Karneval als UNESCO Kulturerbe – ein Ausflugstipp

Wer mal ein etwas anderes jeckes Treiben erleben möchte, der sollte am Sonntag, Rosenmontag oder Karnevalsdienstag nach Binche in Belgien fahren. Hier wird auch Karneval gefeiert, aber doch anders, und es gibt sogar ein Karnevalsmuseum. Dieses besuchten wir im Sommer vor drei Jahren.

Hier noch ein Link zu der passenden Touristeninformation, was es mit diesen Figuren auf sich hat und was an den einzelnen Tagen in Binche geboten wird:

http://www.belgien-tourismus.de/informations/veranstaltungen-binche-der-karneval-von-binche/de/E/19438.html

 Viel Spaß!

Porto-Folge 3

Heute standen Kirchen, Kacheln und Bücher auf dem Programm. Wir zogen morgens los und sahen, nach dem Besuch einer noch nicht touristischen Markthalle, unsere erste „blaue“ Kirche.

Porto-blaue Kirche Porto Kachelbild

Fast alle Kirchen sind in Porto innen im Barockstil gehalten, viel Gold, viele Bilder. Da alle Kirchen zu jeder Tageszeit sehr gut von Gläubigen besucht waren, habe ich auf Fotos verzichtet.

Es war noch recht frisch und so genehmigten wir uns eine Pause im ältesten Café der Stadt, „Café Majestic“. Hier gab es natürlich auch die berühmten Pastel de Nata, kleine Vanilletörtchen, die, noch warm, auf der Zunge zergehen.

Porto Café MajesticPorto Pastel de Nata

Wir bummelten weiter, vorbei an vielen Geschäften, bei denen wir uns nur die Augen rieben. Man kann eine Zeitreise machen, denn es gibt Läden, die entweder noch aus dem 19. Jahrhundert stammen oder sehr an alte Tante Emma Läden oder wunderbare Spezialfachgeschäfte erinnerten. Ein Laden nur für Ersatzteile von alten Nähmaschinen, ein Laden, nur für alte Schlüssel und passende kunstvolle Schlösser und eine so alte Buchhandlung, dass man 3 Euro Eintritt bezahlen muss, um sie überhaupt betreten zu dürfen…

Porto Buchhandlung

Ich war natürlich hin und weg, allerdings entdeckte mein Mann etwas, das uns dann doch schockierte. Darüber aber mehr am Dienstag!

Porto hat auch sehr schöne Parks, in denen momentan viele Kamelienbüsche und Magnolienbäume blühen. Auch kann man immer wieder interessante Skulpturen entdecken, diese zeigt sehr schön die entspannte und wenig stressige Stimmung der Stadt:

 Lachen

Auf dem Weg zur Kathedrale lernten wir Porto dann auch intensiv als eine Stadt mit Höhen und Tiefen kennen. Hier werden Kondition und Beine trainiert, bzw. Pastel de Natas-Kalorien verliert man hier automatisch.

Porto Gasse Porto Straße 

Die Kathedrale „Sé“ ist gotisch-barock und hat einen schönen Kreuzgang und viele kleine Nebenkapellen. Auch wenn man kein Fan von Kirchenbesichtigungen ist, diese sollte man besuchen, zumal sie auch schön oben liegt, von hier aus hat man einen guten Blick auf Teile Portos.

Porto Kreuzgang Kabelle Porto 

Den besten Blick hat man aber vom Wahrzeichen Portos aus, der Brücke „Dom Luis I“. Man kann sie überqueren, wer Höhenangst hat, sollte evtl. darauf verzichten. (Knapp 45 Meter hoch).

DSC_6808 DSC_6809

Am Ende des Tages kamen wir dann noch einmal mit Büchern in Berührung. Es gibt in Porto ein Restaurant, das heißt „Book“ und war früher eine Buchhandlung. Es wurde im Reiseführer (Reise Know How Citytrip Porto) empfohlen und da musste ich hin! An eine Buchhandlung erinnern nur noch verstreute Bücher auf Fensterbänken und eine Regalwand mit Büchern, die beschriftet ist. Ach ja, und man bekommt die Rechnung in einem zugeklappten Buch präsentiert… Es ist ein bisschen teurer, aber das Essen war sehr gut und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Sollte man sich leisten, denn an anderen Tagen kann man in Porto preisgünstig essen gehen. Touristenfallen gibt es (noch) kaum, also isst man da, wo auch Portoenser essen gehen.

Morgen nehme ich Sie mit zum Atlantik und erzähle noch von zwei Museen und einer Überraschung.

 

 

 

Sonne tanken- Portobesuch Folge 2

Ribera ist für mich das malerischste Viertel von Porto. Seine bunten Häuser und die Lage am Fluss tragen dazu bei, dass man bei Sonnenschein es sich hier gut gehen lässt. Kaffeetrinken in der Sonne, Leute gucken, einer Straßenmusikantin zuhören, der Fadolieder singt, man vergisst schnell seinen deutschen Alltag. Und wenn dann die Sonne untergeht, versüßt ein Glas Portwein das Vergessen…

Ribeiracollage

Wir machten noch eine einstündige Bootstour, unter sechs Brücken hindurch, vorbei an Porto bis fast zum atlantischen Ozean hin. Empfehlenswert, wenn die Sonne scheint, bei Regen würde ich es lassen.

Duoro Collage

Auf dem Weg zurück ins Hotel kamen wir am Hauptbahnhof vorbei. Hier sahen wir zum ersten Mal die für Porto so typischen Kachelbilder und staunten.  Der Bahnhof gilt als einer der schönsten der Welt, urteilen Sie selbst:

Bahnhof Porto

Der erste Tag war, wenn es auch nur ein halber war, schon wunderschön.

