Ein geschenkter Tag-Nr. 2

Hier nun die kurze Buchbesprechung, passend zu meinem gestrigen Tag.

 

Simon und seine Frau Carine fahren zu einer Hochzeit in der Verwandschaft. Auf dem Weg dorthin nehmen sie die beiden Schwestern von Simon mit. Damit ist der Frieden im Wagen vorbei, denn Lola und besonders Garance sind das genaue Gegenteil von Simons Ehefrau. Carine ist Apothekerin, ordnungs- und anstandsliebend, die beiden Schwestern bekommen nach bürgerlichen Regeln ihr Leben nicht in den Griff. Die drei Frauen streiten sich, giften sich an, so dass der ansonsten so friedliebende und besonnene Simon am Ende der Fahrt schon genervt ist. Das verstärkt sich noch, als er die Begrüßungen der arroganten Verwandschaft über sich ergehen lassen muss und er erfährt, das Vincent, sein geliebter kleiner Bruder, nicht kommen kann, weil er ein Schloss hüten muss. Völlig überraschend macht er seinen beiden Schwestern den Vorschlag, zu Vincent zu fahren und die Hochzeitsgesellschaft zu verlassen. Die beiden Frauen sind begeistert und so fahren die drei zu Vincent. Dort verbringen die vier Geschwister einen geschenkten Tag voller besonderer Momente…

Auf 150 Seiten eine wunderbare leichte Komödie voller Poesie- typisch französisch und deshalb wäre zur Lektüre ein Gläschen Champagner gar nicht so verkehrt!

Ein geschenkter Tag Nr. 1

Vorletzte Woche fiel ein Termin bei mir aus und plötzlich hatte ich einen ganzen freien Tag. Einen geschenkten Tag. Ich beschloss, nach Dortmund zu fahren, um mir dort den Phoenixsee anzusehen, von dem ich schon so viel gehört hatte. Nach einer Stunde Fahrzeit (jetzt in den Sommerferien ist der Ruhrschnellweg erträglich) war ich da und es war wie im Urlaub. Diverse Déjavus gingen mir durch den Kopf. Ein bisschen Mallorca, ein bisschen Ostsee, ein bisschen…Das Auto parkte ich in der Hörder Hafenstraße, dann fuhr ich mit dem Rad am Südufer entlang. Hier ein paar Eindrücke:

Sehr angenehm: Fußgänger und Radfahrer haben getrennte Wege, wenngleich das nicht immer so ganz ernst genommen wird.

Am Ende des Sees trifft man auf die Emscher, die hier schon fast komplett renaturiert wurde. Entlang der Emscher führt der Emscherweg für Fußgänger und Radfahrer und ich kam aus dem Staunen nicht heraus, wie schön der Emscherverlauf war. Viele Wildblumen und Vögel, mein Herz ging auf!

Ich fuhr auf dem Weg bis nach Aplerbeck zum barocken Wasserschloss Haus Roderberg. Hier gibt es ein griechisches Restaurant und Café, alles umgeben von einem kleinen Park mit ein paar witzigen Skulpturen. Aplerbeck hat auch einen netten Marktplatz, wo man ebenfalls draußen etwas trinken und essen kann.

Hier entdeckte ich zu meinem Glück einen Bücherschrank. Ich wollte am See noch ein bisschen Picknick machen und hatte vergessen, mir etwas zu lesen mitzunehmen. Welches Buch fand ich?

Von Aplerbeck fuhr ich wieder zurück, allerdings nicht an der Emscher entlang sondern über diverse Hügelchen mit schönen Weitblicken. Da hatte ich mir das Picknick dann auch verdient, am Nordufer gibt es viel Wiesefläche und dies war mein Blick vom Picknickplatz aus:

Nach der Pause war ich wieder voller Tatendrang und dachte mir: „Wenn ich schon mal in Dortmund bin…“. 10 Minuten Fahrzeit vom Phoenixsee zum Westfalenpark. Diesen hatte ich bisher zweimal besucht und mir fehlten noch Ecken, die ich nicht kannte. Also verbrachte ich dort noch 2 Stunden mit meinem Fotoapparat. Besonders bekannt ist der Park wegen seines großen Rosariums. Um die ganze Rosenpracht zu erleben, war ich allerdings zu spät dran, aber dafür empfingen mich jetzt die Dahlien und die Seerosen. Welche Farben!

 

Der Park hat noch andere Themenbereiche und dieses Mal entdeckte ich den ostasiatischen Teil, die Anlage für Amphibien und die Plätze, die sich mit „Naturgärten“ beschäftigten.

Ich verabschiedete mich vom Park bis zum nächsten Mal, da ich immer noch nicht alles gesehen habe. Als Eintritt in den Park werden 3,50 Euro erhoben, dieser Preis ist mehr als fair.

