Nix für Etepeteteleute

Wenn Sie ein bisschen etepetete sind und barsche Witze in Ihren Ohren nichts zu suchen haben, dann müssen Sie folgenden Beitrag über eine Führung in der Düsseldorfer Altstadt nicht weiterlesen.

Wenn Sie aber z.B. wissen wollen
-woher die Begriffe Pumpernickel, Schäl Sick oder Fisimatenten kommen
-wie ein Altnazi die Düsseldorfer Altstadt verschandelt hat
-warum es zwischen Kölnern und Düsseldorfer öfter krieselt
-wieso Jakobe, Adele und Johanna für Düsseldorf so wichtig waren
– weshalb ein Konzertsaal nur bis 18 Uhr genutzt werden darf

-und das sind nur ein paar Themen, die auf der dreistündigen Altstadttour angesprochen wurden- dann sollten Sie sich Herrn Manes Meckenstock anvertrauen. Seit acht Generationen leben die Meckenstocks in Düsseldorf,  er weiß also, von was und von wem er erzählt.

 Die Gruppe (ca. 20 Interessierte) hat viel gelacht und ganz viel über Düsseldorf erfahren. Warum war ein Schwiegersohn aus Oberkassel früher ein „No Go“? Was hat die weiße Frau von Persil mit dem Schlossturm zu tun? Weshalb ist z.B. der Kirchturm von St.Lambertus schief? Wer hat es zu verantworten, dass es in der Altstadt Arkaden gibt und warum heißt das abgebildete Fass „Heidelberger Fass?

Wir hätten Herrn Meckenstock noch stundenlang weiter zuhören können…

Ich möchte mich auf diesem Weg bei ihm bedanken, denn er hat mir ein „weites Feld“ eröffnet. Düsseldorf ist eine spannende Stadt, die nur 15 Minuten von meinem Zuhause entfernt liegt und ich habe dadurch für die Zukunft noch viel zu „erforschen“. Die etwas unlockere Haltung mancher Düsseldorfer nehme ich dabei gerne in Kauf.

Dass ich keinen Quatsch schreibe möchte ich mit diesem Buch beweisen. Ich bestellte es mir direkt nach der Führung bei einem Antiquariat. Jakobe von Baden-Baden, eine Frau, die sich in Düsseldorf im 16.Jahrhundert(!) z.B. sehr für Religionsfreiheit eingesetzt hat…

Ach ja, hier noch mehr Infos zu der Altstadtführung:

http://www.manesmeckenstock.de/index.php/dorfschoenheiten

 

 

 

Wie ich einen halben Tag verbrachte Nr. 2

Nach dem Besuch der Scheune wollte ich noch ein bisschen am Rhein spazieren gehen. So fuhr ich zurück und hielt hier an, weil die Aussicht besonders schön war und ich auch „Hallo“ sagen wollte zu vielen Osterlämmchen:

Ich ging zum Rhein hinunter und meine Nase glitt wie üblich knapp über dem Boden- es gibt immer so Vieles zu entdecken! So fand ich z.B. ein Brett, das man toll als Hintergrund für Fotos nehmen kann und probierte es gleich mit ein paar Fundstücken aus:

Wenn man fast auf allen Vieren am Rhein entlangkreucht, muss man allerdings aufpassen, um nicht von Lianen erdrosselt zu werden. Manchmal kam ich mir vor wie in den Swamps von Louisiana!

Dies waren dann weitere Fotoexperimente:

 

Fundstücke ganz anderer Art zeige ich Ihnen dann morgen unter der Rubrik „Es gibt Momente“- mal heiter, mal nachdenklich.

 

 

 

Die Insel Hombroich

Wie vorgestern versprochen, hier nun einige Fotos von der Insel Hombroich. Auch sie verbindet Natur (ausgewiesenes Naturschutzgebiet, durch das die Erft fließt) mit Kunst und ist ebenfalls ein lohnendes Ziel für Kunstliebhaber und/oder Fotografen. Der Eintritt ist höher ( z.Zt. 15 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Schüler und Studenten), aber man kann, wenn das Wetter schön ist, den ganzen Tag dort verbringen, denn es gibt auch einen guten Restaurationsbetrieb und Liegewiesen für Mittagsschläfchen und andere Pausen.

