Tilly und McCartney

In Oberhausen finden momentan zwei sehr unterschiedliche Ausstellungen statt, die für einen Museumssonntag mit anschließendem Kaffeetrinken bestens geeignet sind.

Da wäre zuerst:

Tilly, der inzwischen weltweit bekannte Wagenbauer des Düsseldorfer Karnevals, zeigt u.a. seine Konstruktionspläne für einzelne Wagen sowie 3 D Modelle der Wagenfiguren aus verschiedenen Jahren. Hingucker sind einige Originalteile der letzten Karnevalswagen.

Wenn Sie mehr über Tilly wissen möchten, dann beachten Sie bitte auch unter „Related Posts“ den Link zu meiner Buchbesprechung.

Die Galerie im Schloss widmet sich den Bildern der Fotografin Linda McCartney. Die Beschreibung des Flyers ist schon recht ausführlich. Unter „Roadworks“ werden u.a. auch Fotos gezeigt, die sie aus fahrenden Autos gemacht hat. Diese gefielen mir besonders gut. Auffällig sind die Sun Prints, bei denen Fotopapier der Sonne ausgesetzt und noch bearbeitet wurden. Ich habe versucht, die besondere Ausdruckskraft solcher Fotos mit einem Fotobearbeitungsprogramm nachzuempfinden.

Wieder mehr Konzertgenuss

Im März waren mein Mann und ich im Colosseum in Essen. Nicht jauchzend, denn unsere beiden ersten Konzerte in diesem Saal waren, was die Akustik angeht, nur ausreichend bis unterirdisch. Aber die Musikgruppe, die jetzt kam, wollten wir unbedingt ein zweites Mal sehen. Es waren die „Analogues“. Über das letzte Konzert der Niederländer in Köln berichtete ich bereits- „The Analogues“ spielen Lieder der Beatles auf Instrumenten, die aus der Zeit der Beatles stammen. Das Besondere dieses Mal: Die Gruppe nahm sich das weiße Album vor, das von den Beatles selbst niemals auf der Bühne aufgeführt wurde! Und die Musiker taten es erneut auf brillante Weise. Bei „While My Guitar Gently Weeps“ blieb die Gänsehaut nicht aus.

Die Beatles waren vier Musiker, aber um ihre Lieder mit den so unterschiedlichen Instrumenten auf der Bühne spielen zu können braucht man bis zu 18 Personen

Das weiße Album besteht aus 2 CDs. Die Akustik beim Spielen der CD Nr. 1-Lieder war gut und wir dachten schon „Geht doch!“. Nach der Pause wurde es dann wieder unangenehm, wie ich bei meiner Sitznachbarschaft am Nesteln an den Ohren bemerkte. Bei mir selbst war es auch so. Nahm ich bisher immer Ohropax und dachte dann bei der dumpfen Geräuschsuppe, warum ich überhaupt ins Konzert gehe, probierte ich dieses Mal neue Ohrstöpsel aus. Jetzt kommt keine bezahlte Werbung:

In den Stöpsel steckt man ein kleines Röhrchen, das die Lautstärke regelt. Es gibt drei Röhrchenvarianten für verschiedene Frequenzen, sprich für laute, sehr laute und bekloppt laute Musik. Es funktioniert. Trotz geschütztem Trommelfell hört man die Musik differenziert, die Investition von 17 Euro lohnt sich.

Morgen kommt ein zweiter Super easy Beitrag.

Es ist an der Zeit, mal wieder über die Beatles zu sprechen

Gestern fand im Kölner Tanzbrunnen-Theater ein Konzert mit der niederländischen Musikgruppe „The Analogues“ statt. In den Niederlanden schon sehr bekannt, war dies erst das dritte Konzert der Gruppe in Deutschland. The Analogues haben das Credo, die Lieder der Beatles mit dem Equipment zu spielen, das der Gruppe 1967 zur Verfügung stand und auch nur Instrumente zu benutzen, die in dieser Zeit gebaut wurden.

In der ersten Konzerthälfte wurden alle Stücke der „Magical Mystery Tour“ gespielt. Man musste nur die Augen schließen, dann waren Paul, John, George und Ringo ganz nah- unglaublich! Nach der Pause machten The Analogues nicht Machbares wahr: Sie führten die Platte „Sgt Peppers Lonely Heart Club Band“ auf- von den Beatles nie auf der Bühne gespielt, da wegen der vielen benutzten und z.T. sehr ausgefallenen Instrumente diese Lieder als nicht aufführbar galten. Welches Adjektiv soll ich jetzt nehmen? Unfassbar? 

Durch The Analogues bekommt die Musik der Beatles für die heutige Zeit noch einmal einen ganz anderen Stellenwert, wenn man live miterlebt, wie diese Lieder musikalisch umgesetzt werden.

Am 2.5.2018 findet ein Konzert in Essen statt. Sie sollten es sich nicht entgehen lassen.

Auf Youtube gibt es diverse Clips von verschiedenen Aufführungen. Ich habe mir fast alle angesehen, leider kommt kein Video annähernd an die Qualität eines Liveauftritts heran. Aber ich möchte Ihnen wenigstens eins zum Abschluss zeigen: