inhaltsangabe von Wikipedia.

Das Theaterstück spielt während des Serbisch-Bulgarischen Krieges im Jahre 1885. Der in serbischen Söldnerdiensten stehende Schweizer Artilleriehauptmann Bluntschli wird mit seinem Geschütz vom bulgarischen Kavallerieoffizier Sergius und dessen Reitern angegriffen. Da Bluntschli den falschen Munitionstyp mitführt, gelingt die eigentlich selbstmörderische Attacke, und der Schweizer flieht vom Schlachtfeld. Er gerät dabei in das Haus von Raina, der Verlobten von Sergius. Raina versteckt den offenbar harmlosen Mann, der aus seiner Kriegsunlust keinen Hehl macht und „wie jeder erfahrene Soldat“ in seiner Patronentasche lieber Schokolade als Munition mit sich trägt. Weil ihm erstere aber gerade ausgegangen ist, versorgt Raina ihn mit Nachschub und borgt ihm für die Flucht eine Jacke. Als der Hauptmann diese nach Ende des Krieges zurückbringt, ist Sergius bereits im Triumph aus der Schlacht zurückgekehrt, und nun fordert er Bluntschli zum Duell. Das weiß dieser jedoch zu verhindern, indem er droht, den wahren Verlauf der Schlacht zu verraten, dass Sergius nämlich nur gewonnen habe, weil Bluntschlis Kanone versagte. Weil die fesche Magd Louka schon seit einiger Zeit Rainas Misstrauen in den alten Haudegen geschürt hat, finden letztlich Bluntschli und Raina zusammen, die Magd bekommt ihren Sergius, und somit endet alles in Wohlgefallen.

Morgen nehme ich Sie mal wieder mit in meinen kleinen  Garten.

Die Schloss-Lösungen

 Hinter diesem Schrank versteckt sich eine moderne Toilette mit Waschbecken.

 Das Besondere an diesen Eutiner Stühlen ist, dass sie die ersten waren, bei denen die Armlehnen ein solche Knick eingearbeitet ist.

 Diese Zeichen auf dem Boden stellen die perfekte Fußhaltung für einen Knicks dar. Sie fand ich vor dem Bett des Schlossherrn…

So, genug vom Leben am Hofe. Morgen erwartet Sie ein peppiger Song. der Sie hoffentlich gut in die Woche starten lässt.

 

Drei hoheitliche Rätsel

Der Besuch des Eutiner Schlosses inspirierte mich auch bei der Suche nach Fragen für das Wochenendrätsel. So stand beispielsweise dieser Eckschrank in einem Raum. Was versteckt sich dahinter?

Dann zeigte man uns stolz die „Eutiner Stühle“, deren Design im Schloss erfunden wurde. Was ist das Besondere an diesen Stühlen?

Ja und dann sind da noch diese Zeichen auf dem Boden… Was bedeuten sie?

Morgen Abend bringe ich Erleuchtung…

Auf Wiedersehen Kohlebergbau- hallo Papier!

Als „Papierfrau“ war das Lesen dieses Buches für mich obligatorisch.

Das Titelbild ist doch wunderschön, oder? Man versinkt in die Welt der japanischen Papierkunst, ist quasi im Papierparadies. Konsequenterweise beginnt das Buch auch mit der Geschichte der Papierherstellung im alten China, wo der Autor Höhlen besucht, in denen man Papier gefunden hat, das aus der Zeit 2000 Jahre v.Chr. stammt und damit wohl der älteste Papierfund der Welt ist. Der Leser reist kurz nach Ägypten und dann nach Japan, wo es noch einige wenige Menschen gibt, die die traditionelle Herstellung von Papier beherrschen und in Japan damit zum „Lebendigen Kulturschatz“ ernannt wurden. (Altes Handwerk als Kulturschatz zu ehren und zu schützen-welch großartige Idee!) Diesen Teil machen aber nur die ersten 50 Seiten aus. Papier im arabischen und europäischen Mittelalter sind die Themen der nächsten Kapitel. Auch dies ist sehr kurzweilig zu lesen. Wir lernen beispielsweise, dass Enzyklopädien keine Erfindungen der Neuzeit sind, sondern es im 12.Jahrhundert im arabischen Raum bereits diverse umfangreiche Lexika gab. Auf der anderen Seite wurde Papier zu der damaligen Zeit auch als Teufelswerk angesehen.

Angekommen in der Neuzeit, wird das Buch dann noch abwechslungsreicher und teilweise richtig spannend. Wie wurde z.B. Zigarettenpapier erfunden? Ein wunderbares Beispiel zum Thema Bürokratie im 18. Jahrhundert gibt der Autor, indem er die französische Verordnung zu den verschiedenen Papiersorten abdruckt. Und dann sind da noch die Ausblicke in die Zukunft des Papiers. „Die Zechen der Zukunft werden die Zonen gr0ßer Konsumentenansammlungen sein“ ist ein Zitat aus dem Buch. Welche Möglichkeiten der Papierherstellung und Papierverwendung heute erforscht werden, das ist mutmachende Science Fiction im besten Sinne.

***** für dieser Buch!