Im frühen Frühjahr 2012
Fotomotive noch und nöcher…
Museumsstücke innen und außen
Im Spiegelkabinett

Weitere Infos: http://www.inselhombroich.de/museum-insel-hombroich/museum/

Ich kann auch Japan ohne Kyoto

Heute nehme ich Sie mit zur

Eine Bekannte von mir kennt sich dort gut aus und meinte, dass wir uns zur Kirschblütenzeit dort treffen sollten. Sie hatte ja so recht:

Die Raketenstation war bis 1990 im Dienste der Nato, dann wurde sie aufgegeben. 1994 kaufte sie der Gründer der Insel Hombroich und beschloss dort ein Areal für Künstler und Wissenschaftler zu gestalten und dabei alte Anlagen mit zu integrieren. So werden auf dem Gelände viele Gebäude privat genutzt, aber man kann dort spazieren gehen und staunen. 

Wir fingen beim Museum an, der Langen Foundation, wo u.a. immer wieder Stücke der Sammlung des Ehepaars Langen gezeigt werden. Dieses hat sich auf alte japanische Kunst spezialisiert und so werden momentan in dem Museum über zwei Etagen hinweg alte Schriftrollen und Paravants aus den 16. bis 19. Jahrhundert gezeigt. Das passte wunderbar zu dem Kirschbäumen vor dem Museum! Hier ein paar Eindrücke:

Leider war das Café auf dem Gelände wegen Krankheit geschlossen, so machten wir direkt mit dem Spaziergang auf dem Gelände weiter. Immer wieder faszinierten mich dabei architektonische Durchblicke, futuristische Entwürfe, Schattenspiele und auch die Weitblicke. Da die Raketenstation auf einem Hügel liegt und das angrenzende Gelände unverbaut ist, hatte man ein „Gefühl des Durchatmens“, wenn man am Horizont ganz klein den Düsseldorfer Fernsehturm erkennen konnte.

 

Von der Raketenstation kann man zur Insel Hombroich laufen und kommt an einem Skulpturenmuseum (bis Ende April geschlossen) und weiteren Gebäuden vorbei.

Ich gebe zu, dieses Bild ist bearbeitet, aber es drückt für mich die etwas unwirkliche Stimmung des Geländes aus.

Es war ein sehr schöner Vormittag und mein Interesse an der Kultur des alten Japans wurde neu belebt. Deshalb gibt es morgen erst einmal wieder ein paar Haikus und übermorgen werde ich dann ein paar Worte über die Insel Hombroich verlieren, aber mehr Fotos zeigen- für alle, die noch nicht da waren, als Appetitmacher und für diejenigen, die sie schon kennen als Anregung, der Insel doch mal wieder einen Besuch abzustatten.

 

Mir war „meerig“ zu mute…

Habe z. Zt. wieder verstärkt Sehnsucht nach dem Meer. Da ein Besuch vorläufig nicht möglich ist, musste ich mich abreagieren. Hier habe ich handgeschöpftes Papier mit Aquarellfarbe bemalt, anschließend bestempelt und beklebt.

Dieses Foto wurde mit einem Weichzeichnerprogramm bearbeitet, danach habe ich beim Weißabgleich noch ein bisschen mehr blau zugegeben.

Ein Hochtag für Schwarzweiss

Gestern war wieder mal ein Fototag der Zweifel. Ich weiß nicht, wie viele Schneefotos ich schon in den letzten Jahren gemacht habe und dann denke ich „Linda, Du siehst nichts Neues mehr, lass den Fotoapparat zuhause!“ Gestern habe ich ihn dann doch wieder mitgenommen und versuchte in schwarzweiss zu sehen. Hier eine kleine Ausbeute von gestern als Beispiele für die verschiedenen Motivmöglichkeiten Natur, Muster, Mensch und Tier:

Schneevogel
Japanischer Moment
Schneebank
The loneliness of a distant runner
Schneehund
Pöller 1

 

 

 

Farbe im Schnee geht aber natürlich auch….

Pöller2

 

 

 

 

Fotos in Polaroidbilder umzuwandeln ist dann noch eine dritte Variante.

Heute Schönheit genießen

Ist dieses Foto nicht schön? Mehr schreibe ich nicht dazu, sondern genieße nur den Anblick.

 

Dungeness- nur etwas für Individualisten

Heute stelle ich eine Landschaft vor, die sehr außergewöhnlich ist, sie liegt im Südosten Englands. Wann immer ich in den letzten Jahren in England war, habe ich Dungeness mit meinem Fotoapparat besucht. Besonders angetan hat es mir dort ein Garten, den ich hier gerne vorstellen möchte: