Der Sezierer des „grauen“ Alltags

Und hier ein weiterer Autor, den ich dieses Jahr neu entdeckt habe:

Georges Perec, ein französischer Autor, legt in seinen Büchern den Alltag unter das Mikroskop und erfasst minutiös jede Art von Handlung, die zu einem Vorgang gehört, hält jede noch so unbedeutende Beobachtung fest und erkundet Möglichkeiten des Ordnens. Er ist nicht auf Sensationen aus wie beispielsweise Zeitungen. Perec ist von Zeitungen gelangweilt, denn sie berichten nicht über Dinge, die sein Leben betreffen, nicht über den gewöhnlichen Alltag oder über Selbstverständliches.

Im rechten Buch listet er die Beobachtungen auf, die er 1974 an drei Tagen gemacht hat. Täglich hat er mehrere Stunden auf dem Pariser Place Saint-Sulpice gesessen und notiert: Menschen, Fahrzeuge, Tiere, Geräusche, Düfte, wechselnde Schriftzüge, Beleuchtungen, Farben. An den drei Tagen gibt es Regelmäßigkeiten, wie beispielsweise immer wieder vorbeifahrende Busse oder Menschen, die zu ihrer Arbeit gehen, aber auch viele „Mikro-Ereignisse“, die so unterschiedlich sind, dass selbst der langweiligste Alltag interessant sein kann, wenn man nur genau hinschaut.

Im linken Buch erhebt er mit dem Thema „Denken/Ordnen“ den Alltag ebenfalls in eine andere Sphäre. Als Leserin stachen bei mir zuerst die Kapitel über die Kunst des Bücherordnens, über das Lesen und die Betrachtungen über Brillen heraus, doch seine Anmerkungen über die Gegenstände, die auf seinem Schreibtisch liegen oder seine drei Erinnerungen an früher besuchte Zimmer gefielen mir auch sehr gut.

Wer mehr über Georges Perec wissen möchte:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Georges_Perec

Wo befindet sich was? Lösung des Wochenendrätsels

Gestern sollten meine Leser und Leserinnen raten, welche Art von Sachen ich in die bunten Kartons packe.

Falls Sie mitgeraten haben, hier meine „Kartongeheimnisse“:

In die blauen Kartons räume ich meine Fundsachen vom Meer und vom Rhein

In dem Karton mit dem geometrischen Muster warten noch diverse Sachen auf mich, die ich ausprobieren möchte

Alles für die Aquarellmalerei befindet sich in dem Rosenkarton

Utensilien für Fotostillleben habe ich in den Blätterkartons verstaut

Die Bastkartons erinnern mich an Japan, deshalb wurden hier die Tuschemalerei- und  Kalligraphiesachen untergebracht

Na ja und rot….Die richtige Farbe für alle Erinnerungsstücke.

Nun wissen Sie ein bisschen mehr darüber, wie ich ticke ?

Ab morgen heißt es für mehrere Tage mal wieder „Bonjour Paris!“. Es gibt mehrere Lese- und Musiktipps, darüber hinaus erzähle ich Ihnen auch etwas über etwas ausgefallenere Besichtigungen.

Kennen Sie mich? Das Wochenenderätsel

Für mein Hobbystudio habe ich mir diverse Kartons gekauft, um darin verschiede Sachen zu verstauen und vor Staub zu schützen.

Das Rätsel: Welche Sachen räume ich in welchen Karton?

Zu verstauen sind Utensilien für japanische Tuschemalerei und Kalligrafie- Gegenstände für Fotostillleben- Sachen, die ich noch ausprobieren möchte- Materialien für Aquarellmalerei- Fundsachen vom Meer und vom Rhein-Erinnerungsbriefe, Alben, Tagebücher

Morgen Abend verrate ich Ihnen meine Ordnung.