KKK=Kaufen und Kaffeetrinken in Kempen

  • Letztens verbrachte ich mit einer Freundin einen schönen Nachmittag in Kempen. Dort gibt es ein Gewerbebiet mit drei Firmen, die quasi einen Fabrikverkauf anbieten. Früher habe ich in der Buchhandlung immer die Reiseführer zu diesen Orten verkauft, war selbst bisher aber niemals Kundin dieser Schnäppchenparadiese. War also eine Premiere. Zuerst gingen wir zu der Firma moses, die Geschenke für Kinder und Erwachsene anbietet, sowie netten Killefitt. Hier gab es ein paar Superschnäppchen und diverse Artikel, die im Durchschnitt 10-20% herabgesetzt waren. Nun habe ich schon mal zwei Weihnachtsgeschenke…

Ort Nr. 2 war der Fabrikverkauf von de Beukelaer Keksen. Kekse…und Knabberzeug und Schokolade. Ich hätte gerne eine Augenbinde gehabt, um nicht alles zu sehen. Rosmarin-Meersalz Knabberstangen, Chilli-Lemone- Chipse, Schokoladenplätzchen mit Birnenmarmelade, nur eine kleine Auswahl der gekauften Dinge. ( Als ich zuhause war habe ich mich geärgert, denn hier hätte ich mich auch noch für die Sankt Martins-Sänger eindecken können).

Versuchung Nr. 3: Fabrikverkauf der Kerzenfirma Engels. Hier blieb ich glücklicherweise standhaft, weil ich die Preise nicht so günstig fand. Aber von 19.-28. Oktober findet ein Zelt-Weihnachts-Sonderverkauf statt und da sind die Preise dann niedriger. 

Nach so vielen Kaufentscheidungen mussten wir uns stärken. Die Altstadt vom Kempen liegt mit dem Auto ca. 5 Minuten entfernt, so parkten wir dort und gingen erst einen Kaffee trinken und danach wollten wir noch ein bisschen bummeln.

                            In Kempen gibt es einige Galerien und 

viele kleine Fachgeschäfte, u.a. auch einen guten Bastelladen.(An einen Blog-Leser aus Mülheim…ick schwöre, ett sind wirklich kleene Fachboutiquen).

Es wurde frisch, wir wollten nach Hause, aber aus dem kleinen Bummel wurde ein mittelgroßer, denn wir fanden unsere Autos nicht mehr wieder.

Tipp: Unterschätzen Sie Kempen nicht und merken Sie sich bei einem Besuch entweder die Nummer des Parkplatzes oder den Namen der Straße, die sie vom Parkplatz in die Altstadt führt. Das hatten wir glücklicherweise gemacht und so gab es ein Happyend .

Keine bezahlte Werbung!

 

Natur sei Dank!

Im Herbst ist es vielleicht am leichtesten, sich ein paar Haikus auszudenken…

Kastanienigel,
nach dem Sturm großes Treffen-
bis zum nächsten Jahr!

Kleines Spinnennetz
ein unscheinbares Kunstwerk,
doch so oft verschmäht

Prachtvolle Farben,
keine Seltenheit im Herbst-
Wintergrau bleib weg!

Es ist an der Zeit, mal wieder über die Beatles zu sprechen

Gestern fand im Kölner Tanzbrunnen-Theater ein Konzert mit der niederländischen Musikgruppe „The Analogues“ statt. In den Niederlanden schon sehr bekannt, war dies erst das dritte Konzert der Gruppe in Deutschland. The Analogues haben das Credo, die Lieder der Beatles mit dem Equipment zu spielen, das der Gruppe 1967 zur Verfügung stand und auch nur Instrumente zu benutzen, die in dieser Zeit gebaut wurden.

In der ersten Konzerthälfte wurden alle Stücke der „Magical Mystery Tour“ gespielt. Man musste nur die Augen schließen, dann waren Paul, John, George und Ringo ganz nah- unglaublich! Nach der Pause machten The Analogues nicht Machbares wahr: Sie führten die Platte „Sgt Peppers Lonely Heart Club Band“ auf- von den Beatles nie auf der Bühne gespielt, da wegen der vielen benutzten und z.T. sehr ausgefallenen Instrumente diese Lieder als nicht aufführbar galten. Welches Adjektiv soll ich jetzt nehmen? Unfassbar? 

