Madonna sei Dank

In den 90er Jahren gab Madonna ein Interview, in dem sie erzählte, dass sie täglich mit Mudras meditiere. Kaum jemand wusste damals, was Mudras sind, aber die Verlage sorgten sehr schnell dafür, dass die große Nachfrage nach Mudras-Büchern befriedigt wurde und die Kasse klingelte. Aber nicht sehr lange, dann kam ein neuer Hype und die Mudras verschwanden wieder in der Vergessenheit.

Da meine Gesundheit z.Zt. etwas vor sich hindümpelt, stellte ich mich in der Bücherei letztlich auch mal vor das Regal mit den Gesundheitsratgebern, in der Hoffnung, ein Buch zu finden, das mir Tabletten erspart. Konkret fündig wurde ich nicht, aber dieses kleine Buch erweckte Madonna- Erinnerungen in mir und ich nahm es mit.

Die Hauptakteure in diesem Buch sind die Finger und mit ihnen macht man Yoga, sprich die Finger beider Hände berühren sich mehrere Minuten lang auf unterschiedliche Weise und dabei atmet man tief ein und aus. Die Anwendungsgebiete reichen von Erkältung und Abnehmen über Nierenerkrankungen bis hin zu Schlafproblemen oder psychischen Tiefs.

Jede Fingerhaltung ist mit einem Foto dokumentiert und wird dazu noch einmal beschrieben. Ob im Sitzen, Liegen, Stehen oder Gehen kann man kaum etwas falsch machen. Man darf, was den Heilungsprozess angeht, nur keine Wunder von heute auf morgen erwarten und ein tägliches Üben ist wichtig.

Ich gebe zu, dass ich Anwendungen solcher Art immer recht kritisch gegenüber stehe, muss nun aber zugeben, dass ich positiv überrascht bin, denn die Wehwechen nehmen ab. Vielleicht ist es auch nur eine Kopfsache, aber Fingeryoga steht ab jetzt auf meinem Tagesplan.

Morgen gibt es eine Auszeit, am Donnerstag komme ich wie angekündigt noch einmal auf das Thema Ballett zurück.

Zwickende Jeans und lachende Sommerröcke

Erst Jeans, die kneiften, dann Sommerröcke, die mich auslachten, weil ich dachte, ich würde noch in sie hineinpassen… Ich musste bisher noch nie eine Diät machen und die Waage benutzte ich bisher anstandshalber auch nur einmal im Jahr. Mir reichten bisher Spiegel und eben die Jeans, die zwar ab und zu sich mal etwas zu sehr an die Speckpölsterchen schmiegten, aber das verging dann nach ein paar Tagen auch wieder. Doch in diesem Sommer musste etwas passieren. Da kam mir dann folgendes Buch genau recht:

Esspausen

Von Esspausen (2 Tage pro Woche fasten, an den restlichen Tagen essen was man will) hatte ich schon gehört, aber noch nicht von Stundenpausen. In diesem Buch wird dafür plädiert, dass man zwischen den Mahlzeiten  5 Stunden absolut nichts isst (nur Wasser oder ungesüßten Tee trinken), damit der Körper Zeit hat, sich die nötige Energie aus bestehendem Fett zu holen.( Dem häufig empfohlenen Weg, permanent zu essen, damit der Stoffwechsel in Gang bleibt, wird hier eine klare Absage erteilt). Die Pausen traute ich mir zu und so probierte ich diese Variante aus. Dass mit dem Essen fiel mir nicht schwer, denn wenn der Magen anfing zu knurren wusste ich, jetzt muss er an die Fettreserven gehen und dann war ( und ist) das Knurren Musik in meinen Ohren. Allerdings gönnte ich mir zwischendurch ein paar Schlückchen Soyavanillemilch, ich brauchte etwas Süßes und das verlangsamte dann das Abnehmen. Auch war ich zweimal zum Kaffeetrinken eingeladen. Laut Buch soll man mit dieser Methode mindestens nachhaltig 2 Kilo pro Monat abnehmen, das wären 24 im Jahr, ich denke, dass man da von einer gesunden Abnehmmethode sprechen kann. Meinen Röcken verging inzwischen das Lachen, ich schlüpfe wieder lässig in sie hinein und fühle mich wohl. An die Pausen habe ich mich gewöhnt, mache also weiter, um leckere Sünden in Zukunft besser auszugleichen.

Das Buch beschreibt verschiedene Varianten der Esspausen, bietet aber zusätzlich leckere und gesunde Rezepte, klärt kurz über wichtige Lebensmittel für die Gesundheit auf und über Möglichkeiten, dem Körper gut zu tun. (z.B. Ölziehkur). Ich werde mir bei ihm sicherlich immer mal wieder Rat holen.