Töne-Beats-Lied vom Regenwald

Im letzten Beitrag erzählte ich Ihnen von meinem Besuch der Ausstellung „On Air“, in der es hauptsächlich um Toninstallationen ging. Auf meinem Handy habe ich vor einiger Zeit die App „Koala“ installiert, mit der man Töne und Geräusche aufnehmen und weiterverarbeiten kann. Während der Ausstellung nutzte ich die App mehrmals, weil ich mit den Tönen ein Lied komponieren wollte.
Das Ausgangsbild von Koala sieht so aus:


Wenn man einen Ton, eine Tonfolge oder auch Gesprochenes oder Gesungenes aufnehmen möchte, drückt man eine der roten Tasten und hält die Taste gedrückt. Lässt man los, wird die Taste blau und die Töne sind erkennbar.


Diese Töne kann man unter „Sequence“ ( oben Mitte) zusammenführen und ein Beat entsteht.


Hat man einen Beat, kann dieser noch unter „Perform“ auf 16 verschiedene Weisen verändert werden. Ist man mit dem Resultat zufrieden, lässt sich diese Sequenz leicht abspeichern oder in Garageband und andere Musikprogramme exportieren.

Das tat ich und spielte zu den Tönen, die ich alle in dem Museum aufgenommen hatte, noch ein bisschen Klavier (In Garageband „Classic Electric Piano“ und „Old-Time Recording Keys“). Herausgekommen sind 3 Minuten im brasilianischen Regenwald.

Bitte Pfeil links antippen.

Als Titel des Liedes würde vielleicht „Short Requiem for the Brazilian Rain Forest“ gut passen.

Was braucht man für Garageband (3)

Letzte Woche kündigte ich an, Ihnen meinen „Arbeitsplatz“ für die Musiksoftware Garageband vorzustellen.

Die Schriftfarben haben folgenden Sinn:

Gelb= Ohne dem geht es nicht: PC, IPAD, Laptop oder Handy müssen vorhanden sein. Garageband wurde von der Firma Apple entwickelt und besitzt man ein Gerät dieser Firma, ist diese Software entweder von Anfang an auf dem Gerät installiert oder man kann es kostenlos herunterladen. Hat man Windows 8,9 oder 10 auf dem PC oder dem Laptop, kann man Garageband ebenfalls aufspielen, dann es allerdings nicht kostenlos. Ich mache keine Preisangaben, da diese schwanken, bzw. es auch immer wieder Preisaktionen gibt. Für Androidhandys soll es angeblich seit 2021 ebenfalls eine Möglichkeit geben, Garageband zu installieren, aber die Aussagen in Internet widersprechen sich teilweise. Abgesehen davon ist ein größerer Bildschirm von Vorteil, wenn man Musik mit Garageband machen möchte.
Der Zettelkasten (oder ein Notizbuch): Beherzigen Sie meinen Rat und schreiben Sie von Anfang an auf, wenn Sie Ideen haben, in Garageband eine Tonfolge entdecken, die Sie für später vielleicht benutzen wollen. Notieren Sie sich jeden erfolgreichen Arbeitsschritt. Wenn man nicht täglich mit der Software arbeitet, vergisst man schnell einzelne Programmfolgen und muss neu mit dem Lernen anfangen.

Grün: Kopfhörer und Mikrofon kamen nach zwei Wochen dazu, weil ich auch gerne singen und dies aufnehmen wollte. (Auf dem Mikrofon sitzt ein Popschutz, der Atemgeräusche beim Singen oder Sprechen unterdrückt). Ein Paar Lautsprecher gönnte ich mir, weil die eigene Musik besser klingt, als wenn sie nur aus dem IPAD kommt.

Rot: Mein letzter Neuzugang, den ich geschenkt bekommen habe: Ein Audio Interfacegerät mit vier Ein-bzw.Ausgängen. Wollte ich eigentlich nicht haben, aber jetzt möchte ich es nicht mehr missen.
Wenn Sie nicht nur Musik am Bildschirm machen möchten, sondern auch singen oder ein Instrument, das sie spielen, mit einbinden wollen, sollten Sie sich diese Anschaffung überlegen. Die Tonqualität bei Mikrophonaufnahmen wird so viel besser. Bei meinem E-Piano hatte ich zuvor die Bluetooth Midi Funktion benutzt, um das Spielen in Garageband einzubinden. Jetzt geht ein Midikabel von meinem Klavier in das Interfacegerät und die Tonqualität in Garageband ist voller und klarer.

„Ich bin nicht musikalisch, das ist nichts für mich!“ Vielleicht aber doch…Garageband bietet unzählige Tonfolgen an, die man kreativ kombinieren kann, so dass am Ende ein Lied zu hören ist, das Ihnen gefällt. Das Programm übernimmt dabei auf Wunsch die Angleichung der verschiedenen Tonspuren bezüglich Tonart und Takt. Auch gibt es eine Funktion, die sie anklicken können, so dass das Programm für Sie eine passende Tonfolge zu Ihrer eigenen Auswahl vorschlägt.