Durch The Analogues bekommt die Musik der Beatles für die heutige Zeit noch einmal einen ganz anderen Stellenwert, wenn man live miterlebt, wie diese Lieder musikalisch umgesetzt werden.

Am 2.5.2018 findet ein Konzert in Essen statt. Sie sollten es sich nicht entgehen lassen.

Auf Youtube gibt es diverse Clips von verschiedenen Aufführungen. Ich habe mir fast alle angesehen, leider kommt kein Video annähernd an die Qualität eines Liveauftritts heran. Aber ich möchte Ihnen wenigstens eins zum Abschluss zeigen:

Musikalisches Brainstorming für den Winter

Der Sommer ist nun vorbei…Aber eine Erinnerung möchte ich Ihnen musikalisch mitgeben. Bei dem Konzert in Dinslaken, von dem ich Ihnen vor einiger Zeit erzählte, begegnete ich nach langer Zeit einmal wieder dem „Sommer“ von Vivaldi aus den “ Vier Jahreszeiten“. Ich hatte direkt viele Sommerbilder im Kopf, als ich die Musik hörte. Geht es Ihnen auch so? Schreiben Sie doch einmal alles auf, was Ihnen Sommerliches bei diesem Stück einfällt, heben Sie das Geschriebene auf und lesen Sie es sich  an einem düsteren Dezember- oder Februartag noch einmal durch.

Grün und lila- Welfenland Teil 2

Das erste Ziel in der Lüneburger Heide war Müden, laut Reiseführer eins der schönsten Dörfer in der Heide. Sehr alte Bauernhöfe säumen die Dorfstraße, doch hatte Müden für uns keine besondere Atmosphäre. Glücklicherweise parkten wir aber auf einen Platz etwas außerhalb des Dorfes und hier ging der Heidschnucken-Wanderweg vorbei. 

Auf einer Schautafel wurde erklärt, was man alles auf dem Müdener Teilstück des Wanderweges sehen konnte und da waren u.a. auch Eisvögel aufgeführt. Da ich noch nie einen Eisvogel von Nahem gesehen habe und ich mir das sehr wünsche, gingen wir auf dem Wanderweg ein paar Kilometer, vorbei an einem See, durch Felder und durch Wald und dann an dem Ötzeflüsschen entlang bis zu der speziellen Eisvogel-Schautafel.

Wir waren sehr leise, haben gewartet, aber man hatte wohl beschlossen, dass ich den Wunsch noch länger mit mir herumtragen sollte. Also wieder zurück.

Ganz in der Nähe von Müden liegt der Wietzer Berg und hier findet man auf dem Heidschnucken-Wanderweg „Bilderbuchheide“. Ein zweiter Spaziergang folgte,

der am Ende gekrönt war vom nahen 

Nachmittags furhren wir zum Zisterzienserkloster nach Wienhausen. Berühmt ist das Kloster wegen seiner besonderen Teppiche, den ältesten Funden von Brillen und den unglaublich schönen Deckenmalereien. Leider durfte man nicht fotografieren, deshalb hier ein Link zu offiziellen Fotos und Informationen.

http://www.kloster-wienhausen.de/index.php?cPage=0&sPage=1&langSel=de

Wienhausen ist ein malerisches kleines Dorf, in dem wir uns nach der Klosterbesichtigung mit Kaffee und Kuchen gestärkt haben, bevor es nach Celle wieder zurückging.

Am dritten Tag war der Hauptprogrammpunkt die Heimfahrt, aber vorher sahen wir uns noch etwas an, das schon mit dem achten Weltwunder verglichen wurde. Cliffhanger bis morgen.

Begleiter durch den Berliner Schwimmsommer

Dieses Buch habe ich in den letzten Sommerwochen peu à peu gelesen. Die Autorin ist während eines Jahres in 52 Seen in und um Berlin geschwommen. Sie beschreibt die unterschiedlichen Schwimmerfahrungen und Sinneseindrücke während der vier Jahreszeiten und die Erinnerungen, die sie von den einzelnen Seen und ihrer Umgebung behalten hat. Das ist für alle, die gerne wie ich in Seen schwimmen, lesenswert, aber auch für diejenigen, die Berlin und die Mark Brandenburg lieben. Fontane wird öfter zitiert, am Ende des Buches gibt es einen Infoteil über fast alle von Lee besuchten Seen.

