Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Kategorie: Es gibt Momente…
Es gibt Momente, in denen ich mich besonders freue, staune, schmunzle, erleichtert oder dankbar bin. Die Summe dieser Momente wiegen ärgerliche Zeiten auf, man muss sie nur wahrnehmen und sich ab und zu bewusst machen.
Zu diesem Thema haben sich berühmte Menschen geäußert. Wer sagte was?
-Am liebsten erinnern sich Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten. -Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann. – Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob. -Witze kann man nur dann aus dem Ärmel schütteln, wenn man sie vorher hineingesteckt hat. -Der Humor ist der Regenschirm der Weisen
Zur Auswahl stehen fünf richtige und fünf falsche Namen: Anton Tschechow, Carolin Kebekus, Jürgen von der Lippe, Christian Morgenstern, Erasmus von Rotterdam, Senta Berger, Rudi Carell, Erich Kästner, Marlene Dietrich, Aristoteles
Alles ist diesem Jahr durcheinander gewirbelt, doch der Weihnachtsstern bleibt… Unbeschwert sein- das ist mein herzlich gemeinter Wunsch für Sie und Ihre Familie für die Weihnachtstage ⭐️?⭐️ Haben Sie eine schöne Zeit!
Am Samstag stellte ich meinen kleinen Weihnachtsvorfreudetisch vor. Ich bekam für diesen Beitrag einigen Zuspruch per Mail, deshalb zeige ich Ihnen auch noch den zweiten Tisch.
Er ist in den letzten Tagen immer voller geworden, denn auch hier sammle ich alles, was mir über die Feiertage Freude bereiten wird. Das sind nicht nur das Geschenkeauspacken und Weihnachtspostlesen, Bücher fürs Sofa liegen natürlich auch bereit. Sie sehen auf dem Foto ein 1000 Teile Puzzle, mit denen wir uns einige Abende vergnügen werden. Dahinter eine Weihnachtsplatte, die neue LP von Chilli Gonzales. Sich hinsetzen, in Ruhe hören, dazu vielleicht ein paar leckere Weihnachtsplätzchen (Keksdosen links und rechts) mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Glühwein (siehe Flasche) schnabulieren, ist das eine schöne Aussicht? Last and least ein paar DVDs , wenn unsere Augen keine Puzzlesteine mehr sehen oder Buchseiten lesen können.
Ganz links liegt neben der Keksdose eine meiner Lieblingspostkarten. Abgebildet ist ein lächelnder (!) Engel, der die Besucher am Eingang der Kathedrale in Reims begrüßt.
Als wir im Hunsrück Urlaub machten, kannten wir diese Sendung noch nicht, doch war unsere Begegnung mit dem Glan ein Highlight für mich.
Seit Jahren gab es einen Running Gag zwischen meinem Mann und mir: Ich wünschte mir schon so lange, einen Eisvogel in natura zu sehen und bei jedem Fluss, in dessen Nähe wir kamen, brachte ich meinen Spruch an:„Ich finde, dass das hier ein typischer Eisvogel-Fluss ist!“ Mein Mann nahm mich dementsprechend nicht wirklich ernst, als ich meinen Spruch dieses Mal aufsagte. Und dann sah ich ein schillerndes Blau….
Dieses Foto habe ich nicht selbst gemacht, es wurde mir von Herrn Takashi Yanagisawa zur Verfügung gestellt
Auch mein Mann konnte sich gar nicht von dem Anblick lösen. Erst sonnte der Vogel sich, dann tauchte er, ordentliches Federputzen folgte…wunderschön! So wird der Glan in meinem Herz für Flüsse immer einen ganz besonderen Platz einnehmen. Dass ich damit nicht alleine bin, sieht und hört man auch in der Fernsehdokumentation. Menschen aus ganz unterschiedlichen Regionen hat es an den Glan verschlagen, um hier etwas Neues auszuprobieren oder einfach so zu leben, wie man immer schon wollte. Schöne Lebensgeschichten findet man hier. An den Glan kamen wir bei einem Spaziergang durch Meisenheim. Durch dieses Städtchen weht noch mittelalterliche Geschichte, denn es wurden nur wenige Gebäude zerstört. Wer in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, sollte mindestens einen halben Tag einplanen.
Die evangelische Schloßkirche mit einer Orgel aus dem 18. Jahrhundert der Brüder Stumm. (Rechts oben). Sehr empfehlenswert ist das „Café Meisentörtchen“ mit köstlichem Kuchen. (Mitte). In Meisenheim fielen mir diverse originelle Blumenbepflanzungen auf.(Unten rechts).
Eigentlich wollte ich mit dem Glan-Beitrag die Hunsrück-Reihe enden lassen. Doch es gibt noch ein P.S., weil ich mich unwohl fühle, wenn ich nicht noch kurz auf dieses Hunsrücker Kleinod eingehe:
Einfach nur schnuckelig…
Alles Wissenswerte zu diesem besonderen Ort können Sie hier lesen:
Ich habe es ja schon gesagt: „Hunsrücker packen es an!“
Übermorgen gibt es wieder ein Rätsel, das Thema verrate ich Ihnen heute schon: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!
Während unseres Urlaubs im Hunsrück kamen wir natürlich auch nicht an dem Thema Wein vorbei. Zum ersten Mal probierte ich einen „Blanc et Noir“, einen Weißwein, der wie ein Rotwein mundet. Eine Neuentdeckung war für mich auch die „Faberrebe“. Der Wein gilt zwar als trocken, doch nicht im Sinne von staubtrocken, sondern süffig trocken.
