Tipps für Paris (1)

Wir verbrachten im Juni ein paar Tage in Paris. Zum ersten Mal übernachteten wir nicht unmittelbar in der Stadt, sondern im Südwesten in der Stadt Issy-les-Moulineaux. Hier haben in Sichtweite des Eiffelturms viele Fernsehsender ihren Sitz wie beispielsweise ARTE, Eurosport oder France TV 1 und die Microsoft-Vertretung für Frankreich findet sich hier ebenfalls. Dementsprechend gibt es viele sehr moderne Straßenzüge neben edlen Häusergruppen und historischen Gebäuden. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, das Angebot der Restaurants ist vielfältig.


Wir übernachteten direkt gegenüber einem Park in einer Ferienwohnung, ca. 10 Minuten von der nächsten Metrostation entfernt. Die Lage war ruhig und stiegen wir in die Metro, bekamen wir immer einen Sitzplatz, da „Marie d‘Issy“ die End-bzw.Anfangsstation der Linie 12 ist. Bis zur Mitte von Paris (z.B. Notre Dame) brauchten wir eine halbe Stunde (einmal umsteigen in Montparnasse).

Wir hatten diese Ecke ausgewählt, weil wir bei der Übertragung der olympischen Spiele in Paris auf diese Gegend aufmerksam gemacht wurden. Issy liegt direkt an der Seine und es gibt zwei Inseln, die beide einen Besuch wert sind.

Die Insel „Saint-Germain“ bietet sehenswerte Blumenbeete neben lauschigen Plätzen und Freiflächen für sportliche Aktivitäten oder Kinderbespaßung. Das Wahrzeichen des Parks ist der „La Tour aux figures“ von Jean Dubuffet. Ab März bis Ende Oktober kann man am Wochenende im Rahmen einer Führung nachmittags bis in die Spitze steigen. Darauf verzichteten wir und gönnten uns noch eine Abkühlung in dem großzügig angelegten Café.

Das zweite Ziel im Südwesten war das Museum Louis Vuitton im Bois de Bologne. Auch hier habe ich einen Tipp: Karten online vorab reservieren spart viel Zeit. Wir wollten direkt morgens um 11 Uhr in das Museum, doch waren keine Tickets mehr verfügbar. Wir gönnten uns „Premiumtickets“ (Statt 18 Euro kosten diese 24 Euro). Hier kommt man ohne Anstehen jederzeit durch einem gesonderten Eingang in das Museum, erhält einen kostenlosen Audioguide und hat noch andere Vorteile, wie beispielsweise einen reduzierten Eintrittspreis im benachbarten Park mit vielen Attraktionen für Kinder.

Das Gebäude von Frank Gerry ist sehr luftig und schenkt wunderbare Ausblicke und Blickachsen. Die großzügigen Ausstellungsräume sind unterschiedlich hoch und bieten damit auch viel Platz für sehr große Kunstwerke.
Wir hatten das große Glück, eine Werkausstellung des Künstlers Alexander Calder zu sehen, der hauptsächlich für seine Mobiles und Skulpturen bekannt ist. In der Ausstellung mit dem Titel „Träume im Gleichgewicht“ gab es darüber hinaus aber auch noch einige seiner Zirkusfiguren zu sehen und ein Raum widmete sich seinen Schmuckentwürfen.

Am Donnerstag nehme ich Sie mit auf einen kleinen Bilderspaziergang durch Paris, vielleicht gibt es ja dabei einen Ort, den Sie noch nicht kennen oder vielleicht ein zweites Mal besuchen sollten.