Aber das Buch ist noch viel mehr. Lee ist gebürtige Kanadierin. Ihre Kindheit ist geprägt von der Scheidung ihrer Eltern und sie verlässt früh das Zuhause und auch Kanada. Sie geht nach London, studiert dort und heiratet jung, doch die Ehe scheitert nach zwei Jahren. Um für ihre Dissertation zu forschen, zieht sie nach Berlin. Sie ist einsam, hat Depressionen und am Anfang ist es das Schwimmen in den Seen, das ihren Lebensmut aufrecht erhält. Hier beginnt das Buch und in Rückblicken erfahren wir Lees Lebensgeschichte. Wir begleiten sie, wie sie sich im Laufe der Zeit ändert, selbstbewusster wird und das Leben von einer anderen Warte aus sieht. Optimistischer.

Brückenvorurteil

Brückenvorurteil: „Die Brücke von Remagen“-ein bekannter Kriegsfilm, an den ich immer dachte, wenn in den Medien Remagen erwähnt wurde. Das machte die Stadt für mich bisher nicht soo interessant, doch nun habe ich andere Bilder im Kopf dank eines Ausfluges vor einigen Tagen. 

Unser Hauptziel war die Henry Moore Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Da wir zu früh ankamen, gingen wir noch am Rhein spazieren, das Museum liegt direkt an dem Fähranleger. Bei diesem Spaziergang fiel der Stress der vorangegangenen Tage schnell ab und das setzte sich beim Besuch des Museums fort. Ich gehe nicht ins Detail, nur so viel: Die Ausstellung ist grandios (bei Henry Moore in zweifacher Bedeutung), die Museumsgebäude (ein altes und ein neues, verbunden durch einen Tunnel und einen Lift) sind ein „Traumpaar“, der Blick vom Museumscafé aus ist ein weiteres Zückerchen.

 

Die Fähre vor dem Museum
Moore innen und außen
Aussicht vom neuen Museumsteil auf den alten Bahnhof, im linken dunklen Teil des Bahnhofs ist das Restaurant.  

Mein Mann und ich waren von diesem Teil des Ausfluges hin und weg und wollten danach, weil wir gerade mal in der Nähe waren, uns noch die Brückenruine ansehen. Wieder ein Spaziergang am Rhein, aber von wegen nur Brücke…Man konnte meinen, man sei irgendwo südlich der Alpen!

Nach der Besichtigung der Brücke mit integriertem Friedensmuseum bummelten wir durch die Altstadt von Remagen zurück. Viel Kunst, auf den zweiten Blick viel Skurriles und Rheinort-Ambiente aus den 50er bis 70er Jahren.

Was passiert mit diesen Orten am Rhein, wenn es die Generationen, die das jetzt noch toll finden, nicht mehr gibt? Aber Schluss mit der Grübelei und dem Schwarzmalen, heute ist heute und Remagen ist mehr als nur die Brücke!

Fast in Sichtweite von Remagen liegt der Drachenfels und er war unser Ziel am Nachmittag. Man kann ihn zu Fuß erklimmen, auf dem Rücken eines Esels oder mit der Drachenfelsbahn, die schon knapp 140 Jahre fährt. Oben warteten Kaffee und Kuchen und natürlich viel Aussicht. Es gibt auf diesem Fels auch noch eine Drachenschloss mit einem Museum, so dass man hier eigentlich einen ganzen Tag verbringen kann.

Im Museum, in der Remagener Touristeninformation und an der Haltestelle der Bahnstation konnte man sich mit vielen Ausflugsbroschüren eindecken. Habe ich getan, in dieser Gegend gibt es noch viel zu besichtigen.

 

 

In diesem Moment hätte ich gerne getauscht…

 

Dieses kleine Mädchen quietschte vor Vergnügen, als sie blind über einen großen Platz in Karlsbad lief. Sie hatte so viel Spaß und war voller Vertrauen, dass ihr nichts passierte. Für mich ein gute-Laune-Foto, ich hoffe, für Sie auch.