Vor einigen Wochen sah ich im Fernsehen nach langer Zeit mal wieder eine Dokumentation über die Haltung von Milchkühen. Auch dieses Mal gingen mir die gezeigten schlimmen Bilder sehr nah und schwirren bis heute in meinem Kopf herum. Nachdem ich zum ersten Mal einen Bericht zu diesem Thema gesehen hatte, beschloss ich, keine Milch mehr zu trinken. Das war vor einigen Jahren. Auf Milchprodukte generell zu verzichten fällt mir inzwischen auch schon leichter, aber ganz konsequent bin ich da noch nicht und ich überlegte, was ich außerdem noch tun könnte. Wie der Zufall so wollte, las ich nach dem zweiten Fernsehbericht einige Tage später einen Artikel über die Initiative Lebenstiere e.V. . Diese Initiative kümmert sich hauptsächlich um Rinder, die auf Bauernhöfen schlecht behandelt werden und versucht, für sie ein neues besseres Zuhause zu finden. Man hat die Möglichkeit, Tierpatenschaften zu übernehmen und das habe ich gemacht, denn ich verliebte mich in Ilvy.
Weiß jemand, ob es im Umkreis von Duisburg eine ähnliche Patenschaftmöglichkeit gibt? (Ich meine nicht Zoo- oder Tierheimpatenschaften). Ich hab im Internet nichts gefunden, weiß aber, dass es z.B. auf Höfen in anderen Städten auch Hühnerpatenschaften gibt.
Von dieser Halde in Bottrop gibt es auf diversen Fotoforen schon zig Fotos, denn die Stehlen und das Amphitheater sind schöne Fotomotive. Ich habe deshalb versucht, mit Bearbeitungen andere Stimmungen zu erreichen. Vielleicht ist ja für Sie die ein oder andere Anregung dabei?
Wir besuchten die Halde in der Woche morgens um 10 Uhr und waren fast alleine. Der Wind pfiff, ich fühlte mich entweder wie in einem Westernfilmoder wie auf einer Kultstätte…
Und wenn man sich die Stehlen einmal genau ansieht, kommt so etwas Buntes heraus:
Am letzten Samstag fragte ich Sie, was man auf diesem Foto sieht:
Hier das komplette Foto:
Als Einstimmung auf die nächste Blogwoche lautet die heutige Samstagaufgabe für Ihre grauen Zellen: Überlegen Sie, welche Arten von Schuhen Sie kennen, wie z.B. Sandalen, Pantoffeln usw.. Fallen Ihnen zwanzig verschiedene Arten ein?
Im Herbst letzten Jahres fragte mich via Mail eine Leserinnen, ob ich Erfahrungen mit Haarseifen hätte. Da ich bis dahin nur wusste, dass es feste Haarshampoos gab, war mein Interesse geweckt und ich beschäftigte mich in den nächsten Monaten ein bisschen mit diesem Thema. Die erste Erkenntnis: Festes Haarshampoo und eine Haarseife sind zwei verschiedene Produkte. Ich machte mich auf mehreren Internetseiten schlau und erfuhr so, dass Haarseifen wegen ihrer Bestandteile für die Umwelt die bessere Wahl sind. Beim Waschen mit einer Haarseife wird weniger Schaum erzeugt und es wird eine Haarspülung empfohlen, weil sich das Haar nach mehrmaligem Waschen stumpf oder drahtig anfühlen kann. In einer großen Drogeriekette fand ich im Oktober keine Haarseifen, aber zwei feste Haarshampoos, die ich beide mit nach Hause nahm. Zuerst probierte ich diese Marke aus (Festes Shampoo für normales Haar mit Granatapfel-Duft):
Das Shampoo überzeugte mich nicht, denn die Seife war nach meinem Gefühl schmierig, klumpte und ließ sich schwer aus den Haaren auswaschen. Dieses feste Haarshampoo gefiel mir besser.
Es verteilt sich gut im Haar, der Schaum fühlt sich gut an, es lässt sich schell auswaschen und es gibt keinen Schmierfilm auf dem Bodenbecken der Dusche. Darüber hinaus sind die Inhaltsstoffe so umweltfreundlich, dass dieses Shampoo fast an eine Haarseife heranreicht.
