Bacons Finsternis

In verschiedenen Museen bin ich in den letzten Jahren immer wieder Bildern der Künstler Francis Bacon und Julian Freund begegnet. Mal fand ich die Werke abstoßend, verstand sie nicht oder sie bescherten mir ein Unbehagen. Als ich nun diesen Roman von Wilfried Steiner entdeckte, war meine Neugierde sofort geweckt.

Das Buch wird u.a. als romantische Komödie mit Krimizutaten angepriesen. Sehr kurz den Inhalt erzählt: Der Wiener Antiquar Valentin leidet, denn seine Frau hat ihn überraschend verlassen. Ablenkung sucht er, indem er verschiedene Ausstellungen besucht, in denen Werke von Francis Bacon gezeigt werden. Dabei bekommt er es mit einem neuen und alten Kunstraub zu tun und betätigt sich als Detektiv.

Komödie: 1 Sternchen, Krimi: 2 Sternchen, aber die Beschreibung der Bilder von Francis Bacon 5 Sternchen mit Sternchen. Auf dem Foto oben sehen Sie noch einen kleinen Bildband, in dem ich mir passend zum Roman die Bilder angesehen habe. Steiner lehrt dem Leser das Sehen. Nunmehr erschüttern mich Bacons Bilder und auch die von Freund sehe ich in einem anderen Licht (Bacon und Freund waren lange miteinander befreundet). Im Roman werden auch einige ausgefallene Begebenheiten im Leben Bacons eingeflochten. Die Lebensbeschreibung im Bildband ist sachlicher und ergänzt den Roman bestens.

Fazit: Ein ausgefallenes Leseerlebnis. Den Autor Wilfried Steiner behalte ich deshalb im Auge.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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