La Rochelle/ Île de Ré (Bretagne 10)

Heute beende ich meinen Bericht über unseren Urlaub in der Bretagne und nehme Sie noch mit nach La Rochelle und die Île de Ré.
Die Einwohner von La Rochelle fühlen sich als Bretonen, wenngleich die Stadt eigentlich schon zur Region Nouvelle-Aquitaine zu. gehört.

Man trifft in der Stadt immer wieder auf die bretonischen Trachten.

Wir wohnten in der Nähe der Altstadt und diese begeisterte uns sofort mit ihrer Lage am Wasser. (Tipp: Wenn Sie zwischen 8 und 9 Uhr ins Café. gehen, können Sie direkt am Wasser Ihr Frühstück in Ruhe genießen, siehe oben rechts auf dem Bild.)

Links oben: Die Hafenpromenade wird von vielen Fischrestaurants gesäumt. Rechts unten:

In diversen Seitenstraßen befinden sich schöne kleine Fachgeschäfte, die häufig unter Arkaden im Schatten liegen, im Sommer wie an regenreichen Tagen ein großer Pluspunkt. Auch ein uriger Markt mit Halle fehlt nicht.

Versäumen sollte man nicht, das Rathaus von La Rochelle zu besichtigen. Prächtig!

La Rochelle- Da war doch was? Der Stadtteil „La Pallice“ war für einige Szenen der Drehort für den Film „Das Boot“.

Oben der U-Boot-Bunker, den man nicht besichtigen kann. Der Stadtteil gehört momentan eher zu den „Problemvierteln“ und trägt teilweise gewisse „Lost Place“-Züge. Da eine große Fläche direkt am Wasser für Militär- und Industrieanlagen abgesperrt ist, fällt es nicht leicht, „La Pallice“ neu zu gestalten.

Während des Zweiten Weltkriegs war La Rochelle zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Armee besetzt, die einen riesigen U-Boot-Bunker errichtete, der Teil des Atlantikwalls war. In La Rochelle gibt es ein Museum, das sich mit dieser Zeit beschäftigt. Es nennt sich „Le bunker de La Rochelle“.

Das Museum ist in einem verwinkelten Keller untergebracht, der nicht gekühlt ist. Unten rechts: Die Leere täuscht, 10 Sekunden später wuselten zwei Schulklassen um uns herum, es wurde sehr eng und wir beendeten die Besichtigung nach knapp 10 Minuten..

Eigentlich wollten wir uns in La Rochelle noch das Aquarium und das Schloss Saint Jean d’Angle ansehen, doch es war sehr heiß und wir suchten Abkühlung am offenen Meer. Wir hofften, sie auf der Ile de Ré zu finde, eine Insel, die ca. 20 km von La Rochelle entfernt liegt und über eine Brücke zu erreichen ist.

Uns empfing eine Landschaftsmischung aus Italien, Andalusien, Niederlande und Bretagne und jedes der kleinen Dörfer ist ein Besuch wert.

Unsere erste Pause legten wir bei der Ruine der Zisterzienserabtei Notre-Dame-de-Ré ein. Die Abtei wurde im 12. Jahrhundert gebaut.
Oben links: Das weiße Dorf „Ars-en-Ré“ mit dem auffälligen schwarz-weißen Glockenturm der Kirche Saint-Étienne zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Links unten die Vauban-Zitadelle aus dem 17.Jahrhundert, sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Danke Bretagne für diese schöne Zeit!