Würden Sie manchmal gerne in einem „Yellow Submarine“ leben wollen?

Wenn Sie die Frage mit „Ja“ oder „Vielleicht“ beantworten, könnten Sie an dieser Ausstellung Spaß haben.

Ein Fest der Phantasie und der originellen Ideen und Träume, eine Wunderkammer, eine Utopiereise inmitten des Duisburger Kultur-und Stadthistorischem Museum, erschaffen von Corinna Kuhn und Detlef Kelbassa. Hier ein paar Beispiele:

Eine Entdeckerburg mit vielen versteckten Schätzen


Erstaunliches aus Ton, des Weiteren eine Ausstellung mit Fotocollagen

Wenn der Funke übergesprungen ist, dann gebe ich morgen noch als Zugabe einen Tipp, wo Sie eine kulinarische Pause einlegen können, falls Sie eine Radtour machen oder nach dem Museumsbesuch noch schön spazieren gehen möchten.

Vorher möchte ich aber wissen: Wie heißt dieses Eis?

Eine Frage für Duisburg-und/oder Eisdielenkenner, die mit meinem morgigen Tipp zu tun hat. Die Auflösung kommt morgen nach dem Frühstück so gegen 10 Uhr.

So ändern sich die Zeiten

Am Wochenende habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder das Notizbuch mit meinen ersten Haikus angesehen. Das Buch ist 21 Jahre alt und beim Lesen wurde ich dann bei einigen Haikus doch nachdenklich.

Diese beiden Haikus habe ich damals Ende Mai geschrieben. In diesem Jahr ist Ende April die Kirschblüte schon fast vorbei und die Veilchenblüten sind auch schon schrumpelig. Greta demonstriere weiter!

Als ich diesen Haiku las, kam mir bei dem Wort Mondlandschaft direkt so ein Bild in den Kopf

Trostlose Mondlandschaften werden heute freiwillig von Menschen vor der eigenen Haustür gestaltet. (In einem Zeitungsartikel las ich vor kurzem, dass man sich über die Inhaber von Steingärten nicht aufregen soll, man müsse sie eher bemitleiden. Der Steingarten sei ein Indiz dafür, dass sie mit der Bewältigung des Alltags überfordert seien und der Steingarten dann eine Belastung weniger ist und gleichzeitig auch ein Ort der Ordnung und damit Erholung für die Inhaber. Nur blöd und inkonsequent, wenn man auf die Steine bepflanzte Kübel stellt oder Sträucher/Bäume eingräbt, die man auch pflegen muss-siehe auch unten den Beitrag Karneval in Düsseldorf/Köln)

Es gibt aber jederzeit einen Weg der Besinnung und Rückkehr, wie dieser Exsteingarten mitten in Wien beweist…

Morgen biete ich Ihnen einen passenden Musikbeitrag zum Tag der Arbeit.

Kettenschal

Am Wochenende habe ich meinen zweiten Loop fertiggestellt. Hatte ich beim ersten Loop Spitze und Baumwolle kombiniert, waren es dieses Mal Jerseystoff und Papierperlenketten.

Ich suchte einfarbigen Stoff aus, damit die Perlen besser wirken. Es sollte Jersey sein, da er dehnbar ist und man ihn so besser über den Kopf bekommt.

Die Enden des Stoffs nähte ich um, damit ich jeweils die Nadel durchziehen kann, an denen ich die Ketten befestigen wollte.

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Schal um den Hals oder als Gürtel zu tragen. Hier ein paar Beispiele:

Ich habe die Ketten an die Nadel geknotet. Man könnte die Kettenenden aber auch mit Kettenverschlüssen versehen, dann wären die Ketten sogar noch austauschbar.

Beim Lesen eines 21 Jahre alten Büchleins kamen mir ein paar Gedanken, über die ich morgen schreibe.

Die Traumsammlerin

Die Musik von Patti Smith begleitet mich schon mein ganzes Leben lang, aber erst jetzt entdeckte ich ihre Bücher und besonders bei diesem komme ich ins Schwärmen.

