Mehr Wasser trinken

Seit Jahren bewundere ich alle Menschen, die es schaffen, die empfohlenen 2-3 Liter Wasser/Tee pro Tag auch tatsächlich zu trinken.

Bisher kam ich auf einen mageren Liter mit Wasser, das dank gesunder Brausetablette wenigstens ein bisschen Geschmack hatte und verschiedenen Tees.

Seit 2 Wochen bin ich auf dem Pfad der Besserung und vielleicht hilft mein „Trick“ ja all denjenigen, die bisher auch mit der Wassermenge haderten.

Bei mir ging es darum, dass ich es nicht mag, mehrere große Schlucke geschmackloses Wasser in einem Zug zu trinken und ich das Trinken auch oft vergaß. So setzte ich mich hin und fing eine Liste zu schreiben an. Notiert habe ich Gelegenheiten, wann ich drei normale Schlucke Wasser trinken kann.

Diese Liste hängt nun in der Küche und ich gucke sehr oft auf sie. Langsam entwickelt sich ein Automatismus, dass ich bei den aufgeführten Gelegenheiten immer ein bisschen trinke. Noch freue ich mich, wenn ich daran denke, aber ich hoffe, dass eines Tages das stetige Trinken mir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Als Motivation kommt hinzu, dass ich merke, dass ich mich wacher fühle, je mehr ich trinke.

Haben Sie noch andere Ideen, um mehr Wasser pro Tag zu trinken? Dann schreiben Sie mir diese doch einmal. Ich lerne gerne dazu!

Morgen schicke ich Sie mit ein paar Mädels aufs Land.

Ein Co-Autor stellt sich vor (MB)

Miau!

Mein Name ist Minky und ich bin ab jetzt Co-Autor in diesem Blog. Meine Superkatze Linda hat mich dazu eingeladen, quasi als Wiedergutmachung, denn die ganzen Stunden, die sie an diesem Blog schreibt, gehen mir von meiner Kuschelzeit flöten. Bin also nicht gerade der größte Fan von diesem Blog. Aber wenn ich jetzt ab und zu auch mal meine Krallen in die Tasten schlagen und meine Meinung sagen kann bin ich etwas versöhnt.

Kurz zu mir: Bin 16 Jahre alter Kater und nicht einfach. Ja, das gebe ich zu, aber wer ist hier der Chef? Sicherlich nicht Superkatzen Linda und Michael (so nennen sie sich selbst, ich nenne sie eher Lakaien oder Dosenöffner, deren Ausbildung mir nicht optimal gelungen ist. (Auf dieses Thema komme ich später noch einmal zurück).) Als reinrassige europäische Mischmaschkatze bin ich nicht verzüchtet und deshalb gesundheitlich für mein Alter noch recht fit. Durchs Haus rasen, Mäuse jagen, mit Gänsefedern kämpfen- klappt alles noch tiptop. Natürlich sind die Pausen dazwischen jetzt länger als vor 10 Jahren, aber wen juckt das?

Apropos Pause. Habe ich jetzt mehr Lust drauf, als hier weiterzuschreiben. Verziehe mich.

Linda macht morgen weiter, mit welchem Thema- ich habe keine Ahnung.

P.S. Das ich hier zukünftig schreibe ist übrigens kein Aprilscherz.

P.S.2. Vielleicht noch kurz eine Anmerkung zu meinem blöden Namen. Den muss ich auf meine Kappe nehmen. Eigentlich sollte ich Mink heißen nach einer Musikgruppe, für die Linda damals schwärmte. Mink ist elegant, aber ein Name für unnahbare Herrenkatzen. Als ich als junge Katze ins Haus kam musste ich mich für eine Rolle entscheiden: Entweder stolzer und arroganter Kater oder armes kleines Katerchen. Beschloss den Weg der armen kleinen verkannten Katze zu gehen und da passte Mink nicht mehr. Schnell wurde ich zum Minky-Schätzchen, dem man fast jeden Wunsch von den Augen ablas.

Habe Linda mal was von Mink DeVille raussuchen lassen ( Augenaufschlag Nr. 17 reichte dazu), können Sie sich ja morgen am Pausentag anhören.

PS 3: Wenn Sie Katzenhasser sind und sich meine Beiträge nicht antun wollen, achten Sie im Titel auf das MB. Das ist quasi meine Signatur und Sie wissen dann, mit wen Sie es zu tun haben.

