Was sehen Sie?

Ich habe mal wieder in einem ganz alten Buch gestöbert. Als Jugendliche schleppte ich es mit zur Schule in den Physikunterricht, um dort zusammen mit Lehrerin und Mitschülern zu gucken. Was sahen wir uns an? Es ist ein Buch über optische Täuschungen und aus diesem zeige ich Ihnen als Wochenendrätsel heute drei Bilder.

Was sehen Sie?

 

Wenn Sie nichts sehen, dann ist das auch nicht schlimm. Dann mache ich Sie morgen Abend sehend.

Fangen Sie bei diesem Buch von hinten an

Dieses Buch hatte ich mir letztes Jahr zum Geburtstag gewünscht und freute mich sehr darauf, es zu lesen. Nach den ersten drei Kapitel ermattete die Freude, nach sechs Kapiteln begann ich ein neues Buch. Ich ärgerte mich darüber, denn es ging eher beiläufig um die Häuser, sondern vielmehr um ihre Bewohner mit ihren Klatsch- und Tratschgeschichten oder außergewöhnlichen Lebensentwürfen. Können auch interessant sein, aber ich wollte doch mehr über außergewöhnliche Häuser erfahren. Ich schmollte. 

Jetzt bekam das Buch mit anderen eine zweite Chance, denn ich nahm im Urlaub nur Bücher mit, die ich aus verschiedenen Gründen nicht zusende gelesen habe.

Warum auch immer, ich fing dieses Mal das Buch von hinten an. Vielleicht, weil das letzte Kapitel sich dem Thema Ferienhaus annahm. Und ich war begeistert! Vorletztes Kapitel dito ( wegen Bergbau vor Jahren aufgegebenes Dorf, in dem nun Flüchtlinge lebten) vorvorletztes Kapitel auch sehr interessant. Wie unterscheiden sich die Firmenbauten von Facebook, Google und Apple und was sagt dies über die Firmen aus.

Ich las dieses Mal das Buch ganz aus. Es gibt schwächere Kapitel, aber aus Ablehnung wurde Anerkennung. Merkwürdige Leseerfahrung.

Willkommen im Stempelgarten

Als ich letzte Woche in Hamburg war, erstand ich im Museumsshop vom Kunstgewerbemuseum dieses Stempelset. Ein Spontankauf, aber 20 Euro für  25 Stempel und 2 Stempelkissen, da verfiel ich tatsächlich in den Schnäppchenmodus.

Am Wochenende starte ich nun meine ersten Versuche. Meine Stempelunbeschwertheit wich einer gewissen Enttäuschung, denn die Motive aus Gummi sind zu flach, d.h. drückt man den Stempel auf ein Stempelkissen, nimmt das Holz ebenfalls Farbe an und auf dem Papier erscheinen neben dem Motiv auch Abdrücke der Holzränder. Jeden Stempel muss man also vor dem Stempeln abwischen und das finde ich recht nervig. Ich grummelte wegen meines Schnäppchenmodus, ließ mich aber nicht unterkriegen. Hier einige Ergebnisse:

Mit Aquarellfarbe, Filzstift, Bleistift und Weißkreide
Der Untergrund der beiden oberen Bilder sind Fotos, die unteren beiden sind Gelliprint-Papier

Und dann fiel mir das noch ein: Stempelladies!

Bienenprojekt Nr. 2

Inzwischen sind einige Pflanzen dazu gekommen, doch muss ich nicht nur gegen die Brombeeren kämpfen, sondern auch gegen die Schnecken, und bei ihnen ergebe ich mich dem Schicksal. Sonnenhut, Astern, zwei Diestelarten, Ringelblumenpflänzchen-alles weg! Standhaft sind aber bei den neuen Pflanzen die Wilde Karde, Wegwarte, Mädesüß, kalifornischer Mohn, Wiesenknöterich, Nachtkerze und Morade. Deshalb sieht die leere Fläche jetzt schon ein bisschen grüner aus.