Mein geschenkter Tag…Was die Protagonisten im gleichnamigen Buch erlebt haben, das erzähle ich Ihnen morgen.

 

 

 

Wieder-unterwegs-Musik

Vor einigen Monaten hatte ich Ihnen schon Willi Nelsons „On the Road again“ vorgestellt, ein Lied, das mich immer in Aufbruchstimmung versetzt und ich am liebsten sofort losfahren würde. Hier nun ein ähnliches Lied, das ich gerne höre, wenn ich dann losgefahren bin. Wohin, das verrate ich Ihnen morgen.

Gefundene Vierergruppen

Ich hoffe, das Grübeln hat Ihnen genauso viel Spaß gemacht wie mir, hier sind meine Vierergruppen:

Kreuz, Pik, Herz, Karo
Die vier Elemente
Die vier Sterne im Sternbild Kassiopeia
Die vier Himmelsrichtungen
Paul, John, George und Ringo
Die 4 Beine verschiedener Säugetiere
Bass, Tenor, Alt, Sopran
Die 4 Evangelisten
Die 4 Reiter der Apokalypse
Die 4 Körpersäfte
Die 4 Winde Boreas, Zephir, Notos und Euros
Das musikalische Quartett
4 Ecken beim Rechteck oder Quadrat

Was habe ich vergessen? Bitte schreiben Sie mir einen Kommentar!

Immer nur zu viert

Heute habe ich folgende Denksportaufgabe für Sie: Überlegen Sie, was es auf der Welt immer nur zu viert gibt. Zwei Beispiele: Die vier Jahreszeiten oder die vier Blätter an einem Glückskleeblatt. Ich habe diese Aufgabe gestern durch Zufall in einem Roman gefunden und finde sie sympathisch herausfordernd- ich hoffe, Sie schließen sich mir an? 

Nun kommt die Grübelphase- bis morgen Abend!

Sturmwarnung

Wenn Ihnen an einem Tag mal der ein oder andere Mitmensch auf den Wecker geht,
wenn Sie mal einen Tag haben, an dem Sie sich selbst ziemlich leid tun,
wenn Sie am liebsten auf ein Schiff flüchten würden, um aufs Meer zu kommen, um durchzuatmen
wenn Ihnen mal nach einem Rachenputzer in Form eines Buches ist, dann ist dieses Buch genau richtig

Kapitän Schwandt ist 79, als er zusammen mit Stefan Kriecken, dem Inhaber des Ankerherz Verlages, dieses Buch schreibt. Er erzählt von seinem abenteuerlichen Leben, in dem er auf See und an Land sehr viel erlebt hat und bezieht Stellung zu heutigen Erscheinungen des Zeitgeistes. Dabei nimmt er kein Blatt vor dem Mund, schont sich nicht und andere erst recht nicht. Diese Textpassage aus dem Nachwort beschreibt es treffend:

Ich habe das Buch (191 Seiten mit ausdrucksstarken Fotos und Illustrationen) in einem Rutsch gelesen und danach ging es mir besser, denn hier hat jemand geschrieben, der Vieles auf den Punkt bringt, der meinem eigenen Punkt sehr nahe ist.

Ausflug in die Kindheit- eine Museumsperle im Ruhrgebiet

Ich habe den Eindruck, dass nur wenige Menschen im Ruhrgebiet das Essener Markt- und Schaustellermuseum kennen. Ich war im Winter des letzten Jahres dort. Es war draußen und auch in den Museumshallen kalt, aber die Hallentemperatur wäre jetzt um diese Jahreszeit ja eher ein Vorteil. 

Man kann dieses private Museum nur an bestimmten Terminen und mit Voranmeldung besichtigen (nächster Termin wäre der 5.8., weitere Infos siehe unter dem Link). Es gibt so viel zu entdecken und man hört von den Besuchern immer wieder „Weißte noch…..?“. Die Führung dauert ca. 2 Stunden und wurde bei uns von mehreren Personen durchgeführt. Am Anfang erfährt man auch viel über die Geschichte der Schausteller und Jahrmärkte im Ruhrgebiet. Das ist manchmal etwas trocken, aber das Wissen kommt einem beim weiteren Rundgang zu gute. Am Ende der Führung gab es bei uns heiße Getränke, nun wird es wohl was Frisches sein. Die ehrenamtlichen Begleiter waren mit viel Herzblut dabei und wussten ungeheuer viel, so dass wir nach den 2 Stunden eigentlich noch gar nicht weg wollten. Fotografieren durfte man nach Lust und Laune, so dass es für mich ein ganz besonders schöner Nachmittag war. Aber für Kinder ist es auch etwas ganz Besonderes.

http://www.schaustellermuseum.de/