Ich liebe Spotify

An manchen Abenden bin ich zu müde, um meine Nase noch in eine Buch zu stecken. Musikhören geht dann aber immer noch und da gehe ich dann auch mal gerne auf Entdeckungsreise.

Diese Zeitung findet man kostenlos in manchen Kneipen oder Museen. (z.B. Duisburger Finkenkrug). Neue CDs werden vorgestellt oder auf anstehende Tourneen hingewiesen. Hier lese ich immer wieder Namen von Bands oder Einzelmusikern, die ich zuvor noch nie gehört habe. Und da kommt Spotify ins Spiel. Spotify ist im Internet eine Plattform, auf der man sehr viele (nicht alle) Musiker und ihre Lieder findet. Man kann das teilweise kostenlos tun oder 9,99 Euro im Monat bezahlen und dann ohne Grenzen Musik hören oder sich eigene Musiklisten zusammen stellen. Meine Playlists heißen z.B. „Guten Morgen“, sehr gut geeignet für Putz-oder Bügelstunden, „Zum Träumen“- Begleitmusik im meiner Hobbywerkstatt, oder “Musik bei schlechter Laune“- wenn diese erklingt, sollte man mich besser nicht ansprechen. Darüberhinaus gibt es auch Musikempfehlungen von anderen Benutzern, bzw. werden bei einem Künstler direkt Musiker mit ähnlicher Musik genannt.

Zurück zu der Zeitung. Hier drei Entdeckungen, die ich im Februarheft gemacht habe. Die Musik gefiel mir auf Anhieb. Es sind drei Sängerinnen, die mir bisher unbekannt waren. Ihnen vielleicht auch?

„Geburtstag“ am Weltglückstag

Heute vor zwei Jahren fing ich an, diesen Blog zu schreiben. Vor ein paar Tagen erfuhr ich, dass heute auch der Weltglückstag gefeiert wird. Ein schöner Zufall. Dass ich mit meinen Beiträgen Ihnen Glücksgefühle vermittele, das zu glauben, wäre sehr vermessen, aber wenn ich Ihnen mit meiner Homepage ein bisschen angenehme Ablenkung biete, in dem ich Sie manchmal schmunzeln lasse, Sie neugierig mache oder Sie anrege, etwas auszuprobieren, dann würde mich das selbst schon glücklich machen.

So, jetzt mache ich mich wieder „an die Arbeit“ und denke mir fürs Wochenende ein neues Rätsel aus.

Gelli Montag Nr. 2-Farbauftrag

Letzten Montag erzählte ich Ihnen, wie ich dazu kam, mich mit „Gelli Arts“ zu beschäftigen und zeigte meine ersten Versuche. Meinen Arbeitsplatz hatte ich zuvor so eingerichtet:

Als es dann ans Machen ging, merkte ich schnell, dass Sachen fehlten: ein zweiter Wassertopf, um dort den Schwamm immer wieder auszuwaschen, mit dem man die Platte saubermacht, wenn man die Farbe wechseln will und ein Tuch zum Abtupfen der Platte. Küchentücher eignen sich nicht gut, besser ist z.B. ein Stück Baumwollstoff.

Bei meinen ersten Versuchen nahm ich Acrylfarbe und drückte diese auf die Platte. Danach walzte ich die Farbe aus und drückte dann das Papier in die Farbe hinein. So entstand dieses Papier:

Sie sehen die Muster? Dies kommt durch zuviel Farbe. Fand ich interessant, aber eigentlich wollte ich so viele Schlieren nicht. So trug ich die Farbe gleichmäßiger mit einem Pinsel auf und bekam das Ergebnis:

Schließlich malte ich Punkte in verschiedenen Farben auf und das kam dabei raus:

Immer noch zu viel Farbe… Weiter versuchen!

Ergebnis: Es reicht wirklich ein kleiner Klecks, um die Platte mit dem Roller gleichmäßig einzufärben. Rechts ein glatter Farbauftrag aus einer Mischung aus grün und orange.

Und wenn doch zuviel Farbe am Roller ist, dann auf anderen Papieren abstreifen, so bekommt man direkt noch andere Varianten.

Nächsten Montag zeige ich Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, Muster zu gestalten.

 

Zwei Krimi-Kurzbesprechungen

Letztlich habe ich mir mal wieder ein Hansjörg Schneider Krimi gegönnt. Den vierten, sechs habe ich noch in petto. Diese Krimis sind für mich wie ein paar Lieblingsschuhe: reinschlüpfen, bzw. reinlesen und sich sofort wohl fühlen.

