Rund um das Wort „Draht“- Die Lösungen

Hier nun meine Auflistung von Wörtern und Redewendungen, die sich mit Draht befassen:

Drahtesel, Drahtgeflecht, drahtig, auf Draht sein, Drahtseilakt, einen guten Draht haben, Walzdraht, Drahtzieher, Drahtbesen, gut verdrahtet sein, Blumendraht, Lötdraht, Drahtzaun, Drahtkorb, Fliegendraht, Drahtgestell, nicht gut auf Draht sein, Profildraht, Drahtbürste, Stacheldraht, Drahtseilbahn, Drahthaardackel, Drahtrolle, Maschendraht, Drahtschlinge, drahtlos und Drahtrolle.

Ich hoffe, dass Sie noch gut auf Draht sind und vom Grübeln keine Kopfschmerzen bekommen haben. Zum Abschluß noch etwas Niedliches: Der kleinste Drahtesel der Welt, auf dem ein Mensch fahren kann. Von 1950, ca. 25 cm groß, gesehen im Drahtmuseum in Altena.

Morgen gibt es eine Kombination aus kulinarischen Momenten und eine passende Buchbesprechung dazu.

 

 

Sind Ihre grauen Zellen drahtig?

Wenn ja, dann holen Sie sich jetzt ein Blatt Papier und einen Stift und schreiben alle Wörter und Redewendungen auf, die „ draht“ beinhalten. Es gibt da einige!

Morgen Abend kommen meine Lösungsvorschläge, vielleicht gibt es dann bei Ihnen das ein oder andere „Ach ja!“.

Ganz schön auf Draht- Altena Teil 2

Gestern erwähnte ich den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein,   der letzte Woche wegen seiner Flüchtlingspolitik einen Preis von den Vereinten Nationen verliehen bekam. Dies passt zu Altena, denn hier gab es auch die erste Jugendherberge der Welt!  Wikipedia schreibt dazu:

Jugendherbergen entstanden ab Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Jugendbewegung als Unterkünfte für junge Menschen, Jugendgruppen und Schulklassen. Am 26. August 1909 hatte Richard Schirrmann, ein Lehrer an der heutigen Richard-Schirrmann-Schule in Altena, erstmals die Vision einer Jugendherberge.[1] Die Idee wurde von ihm in seiner Schule 1911 realisiert.[2] Dieses Provisorium wurde 1912 durch eine Jugendherberge auf der Burg Altena oberhalb der Stadt ersetzt, die heute als Teil des Museums der Burg Altena im Original zu besichtigen ist.[3] Daneben besteht auch heute auf der Burg Altena eine Jugendherberge. 1911 gab es bereits 17 Jugendherbergen, 1921 etwa 1300 und 1928 rund 2200. Sie hatten häufig große Schlafsäle und wenige kleinere Zimmer für die Betreuer.

Wir besichtigten die Burg, die aber nicht nur Einblicke in das frühe Jugendherbergsleben gibt, sondern auch ein umfangreiches Heimatmuseum hat, dessen Räume einen ganzen Burgflügel einnehmen. Man sollte Zeit mitbringen…Ein Raum war für mich eine wahre Fundgrube für zukünftige Quizfragen…

Tipp 1: Wenn Sie bei einem Ausflug die Burg besichtigen und Sie danach sich mit Essen stärken möchten, gehen Sie nicht in das Burgrestaurant. Das Beste dort ist die Aussicht von der Terrasse aus, aber die Organisation von Bedienung und Küche ist sehr verbesserungswürdig und anscheinend schmeckt das Essen auch nicht so toll. (Wir haben gar kein Essen bekommen, aber an Nachbartischen sahen wir, dass mehrere Teller noch halbvoll wieder zurück gingen).

Tipp 2: Wenn Sie auf die Idee kommen sollten, an einer der nahegelegenen Talsperren Kaffee trinken zu wollen, suchen Sie sich ein anderes Café-Ziel. Wir klapperten drei Talsperren ab, alle boten schöne Spazierwege an, aber keine Möglichkeit zur Einkehr.

Tipp 3: Momentan begleitet mich dieses Hörbuch beim Bügeln.

Es ist die Geschichte einer Familie in Altena, die vom Drahtgeschäft lebt. Der Roman beginnt mit der Währungsreform und endet 1989. Von den 17 Stunden des Hörbuches habe ich bisher drei gehört und es gefällt mir gut. Es ist nicht nur eine Familiegeschichte, sondern auch eine Reise in die Nachkriegszeit.

Als Abschluss des Altena „Kapitels“ wird die morgige Aufgabe für die grauen Zellen etwas mit unserem Ausflug zu tun haben.

Ganz schön auf Draht- Altena Teil 1

…ist man in Altena im Sauerland.

Letzte Woche noch war von der kleinen Stadt mit ca. 17000 Einwohnern in allen Medien zu lesen und zu hören, denn dem Bürgermeister von Altena wurde für sein Engagement bei der Aufnahme von Flüchtlingen  von den Vereinten Nationen der Nansen-Flüchtlingspreis verliehen. 