In diesem schmalen Band erinnert sie sich an Szenen in ihrer Kindheit, denkt an Freunde, erzählt von einsamen Tagen als Erwachsene, schreibt Gedichte. Dabei geht es nicht so sehr darum, was sie erlebt hat, sondern um ihre Eindrücke und Gefühle. Das ist so schön und teilweise ergreifend, dass ich das Buch gerade ein zweites Mal lese, um Bilder, die sie mit ihrer poetischen Sprache heraufbeschwört erneut zu genießen oder weitere zu entdecken. Wunderbar passend: Alte Schwarzweißfotos aus ihrem Archiv.

Wünsche Ihnen ein schönes Wochenende-bis Montag!

Serviettentechnik neu entdeckt

Vor vielen Jahren kam das Basteln mit Servietten in Mode und bei einigen meiner Bekannten wurde im Haus mit Servietten verschönert.Lampen, Blumentöpfe, kleine Tische, es gab kaum etwas, das man nicht bekleben konnte. Ich versuchte mich damals mit dem Verschönern alter Notizbücher und Holzschachteln. Mich überzeugte das Ergebnis allerdings nicht so ganz, denn es gab immer wieder Falten auf der Oberfläche, die mich störten.

Nach ein paar Jahren gab es dann spezielles Papier (Decoupagepapier), die Technik blieb die selbe. Ich versuchte es mit dem Papier, ging besser, war mir aber etwas zu durchscheinend.

Oben mit Serviette, unten mit Decoupagepapier

Jetzt bekam ich von einer Freundin ein Blatt Reispapier geschenkt mit diesen Motiven:

Zu meiner Nähphase passen diese natürlich optimal, nur was daraus machen? Schon bald kamen mir zwei Ideen, die mich nunmehr im meinem Nähalltag begleiten:

Mein Fussel/Stoffreste Topf auf meinem Nähtisch. Zuerst habe ich die Kaffeedose grundiert, dann die Motive (Blumen und Punkte hatte ich noch von früher) mit Serviettenkleber aufgetragen


Stoffbeschwerer, die man braucht, wenn man das Schnittmuster aufsteckt oder ausschneidet

Das Reispapier hat mich überzeugt, denn es knittert nicht so schnell und ist weniger durchscheinend.

Wenn Sie die Serviettentechnik ausprobieren möchten, haben Sie am Samstag eine schöne Gelegenheit dazu:

Ilse Heines, die Sie vielleicht schon aus anderen meiner Blogbeiträge kennen und die mir das Reispapier geschenkt hat, ist mit dabei und bietet einen Mitmachstand für Serviettentechnik an.



Morgen stelle ich Ihnen eine Traumsammlerin vor.

Der Fotograf Steichen

Vor ein paar Jahren besuchte ich eine Fotoausstellung mit Mode- und Porträtbildern von Edward Steichen. Dieser Fotograf, gebürtig in Luxemburg, später wurde er US-Bürger, lebte von 1879 bis 1973 und hatte großen Einfluss auf andere Fotografen.

Die Ausstellung war sehr beeindruckend und ich kaufte mir damals diese beiden Bildbände.

Allerdings hatte ich dann nicht die Zeit, mich noch mehr mit Steichen zu beschäftigen, so standen die Bücher im Regal und warteten auf Wiederentdeckung. Diese kam jetzt, denn Steichen war eng befreundet mit der Tänzerin Isadora Duncan und über ihre Autobiografie schrieb ich vorletzte Woche. Zudem sah ich letzte Woche in einer anderen Ausstellung zum Thema „Die Nacht in der Kunst“ noch ein paar andere Fotos von ihm.

Schnell fand ich in dem Bildband mit Porträts auch Fotos, die I.Duncan zeigten. Doch interessierte mich jetzt noch mehr der andere Bildband, denn er zeigt frühe Bilder mit Landschaften (auch nächtliche) und Stilleben. Sie alle haben eine verzaubernde Ausstrahlung auf mich, bedingt durch die Motivauswahl, aber auch durch die damals vorhandenen Ablichtungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eines Fotos. Beim Betrachten der Bilder bekam ich den Wunsch, ähnliche Fotos zu erschaffen. Nicht mit den alten Methoden, sondern mit den mir zur Verfügung stehenden Bearbeitungsprogrammen. So habe ich in den letzten Tagen experimentiert und dies sind die ersten Ergebnisse:

Garten in Lissabon

Kurpark in Kleve
Kloster in Frankreich
Leuchtturm in Holland


Musée Beaux Arts in Nizza

Morgen ist bei mir Basteltag.

