
Renne nie dem Geld hinterher, wende ihm den Rücken zu, dann wird es dir hinterherrennen.
Sprichwort aus dem Jemen
Wer nicht neugierig bleibt, wird nur noch älter (Marianne Frauchiger)
Kurze Texte zum Innehalten, Nachdenken oder Schmunzeln

Renne nie dem Geld hinterher, wende ihm den Rücken zu, dann wird es dir hinterherrennen.
Sprichwort aus dem Jemen

Ich war diese Woche wieder ein paar Tage an der Ostsee. Sollten meine nächsten Einträge also ein bisschen „maritimlastig“ sein, bitte nicht wundern, der Urlaub wirkt noch nach.
Vor meinem Urlaub las ich noch zur Einstimmung im Internet ein paar Gedichte zum Thema Meer und stieß dabei u.a. auf ein Gedicht von Erich Fried, das hier sehr schön vorgelesen wird:
Passend zu dem Gedicht biete ich noch ein Minivideo, aufgenommen Anfang der Woche:
Mein Abschied vom September… In den letzten drei Monaten habe ich Ihnen Haikus von früher vorgestellt, dieses Mal sind es „frisch erdachte“.

Heidespaziergang
Lilafarben-doch wo sind
typische Schafe?

Ob blau oder gelb-
Wasserspiegelungen, ein
unendlicher Film

Auf der Gartenbank
sonnenbaden-was tut die
Katze noch lieber?
Jetzt fängt wieder die Zeit an, in der ich auf Spaziergängen die blanken Kastanien sammle, in meine Jackentasche tue und als Handschmeichler benutze bis sie eingetrocknet sind. Heute begegnete ich allerdings unter zwei Kastanienbäumen Max und Moritz…?

Erinnern Sie sich noch an alle Streiche?
Falls Sie sie noch einmal nachlesen möchten:
http://www.wilhelm-busch-seiten.de/werke/maxundmoritz/index.html
Dieses Wort kommt in einem Buch vor, das ich gerade lese. („Wenn du diesen Brief findest“ von Hannah Brencher). Laut Buch bedeutet es:
Phänomen, etwas Wertvolles und Wunderbares zu erkennen oder zu finden, nach dem man gar nicht gesucht hat
Das gefällt mir und Ihnen vielleicht auch…

(Selbst, wenn das Wort es bisher nicht in den Duden „geschafft“ hat).

…bei mir haben sie seit 2 Wochen Urlaub…=
Zumindest der Sonntag ist jetzt verplant, aber mit der 10-Minuten-Methode freue ich mich schon (fast) darauf…
Heute ein Motto, ganz nach meinem Geschmack:

In diesem Monat stelle ich ein Haiku des Japaners Moritake an den Anfang, erinnert es mich doch sehr an den 16. August.
Ein Blütenblatt,
das zurückkehrt an seinen Zweig?
Ein Schmetterling!
Goldene Farben
später Nachmittag am Meer
Hässlichkeit weit weg
Getreidefelder
gleichen zerzausten Haaren
nach nächtlichem Regen
…aber ich finde, dass dieses Gedicht etwas mit dem Schreiben eines Blogs zu tun hat. Gefunden habe ich den Text in dem Gedichtband „Schlimmstenfalls wird alles gut“- Gedichte der Gelassenheit, erschienen im Insel Verlag
Bekanntmachung
Ich hänge mich
ans schwarze Brett
des Lebens
und jeder
der daran vorübergeht
kann mich lesen
wenn er will
kann stehenbleiben
wenn er will
kann mich abreißen
wenn er will
kann mich hängenlassen
von Elisabeth Alexander 1979
Zum Ausklang des Monats wieder drei Haikus „in alter Tradition“:
In den Baumspitzen
abendliche Gespräche
von Drossel zu Drossel
Manchmal in Sommer
nimmt sich der Mond ein Vorbild-
die Apfelsine
Graue Häuserwand
ein Balkon ins Auge springt:
Blumenparadies