In diesem Buch wird eine Ärztin, Anfang sechzig, mit einem Messer ermordet. Verdächtige gibt es viele: ihr Kollege in der Praxis und die Angestellten, Drogenabhängige, die sie mit Methanon versorgt hat, Bewohner eines Altenheims, die gegen die Hilfe für Drogenabhängige sind, ein undurchsichtiger Sohn, ein ehemaliger Liebhaber, Angehörige von Verstorbenen, bei denen die  Ärztin falsch diagnostiziert hat. Kommissar  Hunkeler lässt seine Kollegen in viele Richtungen ermitteln, er selbst geht im Rhein schwimmen, beobachtet, hört zu und wartet auf den richtigen Moment. Und dieser Moment kommt.

Wer noch keinen Schneider-Krimi gelesen hat, aber evtl. die Fernsehserie „München Mord“ kennt, kann sich von Kommissar Hunkeler ein Bild machen. Er erinnert mich an Kommissar Ludwig Schaller. Der 5. Band steht im Regal schon bereit…

Guido Guerrieri  ist erfolgreicher Anwalt in Bari. Er ist der einzige Anwalt , der einer Bitte der Staatsanwältin entspricht und als Nebenkläger in einem Stalking-Fall auftritt. Der Beklagte ist der Sohn des obersten Richters von Bari und Guerrieris  Aussichten, den Fall für seine Mandantin zu gewinnen, sind nicht gut. Es kommt zur Gerichtsverhandlung, aber damit ist der Krimi noch nicht zuende.

Um Guerrieri  zu charakterisieren, kommt jetzt ein Musikvideo. Er hört dieses Lied, ja die ganze CD sehr gerne.

Dieser Buchtitel  gehört ebenfalls zu den „leisen“ der Krimis, spannend, ein bisschen zynisch mit einer sympathischen Hauptperson. Auch hier gibt es mehrere Bände.

Unfreiwillige Erfahrung

Mein Mann und ich besuchen ab und zu auch klassische Konzerte. In der Vergangenheit berichtete ich auch schon über einige, doch vorgestern erlebten wir ein Konzert, das mich wohl so schnell nicht wieder loslässt.

Wir gingen in ein Klavierkonzert in der Düsseldorfer Tonhalle mit Daniil Trifonov und dem London Philharmonic Orchestra. Karten hatten wir für die dritte Reihe ergattert, als wir ankamen, war allerdings aus der dritten Reihe die erste geworden, da das Orchester außergewöhnlich groß war und man die ersten beiden Reihen deshalb entfernt hatte.

 Einige Karteninhaber waren gar nicht erfreut und verlangten andere Plätze. Mein Platz war direkt vor dem Pianisten, also, dachte ich mir, guckst du ihm mal ganz nah bei der Arbeit quasi über die Schulter.

Meine Sicht auf die Bühne

Das Konzert begann mit Tschaikovskys Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23. Unsere Befürchtungen, dass die Akustik auf diesen Plätzen schlechter sei, waren unbegründet. Die Sicht auf das Orchester war eingeschränkt, was besonders beim zweiten Stück (Der Kuss der Fee von Strawinsky) schade war, Bläser, Flötisten und Cellisten spielen bei dieser Komposition eine wichtige Rolle. (Dafür hatten wir eine interessante Sicht auf das Schuhwerk der Musiker, aus den Fotos hätte man eine nette Collage machen können- aber ich schweife ab…). 

Daniil Trifonov spielte grandios, wie nicht anders zu erwarten war, doch ich  konnte mich nicht richtig an der Musik erfreuen, beobachtete ich doch eher unfreiwillig seine Mimik beim Spielen. Die berühmte Pianistin Martha Argerich hat über den Anschlag Trifonovs gesagt: „Hinzu kommt sein Anschlag – er hat Zartheit und auch das dämonische Element. Ich habe so etwas noch nie gehört.“ Das ist vielleicht auch eine ungefähre Beschreibung seiner vielen Gesichtsausdrücke während des Spielens. Ich musste immer wieder wegsehen, weil ich das Gefühl hatte, seine Privatshäre zu verletzen, ja, fast eine Voyeuristin zu sein. 

Das hatte ich am Anfang des Abends nicht erwartet und ich möchte so einen Platz nicht ein zweites Mal haben. Es gibt Momente…

Wer einen kleinen Einblick in die Virtuosität Daniil Trifonovs bekommen möchte, hier ein ca. 15 minütiges Video:

 

 

 

Juchhu, ich habe Macht!

Hinweis: Dieser Beitrag ist von 2018. Obwohl sich die Situation inzwischen verbessert hat, lösche ich den Artikel nicht, denn er erinnert mich immer daran, dass etwas besser werden kann und man immer die Möglichkeit hat, einen kleinen Beitrag zu leisten, indem man nachfragt und seine Meinung vertritt.

