Reise zum Ruhepol Europas-Teil 1

Wissen Sie, wo die Mitte Europas liegt? An der deutsch/tschechischen Grenze, der nächste deutsche Ort heißt Neualbenreuth und dort verbrachten wir drei Tage. Für mich ist diese Region der Ruhepol Europas. Eine Luft, die der Meeresluft mit ihrer Würzigkeit Konkurrenz machen kann, eine Stille in fast endlosen Wäldern und sehr beschauliche Dörfer und Städtchen. Vom Tourismus ist diese Gegend noch nicht „verwöhnt“, obwohl sie für Wanderer und Naturliebhaber, aber auch für Kulturliebhaber viel bietet. Falls Sie neugiergig geworden sind: In den nächsten beiden Tagen zeige ich Ihnen noch ein paar Fotos, die vielleicht Lust auf einen Urlaub in der Region machen.

 

 

Mein Koffer in Berlin

Vor einigen Tagen erwähnte ich, dass ich momentan nicht viel zum Schreiben käme, da ich z.Zt. quasi noch einen Koffer in Berlin hätte. Heute verrate ich Ihnen, was dahinter steckt.

Ich bekam ein 4 Wochen Abonnement für die „Digital Concert Hall“ der Berliner Philharmoniker geschenkt. Dieses Abo löse ich gerade ein. So bin ich zwar nicht körperlich in Berlin, aber meine Gedanken schon.

Was ist das für eine Konzerthalle? In meiner Buchbesprechung zu Peter Brems Autobiografie „Ein Leben lang erste Geige“ erwähnte ich sie vor einigen Monaten schon einmal. Als Abonnent der „DCH“ kann ich live an Konzerten der Philharmoniker teilnehmen. So sahen mein Mann und ich z.B. Konzerte mit Sir Simon Rattle und Gustavo Dudamel. Natürlich kann man dies nicht mit einem Besuch in der Berliner Philharmonie  vergleichen, jedoch hat das Zusehen und Zuhören am Bildschirm auch Vorteile. Die Kameraeinstellungen sind sehr gut und so bekommt man viel besser das Können einzelner Orchestermitglieder mit, bzw. man hört intensiver auf die Musik und die Struktur der Stücke werden noch klarer. Das war Punkt 1.

Punkt 2: Als Abonnent hat man Zugriff auf alle früheren Konzert des Orchesters, dies umfasst auch Auftritte in der Berliner Waldbühne oder z.B. in Baden-Baden. Man kan im Archiv nach Dirigenten suchen und sich legendäre Konzerte noch einmal ansehen oder auch Konzerte, deren Veröffentlichungen auf CD Auszeichnungen nachzogen. Sie suchen ein bestimmtes Werk, welches Sie sich gerne anhören möchten?- Kein Problem, auch hier lässt die Suchfunktion Sie nicht im Stich. Man bekommt wirklichen Hörgenuss, was ja bei YouTube Aufzeichnungen nicht immer der Fall ist.

Punkt 3: Wenn Sie einen Dirigenten, einen berühmten Musiker, einen Komponist oder auch ein Mitglied des Orchesters kennen lernen möchten, so können Sie das mit Hilfe vieler aufgezeichneten Interviews. (z.B. ein herzerwärmendes Interview mit Kirill Petrenko, der 2018 der Nachfolger von Sir Simon Rattle sein wird).

Das Abonnement kostet 14,90 Euro für 4 Wochen. Ich finde dies einfach genial, denn man kann zur Tages- und Nachtzeit seiner Lust an klassischer Musik fröhnen und das auf hohem Niveau. Besonders dafür eingenommen hat mich auch die Tatsache, dass man auch mal Unbekanntes „in Angriff“ nehmen kann, sei es Schönbergs 12-Tonmusik oder sich einfach auf etwas Neues einlässt. 

 

Hier kann ich einfach nicht still sitzen bleiben

Beim mal wieder Durchsehen alter CDs entdeckte ich diese aus den 90er Jahren. Ich legte die erste CD sofort auf und prompt stellte sich das Kribbeln in den Beinen ein: Hier muss man einfach tanzen, egal, ob der Abwasch oder die Bügelwäsche warten!

Um Ihnen einen kleinen Eindruck zu geben, hier zwei Kostproben:

 

 

Mal so richtig was fürs Herz (Woche des Mondes Nr. 5)

Ich habe gegrübelt, welches Mondbuch ich Ihnen vorstellen könnte. Vor Jahrzehnten habe ich mal von Paul Auster “ Der Mond über Manhattan“ gelesen, es war ein tolles Buch, aber an den Inhalt kann ich mich nur noch vage erinnern und von einer anderen Internetseite abschreiben, das will ich nicht. Dann las ich noch eine Sammlung von Mondmärchen, die waren nett, aber auch nicht mehr. Deshalb spanne ich den Bogen zu diesem Buch- auch sehr schön abends bei Mondschein zu lesen und wohlig zu seufzen…

 

