80% Liebe, 20% Verdruss

So ist mein Verhältnis zu Fischreihern. Vor ein paar Tagen entdeckte ich zufällig diesen Besucher in unserem Garten:

Reiher

Ich finde, dass Reiher tolle Vögel sind, aber nicht in der Nähe unseres Gartenteiches, in dem ein paar Goldfische schwimmen(=die 20%)! Also verjagte ich ihn. Das interessierte ihn aber gar nicht, eine halbe Stunde später war er wieder da, jetzt noch dreister, direkt am Teichrand stehend.

Reiher2

Ich konnte unsere Fische noch einmal retten und fühlte mich danach bemüßigt, im Internet nachzulesen, welche Möglichkeiten der Reiherabschreckung es gibt. Dabei entdeckte ich dann dieses sehr passende Gedicht:

Der Reiher

Wenn spazieren geht der Reiher,
Denkt er über Manches nach:
Ob sich’s besser fischt am Weiher
Oder besser noch am Bach.

Endlich hat er sich entschlossen,
Geht zum Weiher hin und fischt,
Und da weilt er unverdrossen,
Bis er einen Fisch erwischt.

Warten, das versteht er prächtig,
Langeweile kennt er nicht;
Was er thut, er thut’s bedächtig,
Und Geduld ist seine Pflicht. –

Willst du irgendwas erringen,
Lern vom Reiher mancherlei,
Und Geduld vor allen Dingen
Bestens dir empfohlen sei.

Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich, Kinderlieder, hg. von Lionel von Donop, HildesheimNew York: Georg Olms Verlag 1976
Quelle

Tierische Zugänge

Am liebsten würde ich jeden Tag über den Garten berichten, über seine Düfte ( z.Zt. duftet es nach Rosen, Baldrian, Salbei, Thymian) oder über seine Veränderungen ( der Fingerhut“startet durch“, ebenso die Kugeldisteln). Aber besonders auffällig sind die tierischen Veränderungen. Im Teich quakt nach vielen Jahren mal wieder ein Frosch, die ersten Libellen wurden gesichtet, Schnecken mit Häuschen gibt es dieses Jahr sehr viele, ein Gimpelpäarchen fühlt sich anscheinend bei uns wohl und die Weisheit ist bei uns jetzt auch eingezogen…?

 Noldes berühmte Eule aus dem Bild
Noldes berühmte Eule