Lieblingswörter (Französischstunde Nr. 19)

Vor einiger Zeit blätterte ich mal wieder in diesem Buch:

Es erschien 2005 und lässt Leser und Leserinnen in deutscher Sprache schwelgen. Einem Aufruf folgend, nannten damals ca. 12000 Menschen aus dem In-und Ausland ihr Lieblingswort und erklärten auch jeweils ihre Entscheidung. Diese Begründungen sind lustig, poetisch, wissenschaftlich oder auch sehr erstaunlich und die besten werden in diesem Buch wiedergegeben.

Beim Lesen kam mir die Idee, welche französischen Wörter ich besonders mag und fing in den nächsten Wochen an, ein paar aufzuschreiben. Hier sind sie, allerdings ohne große Erklärung. Für mich ist der Klang ausschlaggebend:

Coucou! -Hallo! Ouistiti -komischer Vogel Époustouflant -verblüffend Coquelicot-Mohnblume Saperlipopette-Potztausend Bijou -Schatz Azimuté-Verrückt- Onomatopée -Lautmalerei. Abracadabrantesque- Haarsträubend

Besonders gefällt mir auch dieser Satz, der das Pendant zu unserem deutschen „Fischers Fritze“-Satz ist:

Sage chasseur âgé aux yeux chassieux sachez chasser sans chien chose aisée ce chat chauve caché sous ces six chiches souches de sauge sèche.

Wer es lieber etwas kürzer mag: Dans ta tente ta tante t‘attends (In deinem Zelt wartet deine Tante auf dich).

Und welche Wörter lieben nun die Franzosen in ihrer Sprache am meisten? Daraus mache ich morgen ein kleines Quiz zum Wochenende.

Kein blauer Montag, ein blauer Mittwoch

Inspiriert von dem Delfter Blau, sorge ich heute für blaue Stimmung.

Zuerst ein Fotofundstück von letzter Woche:

Der Putzlappen von Yves Klein?

Dieses Gedicht von Georg Heym sprach mich auch sehr an:

Alle Landschaften haben  
Sich mit Blau gefüllt.  
Alle Büsche und Bäume des Stromes,  
Der weit in den Norden schwillt. 

Blaue Länder der Wolken,  
Weiße Segel dicht,  
Die Gestade des Himmels in Fernen  
Zergehen in Wind und Licht. 

Wenn die Abende sinken  
Und wir schlafen ein,  
Gehen die Träume, die schönen,  
Mit leichten Füßen herein. 

Zymbeln lassen sie klingen  
In den Händen licht.  
Manche flüstern, und halten  
Kerzen vor ihr Gesicht.

Natürlich darf ein musikalischer Beitrag nicht fehlen:


Und dann waren da noch die blauen Redewendungen:

 „blau machen“ (von der Arbeit fernbleiben)   
 „der blaue Planet“ (unsere Erde aus dem Weltall betrachtet)   
 „blau sein“ (betrunken sein)   
 „das Blaue vom Himmel herunter versprechen“ (Unmögliches versprechen)   
 „das Blaue vom Himmel herunterlügen“ (lügen)   
 „das Blaue vom Himmel herunterreden“ (viel reden)   
 „ins Blaue hinein gehen“ (ohne klare Zielvorstellung etwas machen)   
 „sich grün und blau ärgern“ (sich furchtbar ärgern)   
 „grün und blau schlagen“ (gehörig verprügeln)   
 „grün und blau vor den Augen werden“ (übel werden, Seekrankheit)   
 „mit einem blauen Auge davonkommen“ (glimpflich davonkommen)   
 „blaues Blut in den Adern haben“ (adlige Herkunft)   
 „blauen Dunst vormachen“ (etwas vorgaukeln)   
  „sein blaues Wunder erleben“ (große, unangenehme Überraschung)

Morgen mache ich bei mir einen kleinen Gartenrundgang.

Danke Otto!

Als ich ein Kind war, bekamen wir zweimal im Jahr die dicken Neckermann-und Quellekataloge zugeschickt. Das waren besondere Tage, denn meine Mutter setzte sich dann immer mit einer Tasse Kaffee und einem Schokoladenriegel an den Esszimmertisch und blätterte die Kataloge in aller Ruhe durch. So war ich dann auch einen Moment lang ein bisschen melancholisch, als ich vor Weihnachten las, dass Otto beschlossen hätte, den letzten Katalog auszusenden. 

