Unser zweites Ziel: Die Auvergne (FR Nr. 12)

Frühmorgens machten wir uns auf, um von Martigues nach Mende zu fahren, wo wir zweimal übernachten wollten. Letztes Jahr wurde bei uns die Idee geboren, einige Orte zu besuchen, von denen wir durch das Gucken der Tour de France in den letzten Jahren zum ersten Mal gehört hatten. Mende und seine Umgebung gehörte dazu.
Von der Provence verabschiedeten wir uns in Uzès . Es war wieder ein Montag und wir nahmen an, dass wie in Valence und Montélimar das Städtchen ausgestorben sei. Weit gefehlt! Die meisten Läden waren geöffnet und im Café sahen wir dem geschäftigen Treiben zu, bevor wir einen Rundgang starteten.

Sah man in den Himmel, bekam man solche Aussichten. Uzès erinnert eher an eine italienische Stadt mit vielen hohen Stadtpalästen. Zwischen den Häusern gibt es immer wieder hübsche Plätze und malerische Details zu entdecken.

Das Stadtbild wird u.a. geprägt von der ehemaligen Kathedrale Saint Théodorit aus dem 18. Jahrhundert. Der Turm im italienischen Stil, die Emporenbasilika und die Bemalungen tragen dazu bei, dass die Kirche zu den schönsten in Südfrankreich gezählt wird.

Die Reiseführer, die ich gelesen habe, wurden der Schönheit des Ortes nicht gerecht und es blieb beim Lesen nur „Der Ort mit dem Haribomuseum“ hängen. Wie gut, dass wir auf unseren Vermieter in Martigues gehört haben, der uns Uzès ans Herz gelegt hatte!
Von Uzès aus ging es weiter über Alès Richtung Mende. Wie vermieden Autobahnen und Schnellstraßen, um einen ersten Eindruck von den Cevennen zu bekommen. Leider regnete es heftig, so dass die Fotoausbeute eher mager ist.

Willkommen im Land der Berge, Wälder, Flüsse, Wasserfälle und Stauseen. Manche Ausblicke erinnerten mich an Schottland, dann war ich plötzlich wieder im Allgäu…

In Mende angekommen, machten wir abends noch einen kleinen Spaziergang , den wir dann am nächsten Tag noch einmal wiederholten, um so die ganze Altstadt kennenzulernen.
Auch hier ist die gothische Kirche der „Hingucker“ im Stadtbild.

Mittelalterliche Häuser lösen sich mit Prachtbauten aus späteren Jahrhunderten ab. Auf einem Rundgang gibt es über 20 verschiedene ausführliche Erklärungstafeln.

Obwohl Mende ein großes Einzugsgebiet hat, war der Leerstand der Geschäfte auffallend hoch. Die Coronazeit und der Wegfall (?) von Steuervergünstigungen für den Einzelhandel haben hier ganze Arbeit geleistet.

Ich habe versucht, manchen Laden wieder etwas Leben einzuhauchen…

Am Freitag erzähle ich Ihnen über Erik und Narcisse, wie die beiden sich in der Nähe von Mende herumgetrieben haben.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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