Anfang Mai:

Ende Mai:

Niederrhein-Paris-Karibik

“Sei mir ein Vater“, das sagte die Französin Lilie zu ihrem Gastvater Hermann in Xanten. Ihr eigener Vater Yves hatte sich kaum um sie gekümmert, doch Hermann wusste Lilie zu nehmen und auch in eine gute Richtung zu lenken, als sie als pubertierende Schülerin zu Hermanns Familien an den Niederrhein kommt, um die deutsche Sprache zu lernen. Seitdem sind 20 Jahre vergangen. Jetzt ist Lilie wieder auf dem Weg nach Xanten, da Hermann schwer erkrankt ist und nicht mehr lange leben wird. Mit den Gedanken ist sie allerdings noch bei sich zuhause in Paris, wo sie einen Einbrecher in ihrer Wohnung überraschte, als dieser ein altes Bild stehlen wollte. Der Einbrecher kann fliehen und lässt Lilie ratlos zurück. Warum wollte er diesen alten Schinken klauen, den ihr Vater ihr vor langer Zeit mal zur Aufbewahrung gegeben hat? Lilie sieht sich das Bild genauer an und entdeckt im Bilderrahmen einen Brief einer Georgette Agutte. Kurz entschlossen nimmt sie Bild und Brief mit nach Deutschland.

Als Lilie Hermann und dessen Tochter Hanna beides zeigt, ist Hermann Feuer und Flamme, dieses Rätsel zu lösen und sich damit abzulenken. So reisen die Drei nach Frankreich, um Näheres herauszufinden. Georgette Agutte erlangte in Paris ein gewisse Berühmtheit. Sie war Malerin, heiratete dann in zweiter Ehe einen Juristen, der nebenbei Kunstsammler ist und später in die Politik geht. Sie gehören zur Hautevolee von Paris zur Zeit der Belle Epoque, Pissaro ist ein väterlicher Freund, Matisse geht im Haus ein und aus. Es stellt sich heraus, dass Georgette eine Vorfahrin Lilies ist, doch das Geheimnis des Bildes ist damit noch nicht gelöst. Um weiterzukommen müssen die Drei in die Karibik fliegen, denn dort lebt Lilies Vater und er sollte mehr über das Bild wissen…

Es gibt zwei sich abwechselnde Handlungsstränge in diesem Roman, nämlich die Geschichte der drei „Detektive“ und das erzählte Leben von Georgette. Anfänglich war ich von dem Unterhaltungswert des Buches sehr angetan, ab Mitte der Geschichte wurde es nach meinem Geschmack dann allerdings etwas zäh. Georgette ringt über Jahre hinweg, eine ähnliche Genialität wie Matisse zu erlangen und sehr berühmt zu werden. Doch dazu fehlt ihr letztendlich der Mut, unangepasst zu malen. Dieses Ringen wird zu ausführlich geschrieben. Was mich für das Buch trotzdem eingenommen hat ist die Tatsache, dass die Autorin uns eine Geschichte erzählt mit Personen, die tatsächlich alle gelebt haben. So war es nach dem Beenden des Buches  interessant, im Internet über Georgette, ihrem Ehemann und dessen politischen Zeitgenossen weiterzulesen.

Prommi-Mägen-Rätsel-Auflösung

Die Wünsche von Superstars sind manchmal erstaunlich. Hier die Auflösung des gestrigen Rätsels:

The Who liebten große Fruchtbowlen

Ohne 24 eisgekühlte Riesengarnelen ging bei Frank Sinatra gar nichts

Tina Turner nuckelte in ihrer Künstlergarderobe gerne an einem  halben Liter Kakao

Für The Beach Boys war ein kleines Schälchen weiße Pistazien der höchste Luxus

Prince trank Kräutertee mit Honig und 4 Zitronen und suchte dabei seine innere Ruhe

That‘s Life

Stellen Sie sich vor: Sie sind in einem Café, gehen dort auf die Toilette. Es empfängt sie  freudestrahlend die Herrin der sanitären Anlagen. Sie gehen aufs stille, blitzeblanke Örtchen, aber so ganz still ist es nicht, denn im Hintergrund läuft dezent dieses Lied von Frank Sinatra. Und dann hören Sie, dass die Dame das Lied mitpfeift, mal richtig, mal eher falsch. Ja, so ist das Leben…

Was hat das nun alles mit dem Wochenendrätsel zu tun? Die Aufgabe: Versetzen Sie sich in die Mägen von Musiksuperstars und raten Sie, was die Musiker sich zum Essen und Trinken in ihre Künstlergarderobe bestellt haben.

Die Stars sind: Frank Sinatra, Tina Turner, Prince, Thr Beach Boys und The Who

Bestellt wurden: Große Fruchtbowle, 24 eisgekühlte Riesengarnelen, ein halber Liter Kakao, ein kleines Schälchen weiße Pistazien und Kräutertee mit Honig und 4 Zitronen

Wer hat was bestellt? Verrate ich Ihnen morgen Abend!