Was hat eine böse Schwiegermutter mit T-Rex und der Odyssee zu tun?

Pencilbilder

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder mit dem Pencil so vor mich hin gemalt und das war dann das Ergebnis. Beim nochmaligen Betrachten fielen mir recht schnell für alle Bilder Titel ein. Vielleicht macht es Ihnen ja Spaß zu raten, welcher Titel zu welchem Bild gehört? Die Titel lauten

„Himmelsleiter“, „T-Rex“, „Karlfigor“, „Böse Schwiegermutter“, „Vorbild“, „Odyssee“, „Pluto“, „Wale-and Delfinwatching“, „Frogs“, „Lemminge“, „Kaninchen vor der Schlange“ und „No freedom of opinion“.

 

Cavatina- mein Lied für Sie zu Weihnachten

Sie werden in den letzten Tagen schon viele Weihnachtslieder gehört haben und solche evtl. auch noch hören, deshalb habe ich ein anderes Lied ausgesucht, das für mich aber auch zu diesen Tagen passt. Ob Sie die Weihnachtstage besinnlich, familiär, faul verbringen oder Sie feiern gehen, ich wünsche Ihnen Festtage mit schönen Erinnerungen für später!

Historischer Jahrmarkt in Bochum-da gibt es Hingucker

Letztes Jahr besuchten wir zum ersten Mal in der Jahrhunderthalle in Bochum den historischen Jahrmarkt mit alten Karussels, einem Flohzirkus und anderen Sensationen. Eine schöne Atmosphäre, die das Kind in einem staunen ließ. Zu etwas ganz Besonderem wurde diese Veranstaltung aber durch das Treffen der Steampunker. Man machte als Besucher eine Zeitreise in das viktorianische England und in die Welt des Jules Verne-der Fotoapparat stand nicht mehr still, da alle Steampunker sich auch gerne fotografieren ließen. Zudem gab es Verkaufsstände mit sehr skurilen Sachen, die man auch bewundern konnte.

Der nächste Jahrmarkt findet am 11.Februar 2017 statt und Eintrittskarten sind jetzt schon erhältlich. Eine Karte kostet 20 Euro- lohnen sich, denn man kann dann auch überall umsonst mitfahren. 

Hier gibt es weitere Informationen:

http://www.jahrhunderthalle-bochum.de/de/events/termin/id/1031/3-steampunk-jahrmarkt

 

Und noch ein Weihnachtsstern-ganz japanisch

Meine Vorliebe für japanische Haikus wird den meisten Lesern und Leserinnen ja schon bekannt sein, aber ich bin auch große Liebhaberin von Wabi-Sabi. Um das mal wie eine Ruhrgebietsfrau auszudrücken: Dat is alles, watt ne Macke hat oder schon reichlich vergammelt oder oll aussieht und eigentlich wech kann. Hat aber trotzdem watt und wenne über wahre Schönheit nachdenken tust, dann kommse schon ins Grübeln.

wabi-Sabi Stern
Mein Wabi-Sabi Stern aus Ton im Garten

Hier jetzt die wissenschaftliche Wikipedia-Erklärung:

Wabi-Sabi (jap. 侘寂) ist ein japanisches ästhetisches Konzept (Konzept der Wahrnehmung von Schönheit). Eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden, ist es eine Entsprechung zur ersten der buddhistischen Vier Edlen Wahrheiten, Dukkha.

Ursprünglich bedeutet Wabi sich elend, einsam und verloren fühlen. Dies wandelte sich zur Freude an der Herbheit des Einsam-Stillen. Aber erst in der Verbindung mit Sabi, alt sein, Patina zeigen, über Reife verfügen, entstand die eigentlich nicht übersetzbare Begriffseinheit, die den Maßstab der japanischen Kunstbewertung bildet. Nicht die offenkundige Schönheit ist das Höchste, sondern die verhüllte, nicht der unmittelbare Glanz der Sonne, sondern der gebrochene des Mondes. Der bemooste Fels, das grasbewachsene Strohdach, die knorrige Kiefer, der leicht berostete Teekessel, das und Ähnliches sind die Symbole dieses Schönheitsideals. Es geht um die Hoheit, die sich in der Hülle des Unscheinbaren verbirgt, die herbe Schlichtheit, die dem Verstehenden doch alle Reize des Schönen offenbaren. (Wilhelm Gundert)

In den Wäldern drüben,
tief unter der Last des Schnees,
ist letzte Nacht
ein Pflaumenzweig erblüht.

In diesem berühmten Vers liest der Verständige das Sabi und Wabi.

 

 

Viel zu schade, um sie zu essen

Als ich noch ein kleines Mädchen war, kaufte mir meine Oma immer diese Schokoladensterne.

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Jetzt entdeckte ich sie beim Einkaufen und Erinnerungen waren plötzlich da. Ich fand sie damals viel zu schön, um sie zu essen, also blieben sie noch bis spät im neuen Jahr irgendwo bei mir im Kinderzimmer hängen. Konnte ich mich dann doch überwinden, die Schokolde zu essen, war diese zumeist schon warm geworden und schmeckte nicht so doll. Aber darauf kam es auch gar nicht an. Weil ich die Sterne immer ganz vorsichtig auspackte, konnte ich das bunte Papier mit den Strahlen noch zum Basteln benutzen. Ja und was bastelte ich damit? „Fetzige“ Perücken für meine Barbiepuppe!