Letzte Woche wollte ich mir nun eine neues Shampoostück im Drogeriemarkt kaufen. Überraschung: Inzwischen werden von weiteren Firmen feste Shampoos angeboten. Auch diese zwei etablierten Firmen sind darunter:
Nur wenn das Verbraucherverhalten sich ändert, schreiben Firmen wie Guhl oder Garnier sich plötzlich Umweltbewusstsein auf die Fahnen. Allerdings zu einem höheren Preis als andere Anbieter.
Im Durchschnitt verbraucht der Bundesbürger im Jahr drei bis sechs Plastikflaschen mit Haarshampoo (Je nach Länge der Haare und nach Häufigkeit des Waschens). Dieser Plastikverbrauch kann durch Verwendung von festem Shampoo vermieden werden. 3 bis 6 Flaschen im Jahr sind nicht viel? Da fällt mir das afrikanische Zitat ein, das ich letzte Woche veröffentlichte:
„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht dieser Welt verändern.” – Sprichwort der Xhosa (Tansania, Südafrika, Botswana und Lesotho)
Bei 83.000.000 Einwohnern in Deutschland….
Der Gebrauch des festen Haarshampoos erinnert mich immer wieder an meine Kindheit, als ausschließlich Seife für die Körperreinigung genommen wurde. Wann hat es eigentlich angefangen, dass Duschgel die Seife verdrängte? Was spricht dagegen, sich heute wieder „nur“ mit Seife zu waschen? Was die Vermeidung von Plastikmüll und umweltschädlichen Stoffen angeht, wäre das auch noch ein weites Feld…
Info: Wer Vorbehalte gegen das Waschen mit Seife hat, hier ein paar Fakten zu der Verwendung von Seife:
Vorletzte Woche besprach ich das Hörbuch „Für Eile fehlt mir die Zeit“ von Horst Evers, hier nun die zweite Rezension zu einem Hörbuch, das ebenfalls von einem Berliner Autor gelesen wird und in der Sparte „Humor und Satire“ anzusiedeln ist.
Ich hatte hohe Erwartungen, denn das Buch von Max Goldt „Für Nächte am offenen Fenster„ gefiel mir vor zwei Jahren gut. Dieses Hörbuch (bestehend aus 2 CDs) bietet eine Sammlung von Texten und Liveauftritten aus den Jahren 1988 bis 2020. Wie Evers legt auch Goldt den Alltag unter das Mikroskop und findet auf den ersten Blick unbedeutende Momente, die er dann süffisant kommentiert oder neu interpretiert. Seine Spracheleganz ist dabei besonders erwähnenswert und beim Lesen des Buches hat sie mich immer wieder entzückt. Aber beim Hörbuch…Lieber Herr Goldt, warum lesen Sie so manieriert vor? Das haben Ihre Texte nicht nötig! Mit Ihrem gedeeeeeeeeehhhhhhhnten Vortragsstil konnte ich mich nicht anfreunden, zumal es zwischendurch kurze Passagen gibt, in dem Sie ganz „normal“ sprechen. Ich habe bewusst und interessiert zugehört, auch manchmal gelächelt, aber vom Inhalt des Hörbuchs weiß ich heute kaum noch etwas. Das könnte besorgniserregend sein, aber die Inhalte der Evers CDs sind mir noch präsent, also schließe ich daraus, dass die Vortragsart dem Text nicht optimal zuträglich war.
Deshalb meine Empfehlung: Lesen Sie lieber Bücher von Max Goldt.
Auf der Suche nach einem schönen Spruch zum 70. Geburtstag bin ich im Internet durch Zufall auf eine Seite (Wikiquote) gestoßen, die u.a. afrikanische Sprichwörter veröffentlicht. Manche gefielen mir so gut, dass ich Ihnen eine kleine Auswahl heute vorstellen möchte.
