Allerbeste Handwerkskunst im Hunsrück (Ludwigsburg 1)

Wir verbrachten ein langes Wochenende in Ludwigsburg. Auf der Hinfahrt legten wir eine Pause in Mermuth ein, nachdem wir zuhause im SWR einen Film über die Handwerkskunst der Intarsienarbeit gesehen hatten. Die Sendung war bei der Mermuther Familie Echtermann gedreht worden.

Wir wurden sehr nett begrüßt und Herr Echtermann und seine Tochter, die Inhaberin der Werkstatt und des Museums, führten uns durch ihre Schatzkammer aus Holz.

Wir erfuhren viel über verschiedene, oft sehr wertvolle Holzarten (unten links z.B. ein Querschnitt der Schwarzeiche) und deren Verwendung. Über die letzten Jahrzehnte haben Echtermanns viele Auftragsarbeiten von Privatpersonen und Firmen übernommen, fertigen aber, wie auf den Fotos zu sehen ist, auch immer wieder eigene Kunstwerke an. Herr Echtermann hat dabei eine Vorliebe für das Graphische, seine Tochter mehr für bildliche Darstellungen.

Ich hätte mir stundenlang die filigranen Kunstwerke ansehen können. Meine Hochachtung war schon nach der Fernsehsendung groß, doch die handgefertigten Bilder in natura zu sehen erhöhte noch einmal meine Wertschätzung.

Glücklicherweise gibt es in dem Museum auch eine Ecke für alle Besucher, die sich eine Erinnerung mitnehmen möchten. Bücher mit Umschlägen aus gestaltetem Holz, Schlüsselanhänger, Schatullen, Spiele, Uhren- es gibt vieles, was durch Intarsienarbeit schöner wird.
Ich kaufte mir diese Brosche und werde viel Freude an ihr haben.

L

Wer sich die Sendung ansehen möchte, hier ist der passende Link:

https://www.ardmediathek.de/video/handwerkskunst/wie-man-ein-schachbrett-mit-intarsien-macht/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExMTI1ODk

Diese Art von Handwerkskunst findet man in Deutschland nur noch sehr selten. Jeder kann durch einen Besuch der Werkstätten/Museen dazu beitragen, dass das Wissen und Können bewahrt wird.
Wenn Sie auf der Autobahn A 61 unterwegs sind, erreichen Sie von der Abfahrt Emmelshausen aus nach ca. 10 Minuten den kleinen Ort Mermuth. Dort ist das Museum ausgeschildert.
Weitere Infos zum Museum finden Sie unter: http://www.intarsien.de