Dirigentin gefunden

Hier nun mein letzter Parisbeitrag. Erstmalig besuchten wir die Pariser Philharmonie.

Ein weiteres architektonisches Prunkstück in Frankreichs Hauptstadt, das 2015 erst eröffnet wurde. Es liegt im „Musikerviertel“ direkt neben dem Parc du Villette im Nordosten von Paris. Früher eher eine Gegend, in der die Menschen arm waren, ist das Viertel heute dank der musischen Ausrichtung mit vielen Musikschulen und anderen Gebäuden prosperierend.

Der Besuch hielt zwei sehr positive Überraschungen für uns parat. Für mich war es das erste Konzert mit klassischer Musik, bei dem ich das Gefühl hatte, dass die Menschen wegen der Musik kamen und nicht um gesehen zu werden oder weil ein Besuch in den Kreisen „dazugehört“. Das konnte man an der Kleidung ausmachen, aber auch an den Einkaufstaschen, Rucksäcken oder Aktenkoffer, die in den Konzertsaal mitgebracht wurden. Die Eintrittspreise von 8 Euro bis 50 Euro ermöglichten einer viel größeren Zahl an Musikinteressierten, sich auch ein Ticket leisten zu können.

Wir hörten Musik von Sibelius und Schostakowich, dirigiert von Karina Canellakis, einer knapp vierzig jährigen Amerikanerin. Ihr gefühlvoller Stil des Dirigierens macht Musik sichtbar und noch besser erlebbar- nichts für Anhänger des minimalistischen Dirigierens. Möchten Sie einen Eindruck gewinnen?

Wer sie live erleben möchte, der hat vom 24.-26.Mai in der Kölner Philharmonie die Möglichkeit. Weil wir so begeistert waren, haben wir dann Karten für Sitze hinter dem Orchester, um ihr beim Dirigieren von vorne zusehen zu können.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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