Der Mensch ist die beste Medizin des Menschen.“ – Aus Nigeria
„Die Arbeit, die man sich selbst vorgenommen hat, ist nie unmöglich.“ – Sprichwort der Gikuyu
„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“ – Aus Uganda
„Ich zeigte dir den Mond, und du sahst nichts als meinen Finger.“ – Sprichwort der Sukuma
„Jemandem zu helfen, bedeutet nicht, sich selbst zu vernachlässigen.“ – Sprichwort der Mamprussi
„Schöne Dinge wachsen inmitten der Dornen.“ – Aus dem Kongo
„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht dieser Welt verändern.“ – Sprichwort der Xhosa (Tansania, Südafrika, Botswana und Lesotho)
Ich wollte immer schon einmal ein Tag-Tagebuch als Blogbeitrag schreiben, um zu gucken, was für schöne Momente trotz grauem und kalten Wetters und der C-Endlosschleife an einem Tag möglich sind. Vorgestern war es soweit:
8.30 Uhr: Ein Dompfaffpaar im Garten! Nach so langer Abwesenheit freue ich mich sehr.
9.40 Uhr: Mit der Hand über meinen Lavendel in der Küche gewuschelt.
An der Hand riechen, Augen zu: Ich sitze auf dem Marktplatz von Biot, sehe den Boulespielern zu und trinke einen Pernod. Augen auf. Draußen hat es gerade wieder geschneit. Na und?
10.05 Uhr: Endlich mal den Trinkalarm ausprobieren. Ein Geschenk einer Bekannten, weil ich immer zu wenig trinke. Das Geschenk hatte ich zu gut weggeräumt, jetzt aber wiedergefunden…. Alle 20 Minuten leuchtet der Untersetzer, der am Laptop angeschlossen ist, blau auf und gibt Töne von sich, die erst wieder aufhören, wenn man getrunken hat. Es funktioniert.
11 Uhr bis 11.30 Uhr. Regenpause ausgenutzt und zum Briefkasten gegangen. Dabei kurzen Abstecher zum Bücherschrank, wieder ein bisschen Beute gemacht:
Das Buch links soll laut Terry Pratchett das komischste Buch seit 500000 Jahren sein, das Cover des mittleren Buches von 1958 fand ich schön und die Geschichten wollte ich immer schon einmal lesen. Beim rechten Buch machte mich der Autor neugierig. Von ihm habe ich schon zwei Bücher gelesen, er schreibt düster, aber teilweise auch witzig, man muss in Stimmung für seine Bücher sein. Aber vielleicht bin ich das ja demnächst einmal.
12.40 Uhr: Habe noch einen Rest leckerer Bärlauchsuppe im Kühlschrank, genau richtig bei dem kalten Wetter. Hier das Rezept von „Camouflage 165“ auf Chefkoch.de:
Die Zwiebel schälen und würfeln, die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Die Zwiebel in einer Pfanne mit der Butter anschwitzen, bis sie goldgelb ist. Mit der Brühe aufgießen und Kartoffeln sowie Bärlauch beifügen, dabei vier Blätter Bärlauch für die Garnitur zurückbehalten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und langsam köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dann die Suppe mit einem Pürierstab mixen und zum Schluss die Sahne unterrühren. Nochmals kurz aufkochen lassen und heiß, mit dem Bärlauch garniert, servieren.
14.50 Uhr: Französische Teepause mit Lieblingskeks.
15.20 bis 16.50 Uhr: Gebügelt mit amüsantem Hörbuch als Begleitung.
Besprechung folgt nächste Woche!
Ab 17.15 Uhr: Neue Postkarten geklebt. diese z. B. ist tagesaktuell:
Steigende Bildungsdefizite
22.10 Uhr: Noch ein bisschen lesen…Solche Lektüre macht mir bewusst, wie dankbar ich sein kann, ein Buchmensch zu sein.
Das war die heutige schöne Momente- Ausbeute. Ich bin zufrieden.
Während der Radtour im Fleuthkuhlengebiet kam ich auch an typischen Niederrheinmotiven vorbei, die ich schon so oft fotografiert habe. Aber ich kann einfach nicht anders und muss dann wieder auf den Auslöser drücken. Diese Fotos habe ich jetzt mal in schwarz-weiß Bilder umgewandelt, was ich auch sehr reizvoll finde.
Auch die Fleuthkuhlen „haben was“ in schwarzweiß.
In Aengenesch gibt es eine kleine Kirche. Sie war geschlossen, doch vom seitlich gelegenen offenen Gebetsraum kann man auch in das Innere sehen. Schöne Fenster und ein für die kleine Kirche imposanter Holzaltar sind zu entdecken.
