Besuch bei einem Papiertheater

Am Sonntag waren mein Mann und ich im St. Laurentius Museum in der Rheinhauser Eisenbahnsiedlung. Wir hatten eine Einladung zu Papirniks Papiertheater bekommen. Es sollte die Oper „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber aufgeführt werden. Ich war sofort Feuer und Flamme, denn in Spielzeugmuseen haben mich alte Papiertheater schon immer fasziniert.

Zuerst erzählte uns Herr Papirnik (er heißt wirklich so und seine Familie hat seit mehreren Generationen immer etwas mit Papier zu tun) über seinen Werdegang als Betreiber eines Papiertheaters, dann gab er uns einen kurzen Überblick über den Inhalt der Oper, die er auf ca. 30 Minuten gekürzt und mit ein paar Texten versehen hatte.

Sobald das Licht aus und der Vorhang hochgezogen war, befand man sich in einer Welt aus 1001er Nacht. Die nach alten Vorbildern neu gedruckten Puppen und Bühnenbilder waren zauberhaft. Die Texte der einzelnen Personen hatten zuvor Arbeitskollegen von Herrn Papirnik auf Band gesprochen. Sie hatten einen Hauch von Ruhrpottambiente und machte die an sich schon lustige Oper noch ein bisschen witziger. Die Opernarien kamen ebenfalls vom Band.

Die Aufführung war viel zu schnell vorbei, es gab viel Applaus mit mehrere Vorhängen. Nach der Vorstellung hatte man dann noch die Gelegenheit, hinter die Bühne zu gucken und Herr Papirnik beantwortete geduldig alle Fragen zur Geschichte und der Technik des Papiertheaters.

Autor: linda

Wohne in Duisburg.

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