Meine Überraschung war deshalb umso größer, als vorletzte Woche ein Otto-Katalog bei uns im Briefkastenschlitz steckte.(Er war nur halb so dick, wie die Kindheitskataloge, aber immerhin). Wir hatten noch nie etwas bei Otto bestellt, warum bekamen wir den Katalog?

 

Bei einer Tasse Kaffe und…2 Plätzchen guckte ich mir den Katalog mit dem Motto“Ich bin dann mal App“ an. Schon auf Seite 1 verblüffte mich ein Gewinnspiel, das nur bis zum 31.12.2018 ging.  Waren wir eine Ottokatalogresteverwertungsadresse, weil wir zu den Jahrgängen gehörten, die man noch als katalogafin bezeichnen konnte?

Ich blätterte weiter…Junge Frauen zwischen 20 und 35 Jahren stellen Otto-Mode vor. Ich war wieder verwirrt. Alle Frauen sind dünn oder aber zumindestens schlank. Es gibt aber die meisten Modelle auch in 48,50,52,54. Für wen? Für nichtabgebildete ältere Frauen und Männer? Viele Schnitte der Kleidungsstücke sollten in diesen Größen erst gar nicht angeboten werden, man sieht wie eine herumlaufende Pelle aus. Schmeichelnde Hosen und Röcke, kaschierende Blusen-kaum im Angebot. Die Anmutung der Sachen? Da driftet es wieder auseinander. Wirklich pfiffig ist kaum etwas, eher konservativ, um nicht zu sagen hausbacken, was dann eher wieder für ältere Käuferinnen spricht.

Um es auf den Punkt zu bringen: Danke Otto, dass der Katalog einstellt wird. Mit dieser Larifari-Kundenansprache ist er Papierverschwendung. Dann lieber eine App für junge Frauen, die nichts Pfiffiges suchen und für mich einen Nähkurs, in dem ich mir das anfertigen kann, was man in den jugendorientierten oder Silvergenerationabteilungen nicht bekommt. 

Sie ahnen schon etwas? Ja, ab und zu werde ich Sie ab jetzt auch mal mit dem Thema Nähen konfrontieren. Vielleicht kommen Sie ja auch auf den Geschmack, wenn Sie ihn nicht schon haben.

Ab morgen erzähle ich ein bisschen darüber, wie man in Nizza ein paar Januartage verbringen kann.

 

 

Habe unsere Spatzen „verpfiffen“

Gestern nahm ich zum ersten Mal an der Vogelzählung vom NABU teil. Eine Stunde lang den Garten mit den zwei Futterstellen und den alten Bäumen beobachten und Vögel zählen. War gar nicht so einfach. Eine Stunde nichts machen, nur gucken und nichts passiert. (Und im Rücken wartet die Bügelwäsche-soll ich aufgeben? Nein, so schnell nicht). Dann fällt plötzlich unser Spatzenclan ein, Chaos am Futterplatz. Waren es fünf, waren es sechs Vögel? Die Strichliste ist nicht mehr jungfräulich. Es nähert sich eine Elster und schwupp sind alle Spatzen weg. Ein Auto fährt vorbei, nichts für die Elster, sie türmt und wieder ist der Garten leer. Minuten vergehen, kein Tier zum Zählen da. Höre ich da Buchfinken? Jaaa, zwei kommen zu der unteren Futterstelle angehüpft. Inzwischen sitzt eine dicke Taube in einem Baum und gemächlich kommt unser Dauergast „Herr Fasan“den Gartenweg entlang…

Nach einer Stunde standen auf der Liste 6 Spatzen, 2 Blaumeisen, eine Kohlmeise, drei Elstern, zwei Krähen, zwei Tauben, drei Buchfinken, eine Amsel, ein Rotkehlchen und drei Fasane ( die beiden Damen wollten nicht mit aufs Foto). 

Ich zolle ab sofort allen Tierfotografen und Tierfilmen noch höheren Respekt. Ich habe nur eine Stunde beobachtet, sie beobachten geduldig Tage, Wochen, Monate. Dazu bin ich nicht zu geboren.

Auf der Homepage des NABUS kann man schnell seine Zahlen eintragen und melden. Die Zählung begann am Freitag und endete gestern, wenn man die Seite zwischendurch besucht, wird man über den letzten Stand informiert und lernt auch noch Einiges nebenbei, so z.B. warum es momentan relativ wenige Meisen in unseren Gärten gibt, dafür aber mehr Spatzen.

https://www.nabu.de/news/2019/01/25699.html

Morgen gibt es einen Musikbeitrag. Den Anstoß dazu bekam ich auf eine ganz besondere Weise.

