Begleiter durch den Berliner Schwimmsommer

Dieses Buch habe ich in den letzten Sommerwochen peu à peu gelesen. Die Autorin ist während eines Jahres in 52 Seen in und um Berlin geschwommen. Sie beschreibt die unterschiedlichen Schwimmerfahrungen und Sinneseindrücke während der vier Jahreszeiten und die Erinnerungen, die sie von den einzelnen Seen und ihrer Umgebung behalten hat. Das ist für alle, die gerne wie ich in Seen schwimmen, lesenswert, aber auch für diejenigen, die Berlin und die Mark Brandenburg lieben. Fontane wird öfter zitiert, am Ende des Buches gibt es einen Infoteil über fast alle von Lee besuchten Seen.

Aber das Buch ist noch viel mehr. Lee ist gebürtige Kanadierin. Ihre Kindheit ist geprägt von der Scheidung ihrer Eltern und sie verlässt früh das Zuhause und auch Kanada. Sie geht nach London, studiert dort und heiratet jung, doch die Ehe scheitert nach zwei Jahren. Um für ihre Dissertation zu forschen, zieht sie nach Berlin. Sie ist einsam, hat Depressionen und am Anfang ist es das Schwimmen in den Seen, das ihren Lebensmut aufrecht erhält. Hier beginnt das Buch und in Rückblicken erfahren wir Lees Lebensgeschichte. Wir begleiten sie, wie sie sich im Laufe der Zeit ändert, selbstbewusster wird und das Leben von einer anderen Warte aus sieht. Optimistischer.

Französischstunde Nr. 10

Momentan durchforste ich Youtube nach Clips zum Thema Französischlernen. Ein paar pfiffige Lexionen habe ich schon gefunden, diese möchte ich Ihnen im Laufe der nächsten Wochen vorstellen.

Ich fange mit Cindy und ihrem Französischkurs „Frencheezee“ an. 210 Filme hat sie bereits bei Youtube eingestellt, bisher habe ich erst ein Zehntel gesehen.  Na ja, die Wintermonate sind ja nicht mehr weit weg…

In diesem Video gibt sie fünf Tipps zu Ausdrucksweisen, die im Alltagssprachgebrauch sehr gängig sind, die man aber in Lehrbüchern kaum finden wird. Nächste Woche folgen dann zwei Filme von „Language City“, einem anderen Französischkurs. In diesen Filmen wird konkret über Wörter gesprochen, die in Lehrbüchern stehen, die aber im Alltag kein Franzose benutzt.

Bei allen Videos sind die Erklärungen in englischer Sprache, also schlägt man eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Aber jetzt erst einmal zu Cindy:

 

 

 

Die Auflösung beim Fotocollagen-Rätsel

Sind Sie auf 5 Fotos gekommen? Wenn ja, ?, wenn nein, auch nicht schlimm. Es soll ja nur ein bisschen Spaß machen und außerdem war ich ja gemein, denn ich habe die Collage noch eingefärbt. Hier die 5 Fotos:

Drei Fotos kamen schon einmal in meinem Eintrag über einen Ausflug nach Remagen vor.

Eine schmucke Geschichte

Dieses Buch entdeckte ich vorletzte Woche in einer Trödelkiste.

Paris 1934: Die Autorin Else Triolet und ihr Freund Louis Aragon kommen mit dem Geld, das sie mit Schreiben von Zeitungsartikeln und Büchern verdienen, nicht über die Runden. Da hat Elsa die Idee, Ketten zu gestalten, Ketten, wie man sie Paris noch nie gesehen hat. Elsa will z.B. Roßhaar, Porzellan, Papier oder Baumwolle verwenden, sie hat zig Ideen. Doch mit den Ideen fangen auch die Hürden an, wo die Ketten „Zutaten“ kaufen? Elsa springt völlig ins kalte Wasser, hat keine Ahnung von Zulieferern, kaufmännischen Grundlagen oder den Spielregeln der damaligen Modewelt, vorangestellt die der Haute Couture. In ihrem Buch erzählt sie von der Zeit, in der sie zur bekannten Schmuckdesignerin wurde. Neben dem Erfolg gab es eine kleine Portion Glück, aber hauptsächlich sehr viel Arbeit, Entbehrungen und Rückschläge. 

