Brontë Erinnerungen

Samantha Whipple ist die letzte Nachkommin der berühmten Brontë Schwestern. Sie geht, dem Wunsch ihres Vaters folgend, auf das Old College in Oxford und studiert Literaturwissenschaft. Ihr Leben dort ist nicht einfach. Ihr Zimmer in einem alten Turm ist feucht, ohne Fenster und sehr spartanisch eingerichtet. Einmal pro Woche wird eine Touristengruppe durch ihr Zimmer geschleust, denn vor Samantha haben viele berühmte Studenten das Zimmer bewohnt. Ihr Tutor ist ein junger Professor, der sehr eigene Vorstellungen von Literaturkonzeption hat und beide geraten oft aneinander. Das Schlimmste allerdings ist die Tatsache, dass man gegen Samanthas Willen sie als Erbin der Brontë Schwestern outet. Sie rückt dadurch in den Focus rückt bei der Frage, ob sie Erbstücke der Brontës zurückhält, die für die Literaturforschung von großer Wichtigkeit sind, da sie in den Brontë-Büchern erwähnt werden. Samantha weiß von nichts, doch dann tauchen plötzlich Brontë-Bücher bei ihr auf, die ihrem Vater gehörten und die bei einem Brand, bei dem der Vater ums Leben gekommen ist, als zerstört galten. Samantha kennt die Brontë Bücher fast alle in- und auswendig, doch sie liest die väterlichen Ausgaben erneut, da er viele Randnotizen gemacht hat. Findet sie Hinweise auf die Erbstücke?

Das Buch machte mich noch einmal zu dem jungen Mädchen, das vor langer Zeit die Brontë Bücher gelesen hat und sich nun erinnerte. Ich litt mit Samantha, deren schweres Erbe sie fast aus der Bahn geworfen hätte, wäre da nicht der gut aussehende und auch geheimnisvolle Professor gewesen. Hört sich schön kitschig an, oder? Aber ganz so ist es nicht, denn es gibt diverse Diskussionen zwischen der Studentin und ihrem Mentor, wie man ein Buch richtig liest und interpretiert. Das ist schon ein ganzes Stück anspruchsvoller, so dass mich das Buch wegen dieser „Mischung“ gut unterhalten hat.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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