Wir waren Anfang September dort, denn in Altena sind mehrere Firmen ansässig, die sich der Drahtherstellung widmen. Es gibt ein Drahtmuseum und das 

wollten wir uns ansehen. Obwohl mein Mann beruflich mit der Branche zu tun hat, war mir selbst bis dahin nicht so klar, wie sehr wir in unserem Leben von Draht abhängig sind. In dem Museum gibt es mehrere Räume zum Thema Draht im Alltag. Hier ein paar Beispiele:

Auf dem großen Bild sieht man eine Supraleiter

Es wird auch auf die Anfänge der Drahtherstellung eingegangen und wie sich diese im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. 

Sehr gut gefiel mir der Raum mit Kunstwerken aus Draht. Obwohl nur einige Ausstellungsstücke zu sehen sind, zeigen auch diese, wie vielfältig man Draht einsetzen kann.

Wir bummelten nach dem Museumsbesuch ein bisschen durch die Fußgängerzone und tranken einen Kaffee- das Thema Draht ist auch hier allgegenwärtig…

 

Bäume aus Drahtseilen

Leerstehende Ladenkokale gibt es natürlich auch hier, dazwischen aber auch Zeitzeugen vom Wohlhaben der Drahtfirmen.

Altena hat noch eine zweite Sehenswürdigkeit. Es gibt dort eine Burg mit der ersten……? Wer weiß es? zu besichtigen und davon erzähle ich morgen.

 

 

Alte Songs neu gehört

Ich habe einen Neuzugang in meiner Werkstatt: Einen CD-Player! Nun habe ich angefangen, meine alten CDs abzuspielen, die ich seit 10, 20, 30 Jahren nicht mehr gehört habe. Ob mir alle noch so gefallen werden wie früher?

Hier eine CD aus dem Jahr 1980. Optimale Musik, um vor sich hinzuwerkeln.

Ein Beispiel:

Morgen „nehme ich mir frei“, übermorgen erzähle ich von einem interessanten Ausflug ins Sauerland.

Möchten Sie die Zeit anhalten?

 

Tom Hazard, Anfang 40, ist Geschichtslehrer an einer Londoner Schule. Er hat permanent schlimme Kopfschmerzen, denn seine Erinnerungen an Vergangenes belasten ihn sehr. Es sind viele Erinnerungen, denn Tom ist in Wahrheit über 400 Jahre alt. Seine Mutter wurde als Hexe ertränkt, er spielte Musik in Shalespeares Theater, fuhr mit James Cook zur See oder saß mit F. Scott Fitzgerald zusammen an der Bar. Immer musste er fliehen, wenn die Mitmenschen mißtrauisch wurden, weil er nicht sichtbar alterte. Einmal war er mit Rose verheiratet und hatte eine Tochter Mary, doch auch die beiden musste er verlassen, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Seine Frau ist gestorben, doch seine Tochter lebt noch, denn sie ist wie er und altert nur sehr langsam. Doch wo ist Mary? Sie wiederzufinden ist für Tom der einzige Grund, weiter am Leben zu bleiben. Er hat alles gesehen und es kann ihn nichts mehr überraschen, er hat keine Illusionen mehr über Menschen und ihr Handeln.

Bei der Suche nach Mary helfen könnte der Chef der Albatrosse, jener Gruppierung, die Menschen wie Tom hilft, sich immer wieder eine neue Identität zu erschaffen. Heute gibt es zwar keine Hexenverfolgung mehr, doch für skrupellose Firmen, die Mittel gegen den Alterungsrozess suchen, wären „Albas“ ideale Forschungsobjekte. Tom hat die Dienste der Albatrosse schon öfter in Anspruch genommen, zahlte dafür allerdings bisher auch eine hohen Preis: Die Bedingungen sind, dass er für eine neue Identität erstens als Gegenleistung einen Auftrag des „Alba“-Chefs erfüllen muss und hier geht es u.a. um Mordaufträge und zweitens es absolut verboten ist, sich jemals zu verlieben. Tom war seit Jahrhunderten nicht mehr verliebt, doch jetzt hat er an der Schule eine neue Kollegin, Camille, und bei ihr ist alles anders…

Dieses Buch habe ich in der Hörversion (9 1/2 Stunden) genossen, vorgetragen von Christoph Maria Herbst. (Wie immer souverän). Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und spannend, das Ende könnte nach meinem Geschmack etwas weniger pathetisch sein. Aber ich werde mir noch das Buch kaufen und es später auch lesen, denn es stehen einige sehr kluge Sätze in ihm, die einen das Leben abgeklärter betrachten lassen.

