Buchstabenlandschaften

Hier der Text in „ gewohnter Manier“: (Auflösung unseres Rätsels von gestern)

Der Text ist ein Auszug einer Beschreibung zu Text-Bildern in dieser Art:

Im Düsseldorfer NRW Forum findet z.Zt. eine Ausstellung statt. (Neben Ausstellungen von Jan Böhmermann und mit Bildern von jungen Fotografen- diese beiden Ausstellungen fand ich dürftig).

Frühling…er kommt!

Vor ein paar Tagen war ich im Schwimmbad. In der Umkleidekabine nebenan waren zwei kleine Mädchen (den Stimmen nach zu urteilen), die in einer Dauerschleife sangen:

Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen!
Frühling, Frühling wird es schon bald.

Das war wohl der aktuelle Kindergartenhit.

Dann begrüßte mich jetzt (!) diese Sonnenhut-Blüte (mal abgesehen von den Schneeglöckchen-Kissen). 

Und ich tue selbst noch etwas, um den Frühling zu locken. Dieser Schal begleitet mich schon einige Jahre, seine knalligen Farben stämmen sich gegen das Grau.

Und wie locken Sie den Frühling herbei?

Zwiespältig bis begeistert

Am Wochenende war ich in Düsseldorf im Museum Kunstpalast, um die Ausstellung „Night and Day“ von Axel Hütte zu sehen. Ca. 70 Fotos im Großformat werden gezeigt, aufgenommen in den 90er Jahren bis zum Jahr 2017. Man sieht Landschaften und Stadtansichten, manchmal falsch herum aufgehängt, manchmal nicht auf Papier entwickelt, sondern auf einem Trägermaterial, das an Metall erinnert.

Axel Hütte (er gehört zu der bekannten „Düsseldorfer Schule) ist beim Fotografieren mit einem Team unterwegs, denn seine analoge Großbildkamera ist ein Schwergewicht und damit z.B. durch den Dschungel zu ziehen ist sicherlich ein wahres Abenteuer und erinnert eher an eine Forschungsreise. Auch der Tatsache, dass er analog fotografiert, also digital nicht nachbearbeitet und auf den richtigen Moment warten muss, zolle ich beim Betrachten großen Respekt. Aber…Die in den Medien hochgelobte Magie der Motive fühlte ich nur bei sehr wenigen Bildern. Bin ich vielleicht verdorben, weil ich schon zu viele Fotos gesehen habe? Ich glaube nicht. Die Präsentation der Bilder war größtenteils unprofessionell.

Ich zitiere einen Artikel aus der Rheinischen Post: Es gehört zu den Wahrzeichen der Düsseldorfer Schule, dass ihre Bilder zumeist menschenleer sind. Bei manchen ist es auffällig; bei Axel Hütte aber wäre jeder Mensch geradezu störend. Es gibt gelegentlich Spuren von zivilisatorischem Gebaren, wie die sehr kleine Ufermarkierung in der Serie der nebulösen Rheingau-Fotos. Das aber ist allenfalls eine Lappalie am Bilderrand.

Diese Bilder nahm ich mit meinem Handy auf (Fotografieren ist in der Ausstellung erlaubt):

Die meisten Bilder hatten kein entspiegeltes Glas, das war sehr störend und man erkannte z.T. die Motive nicht richtig oder nur aus schrägem Winkel. Dafür habe ich kein Verständnis und jetzt, 2 Tage später, schüttele ich innerlich immer noch den Kopf.

Es gibt aber noch ein zweites „Aber“: Im Museum läuft noch eine zweite Ausstellung und diese ist beeindruckend.  Hier eine kurze Beschreibung aus einem Flyer: 

In den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf wurden 1937 über 1.000 Kunstwerke beschlagnahmt – nur Museen in Berlin und Essen waren stärker betroffen. Wenige Werke sind heute wieder im Bestand des Museum Kunstpalast, der weitaus größere Teil ist verschollen oder zerstört, einige Werke befinden sich in anderen Sammlungen. Achtzig Jahre nach den – auf verschiedenste Weise – folgenreichen kunstpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten wird mit dieser Präsentation ein aktueller Blick auf das Thema geworfen. Sie bezieht die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Jahres 2013 mit ein, in dem detailliert rekonstruiert wurde, welche Werke damals auf staatliche Order aus den Düsseldorfer Depots entfernt wurden. Neben Doku-mentationsmaterial sind einige Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier zu sehen, u.a. von Otto Dix und Paula Modersohn-Becker.

Die Hütte-Ausstellung geht noch bis zum 14.Januar. Wenn Sie selbst gerne fotografieren, besuchen Sie sie am Wochenende, dann man kann interessante Bilder mit Spiegelungen machen. .. Die zweite Ausstellung läuft noch bis zum  7.10.18.