Hier ein Beispiel für ein kleines Lied, Erinnerung an einen Tag am Meer:

Benutzt habe ich in Garageband:
Das Grandpiano, die Musicbox,Neon Koto,Kindergarten Bass , Acoustic Guitar, Kontrabass Upright und Femail Choir Morph.
Die Wellengeräusche am Ende des Liedes habe ich von der Seite Freesound.org heruntergeladen. Bei der Auswahl muss man beachten, ob eine Tonfolge frei bearbeitet werden darf oder ob Einschränkungen vorliegen.

Motivation zur Musik

Gestern hörte ich einen Radiobeitrag im Deutschlandfunk. Es geht darum, wie Musik bei jungen und älteren Menschen das Gehirn positiv beeinflusst, beispielsweise bei Gedächtnisleistungen, dem Hören oder der Motorik. Nehmen Sie sich sieben Minuten Zeit, es lohnt sich!

https://www.deutschlandfunkkultur.de/musizieren-singen-hoeren-musik-wirkt-wie-medizin-reihe-neue-kraft-tanken-dlf-kultur-9380fe9c-100.html

Für mich war dieser Beitrag Bestätigung und Motivation, meine Versuche mit Garageband fortzuführen. Am Montag zeige ich Ihnen deshalb, wie mein „Arbeitsplatz“ für Garageband aussieht. Man braucht kein Instrument, um Musik zu machen und viel Spaß zu haben!

Grüße von der Garageband (1)

Im Dezember habe ich angefangen, mich ein bisschen mit „Garageband“ zu beschäftigen. Das ist ein Programm der Firma Apple für den Mac, das IPhone und das IPad, mit dem man Musik aufnehmen und arrangieren kann.Ich wollte es mal ausprobieren, um meine eigenen Klavierstücke ein bisschen aufzupeppen.
Erstes Fazit: Achtung Suchtgefahr! Es mach sehr viel Spaß und ich habe schon mehrmals dabei die Zeit vergessen. Vielleicht ein neues Hobby?
Mein erster Schritt: Ich habe das Handbuch zu Garageband im Internet gelesen und dabei direkt verschiedene Schritte ausprobiert. Da muss ich Apple loben: Das Handbuch ist wirklich so geschrieben, dass selbst Unbedarfte wie ich es verstehen können. (Hatte es früher schon mal mit den Programmen „Music Maker“ und „Audacity“ probiert und war gescheitert). Zur Verfestigung meines frisch erworbenen Wissens belegte ich danach einen dreistündigen Online Kurs bei der Kölner Volkshochschule. Hier lernte ich aber auch noch Neues hinzu. Der Referent, Herr Balzer, erklärte gut und war sehr engagiert, um jede Frage der Zuhörer zu beantworten. (Wer an diesem Kurs teilnehmen möchte oder an Kursen zu anderen IT Themen interessiert ist, hier eine Übersicht der Kurse von Herrn Balzer: https://vhs-koeln.de/Suche?cmxelementid=web4e15b88472a73&seite=&s=balzer&mf_objekt=Homepage&f=&p

Danach sah ich mir noch diverse Videos auf YouTube an. Hier kann ich besonders die Tutorials von „Maxmachtmusik“ empfehlen.

Dies war dann mein erster Versuch, ein Lied zu komponieren. Es trägt den Titel „Nemti“ nach einer ägyptischen Gottheit, über die ich zuvor etwas gelesen hatte. Nemti heißt „Der Reisende“ und wurde oftmals als Vogel dargestellt. Er war gemäß dem ägyptischen Totenglauben der Fährmann des Jenseits, der die Verstorbenen gegen ein kleines Entgelt in seiner „Nachtbarke“ über den Jenseitsfluss übersetzte. Bitte links den Pfeil anklicken:

Für alle, die schon mit Garageband arbeiten: Ich habe folgende vorgegebenen Sounds von Garageband übernommen: Stargazer für Keyboard, Cinematic für Geiger, Bongos, Saxophon, Lead Vocals mit meiner Stimme verfremdet mit Hall und Dreamy, dito bei dem Gesang meines Kanarienvogels Tweety. Bei dem Einsatz von Synthezisern wählte ich Mystic Groove und Modern 808.

Garageband bietet wirklich sehr viele Möglichkeiten, ein Lied zu komponieren. Ich komme mir vor wie in einem Supermarkt, in dem ich vor einem ellenlangen Regal stehe, in dem nur verschiedene Haarshampoos stehen. Welches soll ich nehmen? Deshalb ist es wichtig, sich vorher ein paar Gedanken zu dem Lied zu machen. Welche Stimmung soll es vermitteln? Ist es ein langsames oder schnelles Lied? Wenn ich einen Text habe, welche vorgegebenen Loops passen dazu? Je mehr man vorab über ein Lied nachdenkt, desto eher wird man die passenden Instrumente und vorgegebenen Takte für das eigene Lied finden.

Learning by Doing, das ist hier das Hauptmotto, also eingfach mal anfangen!