Letztes Wochenende waren wir erstmalig in Oldenburg und Bad Zwischenahn. Drei farbenfrohe Tage!
Bei einem ersten Bummel durch die Oldenburger Innenstadt fiel uns zuerst das Schloss auf, das mich sofort an ein von mir heißgeliebtes Zitronentörtchen erinnerte.

Auch im Schloss und den Nebengebäuden konnte man durch die Gestaltung der Räume in Farben schwelgen.

Nur ein paar Schritte vom Schloss entfernt befindet sich die St. Lamberti Kirche. Von außen eine wunderschöne Backsteinkirche, überrascht sie innen mit einer strahlend weißen Einrichtung und weißen Wänden. Wenn da nicht das Kreuz wäre…

Der Grund unserer Reise nach Oldenburg war der Besuch des Horst Janssen Museums.

Mir gefallen die Kunstwerke von Horst Janssen sehr. Ich habe diese drei Bücher und wünschte mir schon lange, einige Werke einmal live zu sehen.

Dem Museum gehören über 2000 Kunstwerke, doch enttäuschte mich die Präsentation. Es gibt eine Dauerausstellung in einem überschaubarem Raum, in dem einige seiner künstlerischen Tätigkeiten, wie beispielsweise Holzschnitt oder Kupferstich, erklärt werden. Doch sind nur wenige passende Bilder ausgestellt, die teilweise noch schlecht ausgeleuchtet waren. Einige Fotos und Zitate mit Erklärungen geben einen kleinen Einblick in das Leben von Horst Janssen. Auf zwei weiteren Etagen finden Sonderausstellungen statt, bei denen Bilder von Horst Janssen in Beziehung zu Werken anderen Künstlern gesetzt werden. Wir sahen Textilarbeiten der Künstlerin Andrea Ziegler, bei denen sich mir die Verbindung zu den Bildern von Janssen nicht immer erschlossen hat.

Schade, aber ich wurde durch einen anderen Ort getröstet, dem „Park der Gärten“ in Bad Zwischenahn. In diesem Park wird in 40 Schaugärten der Garten als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen gefeiert.
Noch bis zum 13. September 26 findet in diesem Park zusätzlich der „Lichtzauber“ statt, in dem die Anlage in traumhafte Landschaften verwandelt wird.
Wir hätten schon am frühen Nachmittag den Park besuchen sollen, um uns alles auch bei Tageslicht anzusehen, doch kamen wir erst gegen 19 Uhr an. Für alle Einzelheiten der Schaugärten war es jetzt zu spät, aber wir erfreuten uns noch an den schönen Beeten.

Und dann wurde es dunkel…

War das schön! Im Grugapark von Essen gab es in der Vergangenheit ähnliche Veranstaltungen, doch diese gefiel mir besser, da die Motive sich zumeist an Vorbildern aus der Natur anlehnten (Keine Mickey Mouse oder Eiffelturm). Der Park schloss um 23 Uhr, wie nutzten die Zeit bis zum Ende. Trotz vieler Besucher war es eine entspannte Atmosphäre, da es in dem Park zig Sitzmöglichkeiten ganz unterschiedlicher Art gibt und hier wurde in kleiner oder auch größerer Runde gepicknickt.
Das war mein nördlicher Farbrausch. An grauen Herbst-und Wintertage werde ich mich gerne an ihn erinnern.
Außer der Reihe erscheint morgen am Dienstag aus persönlichen Gründen ein Beitrag.