Neckermann und Quelle Kataloge

Ja, damals, als es noch kein Internet gab (…) war das Erscheinen dieser beiden Kataloge zweimal im Jahre für viele ein Highlight. Ich erinnere mich noch daran, das Arbeitskolleginnen sich extra einen Tag frei genommen haben, um in Ruhe blättern zu können oder es „Katalogparties“ gab. Meine Begeisterung hielt sich bei diesen beiden Wälzern (aus vier Katalogen konnte man ünrigens einen Papierhocker basteln) in Grenzen. Ich hatte allerdings auch ein „Kataloglaster“ und das war der Katalog von Gärtner Pötschke.

Zu Beginn meiner Gartenkarriere war dies quasi meine Bibel. Ich schaute an, lernte, bestellte und schnitt bei alten Katalogen die Bilder aus, um daraus Kollagen zu machen. Das war in den 80er Jahren. Dann kamen viele Englandreisen, bei denen ich mich mit neuen Pflanzen eindeckte und ich verlor Gärtner Pötschke aus den Augen und irgendwann bekam ich dann auch keine Kataloge mehr zugeschickt.

Vor ein paar Tagen entdeckte ich ihn nun wieder. Ich war bei IKEA in Kaarst und guckte nach, welche Gärtnereien in der Nähe waren. Knapp sechs Kilometer trennten mich nur von meinem alten Bekannten, also fuhr ich zu dieser Gärtnerei, die ich bisher nur aus dem Katalog kannte.

Fazit: Ein solides Gartencenter. Die Pflanzen sind alle sehr gepflegt, es gibt einige Besonderheiten (mir fiel es beim Angebot der Gräser und Wasserpflanzen auf) und Stauden sind bei Bienenfreundlichkeit auffällig gekennzeichnet. Preisniveau im mittleren Bereich, es gibt Sonderangebote. Neben den Pflanzen werden Dekorationsartikel und  Balkon-und Gartenbedarf präsentiert.

Ich würde nicht extra zu Gärtner Pötschke fahren. Aber in Kombination mit einem Besuch bei Ikea, einem Aufenthalt im nahe gelegenen großen Badesee oder einem Spaziergang im gegenüberliegenden Naturschutzgebiet  kommt ein zweiter Besuch durchaus in Betracht.

P.S. Das ist meine momentane Augenweide im Garten.

Letztes Jahr schrieb ich, dass meine Gartenlust gen Null tendiert. Das ist glücklicherweise vorbei. Wir haben vor ca. 4 Wochen einen Gärtner kommen lassen, der den Garten kritisch unter die Lupe genommen hat, d.h. viele Pflanzen wurden ausgedünnt und beschnitten, manche entfernt, einige Baumäste wurden gekürzt. So scheint nun im Garten zumindest für einen halben Tag wieder die Sonne.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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