So richtig einseifen

In den letzten Jahren haben sich in unserem Haushalt diverse kleine Probeseifen und Seifenreststücke angesammelt.

Im Internet fand ich eine Anleitung, wie man die kleinen Stücke in eine Seife in normaler Größe umwandeln kann. Den Link zur Anleitung finden Sie unten, ich möchte dazu nur ein paar Anmerkungen machen:

Wenn möglich, arbeiten Sie bei offenem Fenster oder im Freien. Beim Raspeln der Stücke wird quasi ein Seifenstaub frei und der kratzte unangenehm im Hals. Mehrmals musste ich aufhören und etwas trinken.

Bei diesem Rezept wird keine Speisestärke benutzt. Diese Zutat fand ich in einer anderen Anleitung und es erschien mir sinnvoll, etwas Stärke zu der Seifenmasse zu geben, um ihr Hartwerden zu beschleunigen.

Die Wasserzugabe (c.1/8 l) war für 100 g Seifenbrösel viel zu hoch. Ich habe ca. weitere 150 g zu den 100g zugeben müssen, bevor die Masse formbar wurde. Besser ist es, peu à peu Wasser zuzugeben und auszuprobieren, wann der Seifenteig knetbar ist.

Um der Seife einen Duft zu verleihen, tat ich einmal getrocknete Duftgeranienblätterschnipsel dazu, das andere Mal ca. 15 Tropfen Orangenöl. Nach der Trocknung duftete die Seife mit Öl intensiver.

Im Rezept wird auch angegeben, dass man die Masse ausstechen kann. Das hat bei mir nicht geklappt, obwohl ich die Form auch, wie bei normalem Teig, eingefettet habe.

Wenn die Seife schon etwas gehärtet ist, kann man sie noch glätten, falls die Unebenheiten stören. Ausgehärtet war die Seife nach 3 Tagen.

Die beige Farbe kommt durch Verwendung brauner Seifenstücke zustande. Mit Lebensmittelfarbe könnte man eine Wunschfarbe erzielen.

https://www.wir-leben-nachhaltig.at/aktuell/seifenreste-upcyceln/

Morgen sehen Sie alte Fotos. Oder sind sie vielleicht gar nicht so alt?

Hat es bei Ihnen am Wochenende auch ein bisschen geschneit?

Am Samstag im Garten aufgenommen. Dazu ein Haiku:
Etwas Frühlingsschnee,
ein leichter Wind trägt sie fort-
die Kirschbaumblätter

Ich hätte stundenlang zusehen können, wie der Frühlingsschnee in den Garten fällt und überall der rosa Schimmer der Blätter zunahm. Aber ich hatte im Garten zu tun. Unter den Blättern der vielen verblühten Schneeglöckchen und winterresistenten Bodendeckern warteten andere Pflanzen darauf, endlich mehr Licht zu bekommen und so war die Gartenschere gefragt. Ich werkelte also vor mich hin, bis ich mich aufrichtete und ich in diese Augen sah:

Glücklicherweise war die Kamera nicht weit und ich machte meine erste Pause.

Die zweite ließ nicht lange auf sich warten, denn es brummte, summte und piepte um meine Ohren.

Die Nachbarkatze war „interessiert“, der Frosch sonnte sich.

Ich verschob daraufhin meine Gartenarbeit und machte aber noch ein paar Fotos. Dabei probierte ich zum ersten Mal diesen Overall aus (5 Euro).

Bilder aus der Bodenperspektive zu machen, das wollte ich schon lange ausprobieren. Dieser Anzug schützt die eigentliche Kleidung bestens vor Staub oder Schmutz. Mal sehen, bei welcher Fotoexkursion er zum Einsatz kommen wird.

Morgen werde ich Sie mal so richtig einseifen…