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Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)

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Von Tours aus fuhren wir gen Osten Richtung Vouvray. Stellvertretend für diverse kleine Weindörfer sahen wir uns dieses kleine Städtchen an. An mehreren Plätzen stehen Infotafeln über die Geschichte und über die Besonderheiten des Ortes. Da das Wetter es nicht gut mit uns meinte, hier nur ein paar Eindrücke:

In der Nähe von Vouvray liegt das Chateau de Bourdaisiére. Das Schloss ist heute ein Hotel, dessen Räume man sich teilweise gegen Eintritt ansehen kann. Das Tickethäuschen war noch geschlossen, also besuchten wir nur Keller, Park und Souvenirladen.
Im Keller werden Ausstellungen präsentiert.

Das Schloss ist auch bekannt für seine Tomaten. Über 400 Sorten werden im schlosseigenen Gemüsegarten angebaut und im Souvenirladen findet man viele Produkte, die sich dem Tomatenthema annehmen. Besonders beeindruckend das Angebot an verschiedenen Tomatensamen, Tomatensäften, Seifen und Parfüms mit Tomatenduft.

Drei Tage in Tours haben unsere Liebe zu Frankreich wieder aufgefrischt. Wir hatten eigentlich noch geplant, nach La Rochelle ans Meer zu fahren, mussten aber nach Hause zurück. So freuen wir uns jetzt schon auf den zweiten Teil der Reise, der irgendwann nachgeholt wird.

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Heute wird die Frankfurter Buchmesse eröffnet. Früher war dieses Datum für mich sehr wichtig, deshalb heute ein Erinnerungsbild.

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Endlich eine französische Skype Sprachfreundin und ein Konzert besuchen, das waren die beiden Antriebsfedern, die uns nach Tours an der Loire führten. Wir waren gespannt, denn Tours ist eine der beliebtesten Städte in Frankreich und ist Partnerstadt der Duisburger Deutsch-Französischen Gesellschaft. (Die Sprachfreundin habe ich durch das Tandemprojekt der Gesellschaft kennengelernt). Der erste Eindruck: Eine weiße Stadt, wie die meisten Städte und Schlösser an der Loire. Bei einem ersten Spaziergang machte es Spaß, weiße Details zu fotografieren:

Die Stadt ist zweigeteilt. Östlich der Hauptteinkaufsstraße, der Rue Nationale, geht es ruhig und beschaulich zu, westlich davon befindet sich die rummelige Altstadt mit der modernen Markthalle, die Kirche St. Martin mit dem Grab des heiligen Sankt Martin und dem schönsten Platz, dem Place Plumerau mit vielen Restaurants. Wir besuchten die verwinkelten Gässchen und erfreuten uns an den alten Holzhäusern aus dem 15. Jahrhundert.

Die Rue National gefiel uns nicht, wir fanden sie steril in der Architektur und auch in der Auswahl der Geschäfte (Filialen der großen Ketten).

Allerdings gibt es am Anfang der Straße ein Museum, dessen Besuch ich unbedingt empfehle. Es heißt „Musée du Compagnonnage “ und zeigt alte Handwerktraditionen. In einem großen Raum mit diversen Vitrinen kann man sich die Nase platt drücken. Nur ein paar Eindrücke von vielen:

Ein paar Schritte vom Museum entfernt liegt die Loire mit der alten Wilson Brücke. Am Ufer des Flusses lässt es sich schön promenieren.

Der Ostteil der Stadt wird dominiert von der Kathedrale Sankt Gatien. Gotik in Reinform mit wunderbaren alten und modernen Kirchenfenstern.

Ein weiterer Besichtigungspunkt ist in diesem Viertel das Museum der schönen Künste. Dieses Museum wirbt zwar damit, dass man sich dort Bilder von Rembrandt, Monet oder Degas ansehen kann, aber das hat das Museum gar nicht nötig. Es bietet eine spannende Auswahl an nicht so bekannten Künstlern.

Weitere Entdeckungen waren die Rue de la Scellerie und die Rue Colbert mit kleinen Fachgeschäften und diversen Restaurants und Bars. Am ersten Abend waren wir eingeladen in das „Mao“ Restaurant auf der Avenue de Grammont. Der Name ist zwar chinesisch, die Küche aber thailändisch-französisch. Wir haben sehr gut gegessen.

Am zweiten Abend besuchten wir ein Konzert der Analogues, ein Konzert, das in Deutschland aus verschiedenen Gründen viermal abgesagt worden war und wir nun hier die Chance nutzten unsere alten Tickets einzulösen und die Gruppe zum dritten Mal zu sehen. Wieder ein „Erste Sahne“ Konzert. (Besprechung des ersten Konzerts s.u., dieses Mal spielten die Gruppe u.a. die Platte „Abbey Road“). Das Konzert fand im Centre International de Congrès Vinci statt, einer sehr modernen Halle direkt gegenüber des altehrwürdigen Bahnhofs.

Nach dem Konzert machten wir noch einen kleinen Rundgang und kamen am Rathaus und am Justizpalast vorbei.

Tours bietet sich für ein langes Wochenende oder als Standort für eine Besichtigung des Loiretals bestens an. Da wir unsere Reise abbrechen mussten, kann ich Ihnen am Donnerstag nur einen kleinen Appetithappen für einen Loire-Aufenthalt bieten.
Auf dem Weg nach Tours gerieten wir auf der Pariser Périphérique in einen Stau. An einer Stelle, wo Auf- und Abfahrten sich kreuzten, quasi in einem „Spaghettiknoten“ , befand sich eine winzige Grünfläche, auf der ein blaues kleines Zelt stand. Vor dem Zelt saß ein Mann unbestimmten Alters, neben ihm ein rostiger Einkaufswagen mit seinen Habseligkeiten. Um ihn ein unglaublicher Lärm, ganz zu schweigen von der schlechten Luft. Er starrte die Autos an, starrte mich an…

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und…

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