Der Schriftsteller Anthony Perdews verliert den Talisman seiner Verlobten Therese an dem Tag, als Therese tot vor einem Bäcker zusammenbricht. Dies ist über 40 Jahre her, doch Anthony hat diesen Schicksalsschlag nie überwunden. Er beginnt, verlorene Dinge von der Straße mit nach Hause zu nehmen und die Besitzer per Anzeige zu suchen. Zumeist erfolglos, so dass sich in seinem Haus vieles angesammelt hat. Anthony stirbt und in seinem Testament bittet er Laura, seine Haushälterin und Sekretärin, die Suche fortzuführen. Laura entspricht dem Wunsch gerne, denn nach einer sehr unglücklichen Ehe hatte Anthony ihr wieder einen Lebenssinn gegeben und er vererbt ihr sein schönes Haus und sein ganzes Vermögen. Zusammen mit Freddy, dem Hausgärtner und Sunshine, einem jungen Mädchen mit Downsyndrom, die viel Einfühlungsvermögen bei den Fundstücken und den dahinter stehenden Geschichten beweist, schafft es Laura schließlich sogar, den verlorenen Talisman wieder zu finden und damit Therese, die sich nach Anthonys Tod als Hausgeist aufführt, zu besänftigen.

Die Idee der Geschichte ist mal etwas Neues. Es gibt drei Liebesgeschichten und noch ein paar andere mehr, denn in die laufende Handlung sind ein paar Geschichten der Fundstücke eingestreut und diese Geschichten decken die ganze Bandbreite von lustig bis tottraurig ab. Ein Buch, gegen Alltagsgrau und Traurigkeit.

Écoute (Französischstunde. Nr.7)

 Zum ersten Mal las ich im April diese Zeitschrift, ein Journal für alle, die Französisch lernen oder auffrischen möchten.

„Écoute“ bietet Artikel in verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu ganz unterschiedlichen Themen an. Das monatlich erscheinende Heft hat ein Hauptthema, aber auch Reisereportagen, gastronomische oder politische Artikel. Ergänzt wird jeder Text durch Übersetzungen schwieriger Vokabeln. Hier ein Beispiel:

 

Zur weiteren Unterhaltung gibt es beispielsweise noch Kreuzworträtsel, Witze und Merkkarten mit besonderen Wörtern oder Wissensfragen. Abgerundet wird es mit einer Lektion zum Thema Grammatik.

Das Aprilheft hat mir gut gefallen. Die Themen der Artikel fand ich sehr interessant (z.B. die Geschichte der Macarons, ein Bericht über die beliebteste Comedygruppe in Frankreich, eine Stellungsnahme zu Marine le Pen).

Ein Heft kostet 7,90 Euro.

Waren Sie schon einmal in der Stadt des Mispelstreuselkuchens?

Ich spreche von der Stadt Viersen, der Sie einmal einen Besuch abstatten sollten. Das tat ich Ende März, denn schon lange wollte ich mir den Viersener Skulpturenpark ansehen. In und um einen kleinen Park herum stehen 12 außergewöhnliche Kunstwerke von weltberühmten Bildhauern. Hier kann man sich beim Fotografieren wahrlich austoben.

 

Skulptur „Outfit“

 

Aber nicht nur hier:

Viersen bietet alte interessante Architektur, weitere schöne Grünanlagen und diverse Feste. So z.B. im Juni das alle zwei Jahre stattfindende „Viersen blüht“, bei dem aus Blumen sagenhafte Skulpturen gezeigt werden, Deutschlands größten Kinder- und Jugendflohmarkt, die Billiard WM, eine Bierbörse oder am Aschermittwoch in dem Stadtteil Dülken den Schöppenmarkt, einen der größten Krammärkte Deutschlands.

P.S. Nr. 1 – Und Sie finden in Viersen noch einen fast intakten Einzelhandel

PS. Nr. 2 – Die Mispel ist ein Motiv im Viersener Stadtwappen. Falls Sie keinen Kuchen mögen: Es gäbe auch Mispellikör, Mispelpralinen…

PS. Nr. 3 – Verbinden Sie bei einem Ausflug doch einmal die Besichtigung des Skulpturenparks mit dem Fest „Viersen blüht“- Hier weitere Infos:

https://www.viersen.de/de/inhalt/viersen-blueht-8611118/

 

Unter uns in Rumeln-Kaldenhausen

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß inzwischen, dass ich mich für viele Dinge interessiere und viel Neues lernen möchte. Deshalb finde ich es immer faszinierend, wenn jemand ein ganz anderes Ziel hat, nämlich von einer Sache möglichst alles zu wissen oder ein Sachgebiet so tief wie möglich zu erforschen. Das bewundere ich immer sehr, und so möchte ich Ihnen heute „Die Puppenstubensammlerin“ vorstellen, die unter uns wohnt und in Deutschland zu den angesehensten Expertinnen gehört. Ihr Spezialgebiet sind Puppenstuben aus den 50er bis 70er Jahren.

Es macht viel Spaß, auf ihrer Homepage oder auf der Fotoplattform Flickr zu stöbern. Die Fotos erinnern an vergangene Zeiten, sei es an die eigene Kindheit mit eigener Puppenstube oder an die damaligen Einrichtungsstile der Wohnungen. Auch immer wieder schön zu beobachten sind die zugewiesenen Rollen von Mann und Frau.

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und besuchen Sie die Puppenstubensammlerin:

http://diepuppenstubensammlerin.blogspot.de/