Mir sind in der Vergangenheit die Berichte über die Schredderung von männlichen Küken immer sehr nahe gegangen. Im Laufe des letzten Jahres kamen dann die ersten Eierkartons von Betrieben auf den Markt, in denen es keine Schredderung gab. Mit als erste Supermarktkette bot Rewe diese Eier an. Bei Edeka um die Ecke tat sich nichts. So machte ich mir einen Sport daraus, bei jedem Einkauf eine andere Angestellte zu fragen, ab wann sie denn Eier von pro-männlichen-Küken-Betrieben anbieten würden (Ich formulierte das vor Ort schon ein bisschen ausführlicher). Die Reaktionen waren interessant (Nichtwissen, Nichtkennen, mitleidiges Lächeln). Ich merkte im Laufe der Zeit aber, dass das Thema dann allmählich wohl auch bei Edeka aktuell wurde, denn eines Tages bekam ich die Antwort „Bald!“. Tata- jetzt werden sie angeboten! Da werden die Ostereier umso besser schmecken.

Das Foto habe ich schon letzten Monat gemacht, deshalb liegt das Haltbarkeitsdatum im Februar.

Ich bilde mir nicht ein, dass es wegen meiner Quengelei alleine passiert ist. Aber es könnte ja sein, dass mehrere Edekakunden nachgefragt und damit eine kaufmännische Entscheidung herbeigeführt haben. Das wäre dann die Macht des Verbrauchers…

Morgen zeige ich Ihnen meinen ersten Ostereier-Einfärbversuch.

 

Gelli Montag (Nr.1)

Zum ersten Mal kam ich mit der Wabbelplatte, Verzeihung, dieses Wort ist despektierlich, es heißt unter Kennern „Gel Printing Plate“ bei einer Freundin in Berührung. Sie zeigte mir, welche wunderbaren Farbpapiere man mit dieser Gel-Platte schnell selbst produzieren kann. Ich war beeindruckt, entschied mich aber dafür, dieses neue „Hobby-Fass“ nicht zu öffnen und vergaß.

Dann wurde ich in den letzten Wochen immer wieder mit tollen Gelli Arts-Werken auf Instagram oder Pinterest konfrontiert, ja man machte mich regelrecht mürbe und in einer schlaflosen Nacht war es schließlich um mich geschehen. Ich sah mir diverse YouTube Videos an und es kamen mir zig Ideen für meine Kartenunikate, Papierperlen und Fotos. So bestellte ich mir diese Platte:

und diese Ideenliste hängt nun am Kühlschrank:

Ich habe beschlossen, den „Gelli-Montag“ einzuführen und in den nächsten Monaten immer mal wieder am Wochenanfang von meinen Erfahrungen und Entdeckungen mit der Gel-Platte zu berichten. Vielleicht mache ich Sie dann auch mürbe?

Um Ihnen schon einen kleinen Eindruck zu vermitteln, zeige ich Ihnen hier meine ersten Versuche:

Was ich bei diesen vier Versuchen schon gelernt habe, das erzähle ich Ihnen nächsten Montag.

Auflösung des gestrigen Rätsels: Ohne die Schmusedecke geht gar nichts bei…

Linus van Pelt aus der Comicserie „Charlie Brown“.

Hier sein Wikipedia-Eintrag:
Der kleine Bruder von Lucy ist der zweitbeste Freund von Charlie Brown nach Snoopy und die reifste Persönlichkeit unter den Peanuts. Häufig führen die beiden philosophische Gespräche. Von Linus stammt der Satz: „Von allen Charlie Browns der Welt bist du der Charlie Brownste.“ Zum Ärger seiner Oma und vor allem seiner Schwester Lucy ist er immer noch auf seine Schmusedecke angewiesen, hinter der in den Comics Snoopy immer wieder her ist. Die Schmusedecke kann er allerdings bei Bedarf auch als Waffe einsetzen, um zum Beispiel lästige Fliegen im Flug zu töten, was ihm immer sehr viel Respekt verschafft. Deshalb wagt es auch kaum jemand, sich über ihn lustig zu machen. Außerdem ist er sehr gut im Bauen von Sandburgen, worauf Lucy stets neidisch ist und diese zerstört. Er ist in seine Lehrerin Frl. Othmar verliebt und wartet jedes Jahr zu Halloween auf die Ankunft des Großen Kürbisses. Seine Religiosität ermöglicht es ihm, seiner Schwester zu beweisen, dass Seufzen biblisch ist (Röm 8,22–23 EU). Trotz der Unterdrückung durch seine Schwester liebt er sie sehr. Sein Berufsziel ist es, als kleiner Landarzt mit dem Porsche übers Land zu fahren und die Menschen zu heilen.

Mal wieder Lust bekommen, ein paar Charlie Brown Stripes zu lesen?

Das ist mein momentaner Favorit:

 Schroeder, der Klavierspieler…