Bei kleiner Dosierung empfehlenswert

Wenn Ihr Lesestoff quietschfidel, herzrasenauslösend, schweineigelig, sprachfantasievoll, subkulturig, drohbriefauslösend, bizarr, grantelig, bitterböse, überkandidelt, pointiert, erlebnisreich, knickebeinig und geschichtsträchtig sein darf, dann ist diese Sammlung von Kurzgeschichten, Comics und Liedtexten genau richtig für Sie!

Das Buch hat mich den Sommer über begleitet, zwischen zwei Schwimmrunden im Freibad wärmte ich mich auf und las immer ein, zwei Geschichten. Diese Beschränkung ist bei den Geschichten wichtig, einmal habe ich mich nicht daran gehalten und mehrere hintereinander gelesen, da fand ich den Schreibstil, die Gedankensprünge und die Themen plötzlich nur noch fade. Aber in kleiner Dosierung machten mir die Geschichten viel Spaß!

Morgen habe ich zu diesem Buch einen passenden Musiktipp, da wird auch ein Finger in die Wunde gelegt.

Es gibt Momente…

wenn man in das „kalte Wasser des Seniorinnenseins“ geworfen wird. In einem Museum kamen mein Mann und ich mit dem Herrn von der Kasse  gesprächsweise darauf, dass ich in Kürze 60 würde und er verkaufte mir freudestrahlend ein Seniorinnenticket. Sollte ich mich freuen oder grämen? Entschied mich fürs Freuen, so habe ich jetzt wenigstens die Feuertaufe schon hinter mir.

wenn man auf dem Friedhof vor dem Grab der Eltern und Großeltern steht und plötzlich die Sirenen heulen. Wie oft haben sie diese Sirenen damals gehört? 

wenn die Katze des Nachbarn ihren Dosenöffner per Miauen jeden Abend pünktlich um 20 Uhr auffordert, die Haustür zu öffnen, um einen Spaziergang zu uns machen zu können. Bei uns wartet ein Topf mit einem Ziergras, das anscheinend für ihren Gaumen äußerst köstlich ist.

Und dann ist da noch eine Radiosprecherin, die beim Thema deutsche Fußballnationalmannschaft von dem „Glow des Neuanfangs“ sprach. Ich biete an: Glühen, Funkeln, Leuchten, Aufblitzen, Schein, Glitzern, Glut…

Und dann hörte ich noch, wie am Nachbartisch eine Mutter einer andern erzählte, dass ihre Tochter jetzt bei der Musikschule angemeldet sei. Die andere fragte in welcher Musikschule, erste Mutter antwortete: „In der „Art of Noise!“   

 

Geburtstagsgratulation

Vor einigen Tagen stand ich vor folgendem Problem: Die Tochter einer ehemaligen Schulfreundin bat mich, zu deren 60. Geburtstag u.a. aufzuschreiben, was ich der Schulfreundin für die Zukunft wünsche. Das war schwierig, denn ich habe die Schulfreundin seit vielen Jahren nicht mehr gesehen und weiß kaum noch etwas über sie. Wünsche können da schnell zu Fettnäpfchenfallen werden. Ist die Ehe geschieden? Ist sie gesund oder vielleicht schwer krank? Reist sie noch gerne, geht sie noch gerne zum Sport? Ist sie evtl. inzwischen Vegetarierin? Ich habe mir ziemlich den Kopf zerbrochen, was man neutral wünschen kann. Hier meine Ideen, vielleicht kommen Sie ja auch einmal in eine solche Situation:

Ich wünsche Dir, dass

– bei Dir die Zeit langsamer vergeht als bei anderen Menschen
– Du im Supermarkt immer in die schnellere Schlange gerätst
– Du mit 66 Jahren das Lied von Udo Jürgens schmetterst
– Du immer leichter über Deinen Schatten springen kannst
– Deine Schülerinnen ihren Nachwuchs nach Dir benennen
– Du im Winter immer warme Hände und Füße hast
– Du viele Glückscents auf der Straße findest
– Du noch oft an Filme/ Bücher/Konzerte gerätst,an deren Ende Du verzückt bist
– Du plötzlich ein altes Lieblingslied im Radio hörst, wenn Du in einem Stau stehst
– Du in Restaurants von Kellnern immer charmant bedient wirst
– Du auf Ausflügen oder Reisen bei Bedarf immer schnell eine Toilette findest
– Du Zeit findest fürs Klavierspielen und Fotoalbenansehen
– Deine Töchter Dir noch oft ein Ständchen bringen
– Deine Enkel Dich cool finden
– Du noch viele nette neue Leute kennenlernst
– Du oft träumst, dass Du fliegen kannst und das dann im Traum auch tust
– Mücken, Wespen und andere Quälgeister Dich in Ruhe lassen
– Du niemals im Aufzug stecken bleibst
– Dir noch viele Leute schöne Geschichten erzählen
– Dir alle Wünsche in Erfüllung gehen, die Du noch hast

Wie wird sie darauf reagieren? Wird sie sich darüber freuen?

Morgen wartet ein weiterer Beitrag für die Rubrik „Es gibt Momente“ auf Ihre Aufmerksamkeit.