Durchatmen auf dem Flughafen

Sollte sich in den nächsten Wochen oder Monaten ihr Aufenthalt auf einem Flughafen unerwartet in die Länge ziehen-aus welchen Gründen auch immer-habe ich für Sie die passende Musik. 1978 komponiert, 2004 noch einmal aufgefrischt. Als Beispiel das erste Stück der Schallplatte „Ambient 1: Music for Airports“ von Brian Eno.

Dazu ein Auszug aus Wikipedia:
Hintergrund
Brian Eno entwickelte die Idee für Ambient 1 während er 1977 zwangsweise einige Stunden auf dem Flughafen Köln/Bonn verbringen musste. Während er das Gebäude modern und großartig fand, ärgerte er sich über die gewöhnliche und in seinen Ohren unpassende Soundatmosphäre des Terminals. Noch während seines Aufenthalts begann er mit der Konzeption des Albums, das anders als gewöhnliche Hintergrundmusik, die entweder aufheitern oder atmosphärisch untermalen soll, „beruhigen und einen Platz zum Denken schaffen soll“.
Beurteilung der Kritiker:

QuelleBewertung
AllmusicSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[3]
Laut.deSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[4]
PitchforkSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[5]

1979 beurteilte der Musikjournalist Michael Bloom in seiner Rezension für den Rolling Stone das Album als „ausschweifend und ziellos“. Eno habe zweifellos handwerklich gute Arbeit abgeliefert, es sei aber ein hartes Stück Arbeit sich auf die Musik zu konzentrieren. Während andere zeitgenössische Rezensionen ebenfalls eher gemischt ausfielen, würdigt die 2004er Rezension der US-Musikwebsite Popmatters Enos Ambient-Erstling als Meisterwerk, „dessen Wert man nur zu schätzen lerne, wenn man die Platte in verschiedenen Stimmungen und Umgebungen hört. Du merkst dann schlagartig, wie diese Musik deinem Verstand die Luft zum Atmen gibt.“

Ich entdeckte diese Musik bei der Lektüre des Buches „Atlas der ungewöhnlichen Klänge“. Dieses Buch stelle ich Ihnen am Mittwoch vor.

Kriminell, so ein Flughafen

Ribas

Mehrere Reinigungsfrauen, die auf dem Frankfurter Flughafen die Flugzeuge nach der Landung säubern, sollen im großen Stil Drogen schmuggeln. Eine Kommissarin nimmt eine neue Identität an und es gelingt, sie in die Frauengruppe einzuschleusen. Schon bald gewinnt sie das Vertrauen der Kolleginnen und wird ebenfalls Drogenkurierin. Als sie jedoch an die Hintermänner herankommen will, beginnt sie einen schweren Fehler, denn nicht alles ist so, wie es scheint.
Dieser Krimi macht die Zeit, die Sie zukünftig auf Flughäfen verbringen, wertvoller, denn Sie lernen, hinter die Fassaden zu blicken. Für Nichtflieger: Die Figur der Kommissarin, die an dem Identitätswechsel fast zerbricht, ist keine der üblichen Powerpolizistinnen. Damit wird der Krimi noch empfehlenswerter.

Das Buch kostet 9,99 Euro.