Wenn Düfte zu Farben werden (2)

Letzte Woche schrieb ich über ein kleines Experiment. Meine Versuche bestanden darin, nicht benannte Düfte in Farben umzusetzen. (Link zu dem Artikel siehe unten). Heute zeige ich Ihnen vier Bilder. Ich habe zu jedem Duft eine Farbpalette angelegt und mit den Farben einer Palette ein Bild gemalt, das die Eindrücke, die ich bei dem Riechen eines Dufts sammelte, darstellen sollte.


Erst nach dem Malen der Bilder sah ich nach, mit welchen Düften ich es zu tun hatte. Zwischen „Punktlandung“, völligem Versagen meiner Nase und „na ja, ist ok“ konnte ich wählen.
Dies waren die Düfte: Pfefferminze, Paprika, Magic Beeren-Tee und Malve/Hibiskustee: Welches Bild passt zu welchem Duft?

Ich fange mit der schlechten Nachricht an: Oben rechts…Nein, es sind nicht die Beeren, es ist Pfefferminze…Nix Grünes. Ich mag den Pfefferminzgeruch sehr, doch diese anonyme Mischung empfand ich als unangenehm und sie belegte meine Lunge. Deshalb unten kleine erdrückte Lungenbläschen.

Oben links: Malve- ich kam mir ein bisschen wie in einem Dschungel vor.
Unten rechts: Magic Beeren. Ich fand den Duft schneidend, deshalb habe ich im unteren Bereich zackige Eisschollen gemalt, der „Duftabgang“ war dann frisch.
Unten links: Paprika!

Mir hat dieses Experiment viel Spaß gemacht. Komme ich demnächst mal bei einem Teeladen vorbei, werde ich nicht sofort auf die Tütenbeschriftungen sehen, sondern erst einmal meine Nase arbeiten lassen und die Augen schließen.

Sommerspaß mit Zauberpapier

Vor einiger Zeit schenkte mir eine Freundin dieses Papier:

Man legt Gegenstände auf das beschichtete Papier und lässt dann das Ensemble 5 bis 7 Minuten von der Sonne bescheinen. Anschließend das Papier in kaltes Wasser tauchen, das Ergebnis sind Fotos wie s.o. „aus den Kindertagen der Fotografie“.
Ich sammelte Gegenstände im Haushalt, die ich für geeignet hielt und schnitt aus Papier Figuren zum Auflegen aus. Dann wartete ich auf einen strahlenden Sonnentag, der aber nicht kam. So probierte ich es ohne Sonne, was auch funktionierte, man muss das Papier dann nur länger dem Licht aussetzen.

Mir machte das sehr viel Spaß und ich konnte mich ein bisschen hineinversetzen in die Spannung früherer Fotografen, ob und wie ein Bild gelingt. Ich finde, diese Bilder sind ein bisschen geheimnisvoll.

Ein paar Tage später ging ich dann noch einen Schritt weiter und fotografierte diese Solarbilder mit einer Digitalkamera. Diese Fotos verfremdete ich, hier ein paar Beispiele:

Also bereitet das Solarpapier doppeltes Vergnügen!
Nun sammle ich wieder neue Ideen und werde mir irgendwann noch einmal ein Päckchen dieses Spezialpapiers kaufen.