Mit diesem schmalen Reportage-Roman (knapp 150 Seiten mit einigen stimmungsvollen Fotos) lernt man eine außergewöhnliche Frau kennen, die etwas wagt, an sich glaubt und sich nicht unterkriegen lässt. Aber man erhält auch einen guten Einblick in das damalige Paris, das geprägt war von wirtschaftlicher Depression: Kaum Arbeit, viel Armut. Deshalb Bewunderung für Triolets Weg. 

Brückenvorurteil

Brückenvorurteil: „Die Brücke von Remagen“-ein bekannter Kriegsfilm, an den ich immer dachte, wenn in den Medien Remagen erwähnt wurde. Das machte die Stadt für mich bisher nicht soo interessant, doch nun habe ich andere Bilder im Kopf dank eines Ausfluges vor einigen Tagen. 

Unser Hauptziel war die Henry Moore Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Da wir zu früh ankamen, gingen wir noch am Rhein spazieren, das Museum liegt direkt an dem Fähranleger. Bei diesem Spaziergang fiel der Stress der vorangegangenen Tage schnell ab und das setzte sich beim Besuch des Museums fort. Ich gehe nicht ins Detail, nur so viel: Die Ausstellung ist grandios (bei Henry Moore in zweifacher Bedeutung), die Museumsgebäude (ein altes und ein neues, verbunden durch einen Tunnel und einen Lift) sind ein „Traumpaar“, der Blick vom Museumscafé aus ist ein weiteres Zückerchen.

 

Die Fähre vor dem Museum
Moore innen und außen
Aussicht vom neuen Museumsteil auf den alten Bahnhof, im linken dunklen Teil des Bahnhofs ist das Restaurant.  

Mein Mann und ich waren von diesem Teil des Ausfluges hin und weg und wollten danach, weil wir gerade mal in der Nähe waren, uns noch die Brückenruine ansehen. Wieder ein Spaziergang am Rhein, aber von wegen nur Brücke…Man konnte meinen, man sei irgendwo südlich der Alpen!

Nach der Besichtigung der Brücke mit integriertem Friedensmuseum bummelten wir durch die Altstadt von Remagen zurück. Viel Kunst, auf den zweiten Blick viel Skurriles und Rheinort-Ambiente aus den 50er bis 70er Jahren.

Was passiert mit diesen Orten am Rhein, wenn es die Generationen, die das jetzt noch toll finden, nicht mehr gibt? Aber Schluss mit der Grübelei und dem Schwarzmalen, heute ist heute und Remagen ist mehr als nur die Brücke!

Fast in Sichtweite von Remagen liegt der Drachenfels und er war unser Ziel am Nachmittag. Man kann ihn zu Fuß erklimmen, auf dem Rücken eines Esels oder mit der Drachenfelsbahn, die schon knapp 140 Jahre fährt. Oben warteten Kaffee und Kuchen und natürlich viel Aussicht. Es gibt auf diesem Fels auch noch eine Drachenschloss mit einem Museum, so dass man hier eigentlich einen ganzen Tag verbringen kann.

Im Museum, in der Remagener Touristeninformation und an der Haltestelle der Bahnstation konnte man sich mit vielen Ausflugsbroschüren eindecken. Habe ich getan, in dieser Gegend gibt es noch viel zu besichtigen.

 

 

Eine „Höllenmaschine“ für verregnete Sommer

Hier nun die Auflösung meines gestrigen Fotorätsels. Gefragt wurde, welche Funktion dieses Gerät hat:

Die Antwort:

Gesehen habe ich den Spezialbinder im Mai auf der Museumsinsel Unewatt in der Nähe von Flensburg. Schon damals dachte ich: Das ist eine Wochenendaufgabe für den Blog ?.

Die Museumsinsel ist übrigens einen Besuch wert. Mehrere Ausstellungshäuser wurden in einem Dorf, in dem die Einwohnerzahl immer mehr zurück ging, integriert. Man lernt nicht nur Vieles über Landwirtschaft und norddeutsche Kultur, sondern auch darüber, wie sich das Dorfleben seitdem verändert hat. Sehr spannend.

Wer demnächst an der Ostsee Ferien macht, hier geht es zur Museums-Hompage:

http://www.museum-unewatt.de/museumsinsel.html