Ganz in der Nähe steht die Turmruine von Haus Langendonk, sie ist eine meiner niederrheinischen Lieblingsmotive, weil sie zu jeder Jahreszeit anders wirkt und mich auch ein bisschen an Schottland erinnert.
Aber kommen wir zu Farbbildern zurück. Die Lösung meines Vogelquiz steht ja noch aus.
Oben links sehen Sie einen Mäusebussard, daneben einen Star, darunter ein Kleiber.. Unten links geht es mit einem Fink weiter, in der Mitte sieht Sie keck ein Zaunkönig an und rechts sitzt eine Feldlerche. Ihr Gesang gehört für mich auch zum Niederrhein:
Und hier ein neues Rätsel, bei denen ich aber Ihren Rat brauche. Ich bin an diesem Baum vorbei gefahren- gibt es Bunkerbäume?
Am letzten Donnerstag nutzte ich das schöne Wetter, um meine erste Radtour in diesem Jahr zu machen. Auf meiner „To go“- Liste standen schon länger die Fleuthkuhlen zwischen Issum und Geldern. Ich parkte meinen Wagen in Aengenesch, von dort ist es nicht weit zum Radwegknotenpunkt 82, der am Rand der Fleuthkuhlen liegt.
Was sind die Fleuthkuhlen?
Ich fuhr mit meinem Rad zuerst ein Stück auf dem R 82 entlang. Außer zwei Spaziergängern kam mir niemand entgegen.
Doch schöne Ausblicke in Seitenwegen rechts und links ließen mich den R 82 bald verlassen. Auf der Internetseite von Komoot sah ich nach, wo Wege ans Wasser führten und so mäanderte ich durch das Naturschutzgebiet.
Solche Eindrücke ließen mich das Wort „Expedition“ in der Überschrift wählen. Manchmal fühlte ich mich wie in den Swamps von Louisiana, es war märchenhaft, auch mal ein bisschen unheimlich.
Aber die Zivilisation ist nicht weit. Man kommt am Haus Beerenbrouk vorbei,
Der Hof wird erstmals 1331 in Aufzeichnungen erwähnt.
auch Schloss Haag liegt in der Nähe. (Habe vergessen, ein Foto zu machen…).
Man fährt natürlich auch durch Felder oder kleine Haine und da wurde es dann schon ganz schön blumig.
Für die Blüte der gelben Sumpf-Schwertlilie in den Fleuthkuhlen war es leider noch ca. 2 Wochen zu früh, wie mir eine nette Spaziergängerin mitteilte. Das muss dann auch traumhaft aussehen.
In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mein Wissen über die heimische Vogelwelt zu erweitern und da sind die Fleuthkuhlen auch ein geeignetes Gebiet, sich als „Birdy“ zu versuchen. (Birdy= englische Bezeichnung für engagierte Vogelliebhaber mit liebenswerten Macken.) Ich besitze keine Tarnkleidung und habe auch kein 1000er Teleskop, aber meine Ohren waren die ganze Zeit gespitzt und schließlich konnte ich neben den üblichen Verdächtigen wie Meisen, Spatzen, Krähen, Spechte, Tauben und Elstern auch ein paar andere Vogelarten bestimmen und z.T. auch sehen.
Die Fotos kommen von Pixabay
Welche Vögel erkennen Sie? Am Mittwoch geht es mit „Fleuthkuhlen 2“ weiter.
Letzte Woche stellte ich Ihnen einige Fotos vor, die ich im nächtlichen Köln und auf der Rückfahrt nach Duisburg gemacht hatte. Dank langer Belichtungszeit zeigten die Fotos Lichtmalereimotive. Heute nun als Ergänzung noch ein paar weitere Bilder, bei denen ich die Kölnfotos mit anderen Fotos kombiniert habe. Alle strahlen nach meinem Empfinden etwas Außerirdisches aus.
Die InvasionFremde Spaziergänger unterwegsKontamination am NiederrheinNur noch wenige Schattenmenschen lebenDie Übernahme der Erde ist abgeschlossenDie Erde verändert sichDie neue Gesicht der Erde in der Galaxie 2.0
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