Ich habe ein Dingsda

Gestern berichtete ich bereits von meinen ersten Kellerfunden, heute stelle ich Ihnen einen weiteren vor, bei dem ich absolut nicht weiß, wie man ihn benutzen kann. Hat jemand eine Idee? Die „Beine“ sind selbst starr, aber oben an der türkisen „Platte“ beweglich. Man kann sie aber nicht einrasten lassen, daraus einen Minitisch mit improvisierter Platte lässt sich also nicht daraus bauen. Als Ständer für Fotos oder Kamerastativ ist es auch ungeeignet.

Morgen zeige ich Ihnen zwei Kataloge aus den 90er Jahren und stelle Ihnen daraus noch ein paar Geschenktipps vor.

Kellerfunde

Wenn es momentan so früh dunkel wird, dann ist die Zeit für Buch+Tee+Sofa optimal, aber nach ein paar Tagen bekomme ich dann doch das Gefühl, mich aus der Genusszone etwas herausbewegen zu müssen. So steige ich jetzt ab und zu auch in die Dunkelzone des Hauses, sprich Keller, und erwecke staubige Aufbewahrungskisten aus ihrem Dornröschenschlaf. Gleich die erste Kiste hielt für mich schöne Erinnerungen bereit:

LTU- Eine Fluglinie, mit der ich in den 80er Jahren ein paar Mal in den Urlaub geflogen bin. Hier zu sehen ein Täschchen mit Stoff-Schläppchen für lange Flugreisen. 

Internationaler Führerschein, ausgestellt 1980. Rechnen Sie mir bitte hoch an, dass ich Ihnen so ein Foto von mir zeige. Aber es soll ja auch lustig auf meiner Homepage zugehen.

“Die Wunderblume“- mein Lieblingsmärchenbuch. Mein Lieblingsroman war lange „ Das Geheimnis der 13 Häuser“. Kennt es noch jemand?

Die Single: Wir wohnten in den 60er Jahren in einem Haus, in dem im Erdgeschoss u.a. ein Schallplattenproduzent sein Büro hatte. Diese Probesingels bekam ich von ihm immer geschenkt.

Das Büchlein mit den Kinderzeichnungen wurde vom Rheinhauser Krupp-Gymnasium anlässlich der Krupp-Schließung herausgegeben. Kinder malten, was sie sich für die Zukunft wünschen.

So machen Kellernachmittage Spaß. Morgen zeige ich Ihnen ein Fund, bei dem ich nicht weiß, was es ist. Kann mir jemand einen Tipp geben? (Ist kein Wochenenderätsel!)

 

Einsame Socke sucht…

Neben der Waschmaschine steht bei mir eine Kiste, in der ich einzelne Socken sammle. Meine Hoffnung besteht immer, dass Socken aus dem Nirwana wieder auftauchen und ich dann wieder ein Paar zusammenführen kann. Nach ein paar Monaten schwindet allerdings mein Glauben an ein romantisches Ende und dann habe ich bisher die einzelnen Exemplare weggeworfen. Mir kam dann aber die Idee, doch mal im Internet die Begriffe „einzeln“, „Socke“ und“basteln“ einzugeben und da wurde ich fündig. 16 Ideen werden auf einer Seite präsentiert.

Ich probierte direkt eine Idee aus.

 Wenn mein Tee ein bisschen länger heiß bliebe, hätte ich nichts dagegen. So machte ich ein Experiment und schnitt eine schwarze Socke tassenkompatibel ab. Das Experiment fiel etwas unbefriedigend aus, denn die Sockentasse schnitt beim Hitzetest nicht viel besser ab. Aber das lag vielleicht auch an der zu dünnen Socke? Sobald eine einzelne dicke Socke übrig bleibt, werde ich es noch einmal versuchen.

Auf dieser Seite

https://www.smarticular.net/clevere-tricks-fuer-verwaiste-und-ungenutze-socken/

finden Sie die 16 Bastelanregungen. Ich werde sicherlich noch andere Vorschläge ausprobieren, vielleicht kommen mir dabei ja auch noch neue Ideen…

Morgen ist noch einmal Haikuzeit, das schöne Wetter war letzte Woche wirklich sehr anregend.