Wenn Sie am nächsten Wochenende meinen Blog lesen sollten, dann haben Sie evtl. ein Déjà vu-Erlebnis. Ich bin wieder in einer Düsseldorfer Ausstellung, die ich ziemlich läppisch fand, entdeckte aber im selben Gebäude quasi unterm Dach ein Kleinod.

 

 

 

Schriften begleiten unseren Alltag

Ob morgens in der Zeitung, bei der Arbeit im Internet, während des Einkaufsbummels oder abends im Krimi- uns begegnen  zig verschiedene Schriften, wenn wir Texte gewollt oder auch ungewollt lesen. Ist Ihnen bewusst,  wie Sie durch Schriften manipuliert werden?

Dieses Buch nimmt Sie mit in die Welt der Schriften.

Wir lernen berühmte Schriftgestalter kennen, von denen auch einige aus Deutschland kommen und gucken ihnen bei der oft sehr mühseligen Arbeit über die Schulter. Bekannte Schriften und ihre Geschichte werden vorgestellt, manche waren Vorbild für andere Schriften, manche gerieten in Vergessenheit, weil ihr Gebrauch z.B. überhandnahm und man sich sattgesehen hatte.

Man bekommt beim Lesen ein Gefühl für Schriften, denn es werden auch die schlechtesten Schriften besprochen, ebenso Schriften, die besondere Stimmungen vermitteln und Signale aussenden und damit in der Werbung den Verbraucher manipulieren sollen. (Sie werden überrascht sein, wenn Sie nach dem Lesen des Buches konkret darauf achten!).

Schließlich gibt der Autor mit einigen kleinen Geschichten, die schon fast an Possen erinnern, dem Leser Anlass zum Schmunzeln. Warum hat, laut Werbeexperten,  z.B. Hilary Clinton die Wahlen verloren? Hilarys Werbeagentur, die es wohl mit Schriften nicht so genau nahm, benutzte bei Plakaten, Buttons, Flyern usw. eine Schrift, die in den USA ausschließlich für Toilettenartikel benutzt wird….

Am Wochenende gibt es noch einen Nachschlag zu diesem Thema mit dem Hinweis zu einer Ausstellung und einem Rätsel.

 

 

Kein Quatschsatz…

…ist „Zwölf Boxkämpfer jagen Viktor quer über den großen Sylter Deich“ für deutschsprachige Typografen. Wenn sie eine neue Schrift erfinden brauchen sie Sätze, in denen alle Buchstaben des Alphabets erscheinen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die neue Schrift wirkt und wie hoch ihre Lesbarkeit ist.

Mehr zum Thema „Schriften“ morgen mit einer Buchbesprechung.

Quatschsatz- das Wochenendrätsel

Zwölf Boxkämpfer jagen Viktor quer über den großen Sylter Deich

Dieser Satz ist vielleicht etwas blödsinnig, aber trotzdem ist er für eine Berufsgruppe sehr wichtig. Warum ist er wichtig und von welcher Berufsgruppe spreche ich?

Morgen abend erlöse ich Sie, falls Sie keine Idee haben. Schönes Wochenende!

 

Gastbeitrag

Meine Blog-Leserin, Frau Mila Rohde, schrieb mir Ende des Jahres, dass sie gerne meine Haikus liest und inzwischen selbst versucht hätte, einige zu schreiben. Ich bat sie daraufhin, mir diese zu schicken, was sie tat und ich freue mich, dass ich sie nun veröffentlichen darf. 

Kalt ist es draußen,
die Katzen bleiben im Haus.
Alle? Nein, Ping nicht.

Osterhasentisch
jetzt schon? Ohne Gnade
wird die Zeit gejagt.
(Haiku ausgedacht am 30.12.17 nach Besuch eines Kaufhauses)

Fleck auf dem Spiegel
Marienkäfer im Bad-
wohin ihn retten?

 

Witz ist nicht gleich Witz

Bei diesem Buch gibt es eine „Schmunzelgarantie“.

Zwei ehemalige Philosophiestudenten versuchen, wichtige philosophische Themen mit Hilfe von Witzen zu verdeutlichen. Jedem der 10 Kapitel ist ein kurzer Dialog zweier Griechen vorangestellt, die Fragen wie z.B. „Was ist der Sinn des Lebens?“, „Was ist moralisch?“, „ Was bedeutet Ewigkeit?“ diskutieren. Danach kommen die Autoren zu Wort, geben eine kurze Einführung und lassen den Leser an ihrem reichen Fundus an Witzen teilhaben. Bekannte Witze erscheinen im neuen Licht und man beginnt zu grübeln. Viele Witze sind sehr „trocken“ und erinnerten mich mit Vergnügen an englischen Humor.
Das Buch hat einen Stammplatz auf meinem Nachttisch. Ab und zu ein Kapitel lesen, lachen, ein bisschen nachdenken und darüber dann sanft einschlafen…