Neue Momente zum Thema Urlaub

Man ca. drei Wochen vorher anfängt, einen Bücherstapel für den Urlaub „einzurichten“ und sich dann schon vorstellt, wie man mit Buch im Strandkorb sitzen wird

Man kommt in Urlaubsstimmung, wenn man nach vielen Jahren ein Lied hört, das in einem Urlaub das Lied war

Wenn die Sonne in der Nase kitzelt

Man im Urlaub einen früheren Arbeitskollegen trifft, den man mehrere Jahre nicht gesehen hat

Man verliert seine Urlaubsstimmung, wenn nachts im Nachbarzimmer ein Wasserhahn tropft und die Bewohner dieses Zimmers anscheinend schwerhörig sind

Die Urlaubserholung vermindert sich, wenn man sich im Ausland in einer Kleinstadt  morgens um 7 Uhr auf dem Balkon der Ferienwohnung selbst aussperrt, weil der Wind die Tür zugeschlagen hat und niemand kommt vorbei, der Deutsch oder Englisch versteht

Man verlängert seine Urlaubsstimmung, wenn man in grauen Wochen unter seine Gesichtscreme oder Körpermilch den Rest der Sonnencreme untermischt

Man übt zuhause schon einmal „Urlaubmachen“

Hamburger Momente

Letzten Mittwoch bekam ich eine Mitfahrgelegenheit nach Hamburg. Da ich nichts Bestimmtes vorhatte, bummelte ich so vor mich hin.

Gegen Mittag wurde es dann selbst in Hamburg sehr warm und ich entschied mich für ein klimatisiertes Museum. Ich war noch nie im Museum für Kunst und Gewerbe  und seine Größe erstaunte mich. Schon etwas müde, schaffte ich es dann aber nur noch, mir die Art Deco- und Jugendstilabteilung anzusehen. 

Das Museum wird für mich zukünftig eine Anlaufstelle, wenn ich in Hamburg mal einen Tag mit Schietwetter erwische.

 

 

Ich kannte doch noch nicht jeden Grashalm

Am Wochenende waren eine Bekannte und ich mit unseren Fotoapparaten auf dem Rheinhauser Logportgelände. Sie wollte gerne dort hin, ich hatte absolut keine Lust dazu. Schon zu oft war ich dagewesen, was sollte ich dort noch groß fotografieren? Aber wir fanden kein anderes gemeinsames Ziel, so blieb es bei Logport und ich nahm die Herausforderung an. Nach vier Stunden beendeten wir die Tour, beide höchst zufrieden. Ich hatte noch diverse neue „Grashalme“ gefunden,  weil ich versuchte, das Gelände unter verschiedenen Themen zu betrachten und da entdeckte ich dann plötzlich auch neue Motive. Vielleicht geben Ihnen meine Fotos ein paar Anregungen? Hier sind sie:

 

Thema „Schwarzweiss-Grafik“

Am Sonntag ist das Gelände fast wie ausgestorben. Aber bei genauem Hingucken man sieht doch immer mal wieder ein Gesicht

Einige LKWs sind schon älter und haben Korrosionsschäden. Diese zu fotografieren, kann auch interessant sein. (Ein bisschen nachbearbeitet).

Folgendes Foto besteht aus sechs verschiedenen, hier habe ich mit dem Bearbeitungsprogram Snapseed gespielt

Ich weiß noch, wie das Gelände in der Zeit zwischen Krupp-Abtragung und Neuansiedlung der Firmen ausgesehen hat. Es gab teilweise Brachgelände mit den tollsten Blumen. Wahre Paradiese für Bienen. Davon ist jetzt kaum noch etwas übrig, hier ein paar letzte einzelne Überlebende:

Es gibt monotone Rasenflächen zwischen oder an den Gebäuden, kann man diese nicht zu Wiesen umwandeln? Erfreulicherweise passiert dieses ja in Duisburg z.Zt. häufiger bei Verkehrsinseln. (Das ich das noch erlebe….).

Am Ende der Tour stärkten wir uns im Casino und kamen auf dem Weg dahin an der Villa Rheinperle vorbei. Hier hat vor einigen Tagen ein Fest stattgefunden und einige Reste waren noch zu erkennen.

Irgendwann wird es einen zweiten Teil mit neuen Logportfotos geben, denn wir haben noch längst nicht alles gesehen.