Eine Art Jagdfieber packte mich, als ich in der ersten Straußenwirtschaft auf einer Weinkarte zwei Beschreibungen von Weinen entdeckte, an die ich sofort ein Kreativsternchen verteilte: “Aromenpingpong- charmant GEREIFT“ “Eine Sonate für die Seele und die Kehle“
Animiert von diesen beiden verbalen Lustmachern auf Wein suchte ich ab sofort weitere weinsprachliche Schätze und wurde auch fündig. Hier meine besten:
“KULTVERDÄCHTIG, ohne Allüren“ Die Zunge im Rebensaft planscht Ein Hohepriester unter den Roten Sublime Tropfen höhlen den Gaumen Der Rote Simpel-cooler Typ WIRBELWIND, pure Lust am Leben Ein Geschmacksknospenstreichler par excellence Ein roter Wonneproppen Strotzt vor Kraft, mit viel WUMMS Eine Kusshand aus dem Weinhimmel Druckvoll, geradliniger Fluss
Fluss….einen besseren Übergang gibt es nicht zu meinem nächsten Blogbeitrag am Freitag, in dem ich über den Glanfluss schreibe.
Noch Stille bei den Vögeln, ein paar Sterne blinken mich an. In einer Siedlung legen die Bewegungsmelder eine Extraschicht für mich ein. Hinter einem hellen Fenster sitzt ein Mann an einem Küchentisch und starrt auf den Bildschirm seines Laptops. Ihm scheint warm zu sein, in meiner Augenhöhe hat er nichts an. Eine Amsel meldet sich, aber sie erhält noch keine Antwort. Auf der Hauptstraße knattert eine Vespa vorbei und hinterlässt ihren typischen Benzingeruch. Ciao Napoli! Auf dem Rückweg kommt mir eine Frau entgegen. Meinen Morgengruß erwidert sie nicht, aber ihr dreibeiniger Hund schaut mich herzig an. Leere Busse haben es eilig und verzichten auf Geschwindigkeitsbegrenzungen. Fast wieder zuhause, kreuzt ein Jogger meinen Weg. Er telefoniert. Um 10 Uhr wird er sich mit Uwe im Konferenzraum treffen. Der Tag hat begonnen.
Die frische Morgenluft ist die erste Dusche an diesem Tag. Gehe los und störe zwei Amseln, die sich schon angeregt über ihre Träume unterhalten. Stille. Ein paar Schritte weiter sitzt ein stattlicher Hase und sieht mich an. Soll er weglaufen? Er bleibt sitzen. Stille, wäre da nicht das Geknirsche unter den Schuhen, wenn man auf einem Feldweg läuft. Eine alte gebrechliche Frau kommt aus einem Bauernhaus und holt die Tageszeitung aus dem Briefkasten, lächelnd wünscht sie einen guten Morgen. Ein paar Gänse fliegen am Himmel- gen Süden? Ein Baby weint hinter einem halbhochgezogenen Rolladen, fast wird es überstimmt von Spatzen, deren Geschilpe im Hinterhof widerhallt. Stille, bis eine Taube auf einem Schornstein zu gurren anfängt, einer Alternative zu einem Wecker, wenn das Schlafzimmer in der Nähe ist. Stille. Betörender Duft von Lindenblüten- ich bleibe stehen und genieße den Sommer. Fast schon wieder Zuhause, lacht mich die erste reife Brombeere an. Sie ist süß.
Letzte Woche war Weihnachten zweimal ein Thema für mich. Beim Schreiben war ich mir schon ein bisschen unsicher, ob das nicht doch ein bisschen zu weit hergeholt ist. Nö!
Gestern entdeckte ich auf der Düsseldorfer Straße in DU-Kaldenhausen auf einem Spaziergang diese Werbung:
Und dann schickte mir eine Leserin diese Geschenkidee für Weihnachten, andere scheint das Thema auch zu bewegen?
Wenn Sie in diesen Corona-Zeiten schon auf Galgenhumormodus umgeschaltet haben und mit guter Laune und Optimismus nichts mehr anfangen können, hier ein Extrabeitrag für Sie:
In unserer Sprache finden bereits die ersten Veränderungen statt. Wer heute z.B. Klinken putzt, hat jetzt sicherlich ein besseres Ansehen…
Mein Mann und ich waren am gestrigen Morgen im T-Slot. ( „Copyright“ auf das Wort Linda Broszeit). Wir waren just in dem Moment in einem Supermarkt, als eine Toilettenpapierlieferung (meine Rechtschreibprüfung zeigt an, dass sie dieses Wort nicht kennt!) eingeräumt wurde. In Windeseile war das Regal leergeräumt, zumeist von Legasthenikern (es gab einen Hinweis auf knallrotem Papier, nur zwei Packungen mitzunehmen). Die Kassiererinnen machten frustrierte Mine zum bösen Spiel.
Und dieses Fundstück machte ich gestern früh in einem 1-Euro-Laden.
Entweder besitzt die Person, die diesen Laden managt, kein Fingerspitzengefühl oder sie ist eine Verkäuferin am Puls der Zeit und hat den Sensenmann bewusst für ihr Corona-Party-Klientel platziert.
War Ihnen das jetzt doch zu düster?
Gerechterweise muss ich sagen, dass es in diesem Laden auch stimmungsaufhellende Kisten gab.
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