Das Rock ‚n‘ Popmuseum in Gronau

Mein „musikalischen Sommer“ beinhaltete auch einen Besuch im o.g. Museum. Wir nahmen an einem Ausflug der NRW -Stiftung teil. Da die Anfahrt mit eigenem Auto erfolgte, verbrachten wir vor der Museumsführung noch ein bisschen Zeit in Gronau.

Das Museum steht mitten im Gelände der ehemaligen Landesgartenschau und vom Aussichtshügel dieser Anlage hat man einen schönen Überblick Dabei erkennt man auch noch ein bisschen, dass die Beete alle eine Blattform haben.

Auf dem Gelände der Gartenschau standen früher mehrere Textilfabriken und eine große Turbinenhalle zur Versorgung. In diesem Gebäude ist jetzt das Museum untergebracht.

Rechts oben ein teil eines Mainaums mit verschiedenen typischen Teilen und Emblemen der Textilindustrie

An einigen Stellen in Gronau erkennt man noch den früheren Reichtum dieser Gegend. Ein bisschen erinnerte mich Gronau an Wuppertal, das ebenfalls eine Textilindustrie hatte. Manche Teile der Stadt sind altehrwürdig, manche sehr hässlich.

Unsere Führung durch das Museum dauerte ca. 2 Stunden. Wir hatten danach noch Zeit, mit einem Audioguide eine zweite Runde zu drehen und an den Vitrinen stehen zu bleiben, die uns besonders Interessierten.

Er gibt einen großen Ausstellungssaal mit dazugehöriger Empore. Im dem Saal werden in Vitrinen viele Musiker, Musikrichtungen und Erinnerungsstücke vorgestellt. Oben rechts sehen Sie z.B. die Originaltrompete von Louis Armstrong, darunter die Originaltür der Hamburger Kultkneipe „Onkel Pö“. Oben an den Wänden sind mehrere Bildschirme angebracht, auf denen kurze Konzertausschnitte gezeigt werden.(Herbert ist hier das Beispiel). Interessant sind auch die Dokumentationen über die technische Entwicklung der Musikbranche. So gibt es z.B. einen „Schallplattenweg“ (oben links) , auf dem man sich anhören kann, wie sehr sich die Qualität von Musikaufnahmen verbessert hat. Im Keller ist das original Tonstudio der Musikgruppe „Can“ aufgebaut- es hat inzwischen 50 Jahre auf dem Buckel.

Ja und dann gibt es noch die „Green Box“, ein Paradies für alle Karaoke Sänger. Als wir es mit unserer Gruppe besichtigten, kam plötzlich ein Mann und fing zu singen an. War es Udo Lindenberg? Wie unser Museumsbegleiter uns vorher schon erzählt hatte, taucht Udo immer mal wieder im Museum auf und das manchmal inkognito…Nein, er war es nicht, aber seine Stimme und seine Gesten ähnelten denen sehr von Lindenberg-Hatte ich vergessen zu erwähnen: Udo Lindenberg ist in Gronau geboren und aufgewachsen und hat großen Anteil an der Entstehung des Museums. Dementsprechend erfährt man auch viel über seinen Werdegang.

Ja und dann arbeiteten mein Mann und ich mal wieder einen Punkt der „Einmalimlebengemachthabenliste“ ab. (Ich finde dieses Wort schöner als das z.Zt. sehr in Mode gekommene „Bucketlist“). Wie beide sangen das sechsminütige „Bohemian Rhapsody“ von Queen- da hatte uns wohl der Film beeinflusst. Wir hätten uns wahrlich ein leichteres Stück aussuchen können: Zuerst war es qualvoll, dann wurde alles egal und zum Schluss es hat viel Spaß gemacht.

Wollen Sie es mal probieren?

https://youtu.be/oVbXpK_BRbw

Wer Pink Floyd, Eric Clapton oder beispielsweise Doors Fan ist, wird vielleicht enttäuscht sein, dass diese Musikgruppen im Museumskonzept nicht vorkommen. Das Museum hat das Oberthema „Musik und Rebellion“, so dass der Aufbau auch nicht chronologisch ist. Dafür finden sich auch Namen und Musiktendenzen, die nicht so bekannt oder Kuriositäten sind und bei denen man Spannendes entdecken kann. Der holländischen Musikszene werden auch einige Vitrinen gewidmet, geschuldet der Nähe von Gronau zur holländischen Grenze.

Neben der Dauerausstellung gibt es auch immer interessante Sonderausstellungen, so z.B. nächstes Jahr zum Jubiläum von Beethoven „Beethoven und Rockmusik“. So kann man durchaus einen ganzen Tag in Gronau verbringen oder man verbindet eine Fahrt ins Münsterland mit einem anderem interessanten Ort. Wir waren im Künstlerdorf in Schöppingen. Doch davon ein anderes Mal.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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