{"id":4252,"date":"2017-06-05T01:01:46","date_gmt":"2017-06-04T23:01:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=4252"},"modified":"2025-05-21T00:58:21","modified_gmt":"2025-05-20T22:58:21","slug":"bicycle-diaries","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2017\/06\/05\/bicycle-diaries\/","title":{"rendered":"Bicycle Diaries"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4375\" src=\"http:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856.jpg 1024w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-144x144.jpg 144w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_9868-e1495242683856-1200x1200.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Dieses Buch hat mich sehr \u00fcberrascht. Ich fing es zu lesen an, um mir, wie schon bei der Lekt\u00fcre &#8222;Lob des Fahrrads&#8220; (Link siehe unten &#8222;Welttag des Fahrrads) das Wunderbare am Radfahren noch einmal f\u00fcr die n\u00e4chsten Radwochen im Sommer bewusst zu machen. Doch das war in den &#8222;Diaries&#8220; nur ein Nebenthema.<\/p>\n<p>Wer ist der Autor David Byrne? Bekannt wurde er in den 70er und 80er Jahren als Kopf der Gruppe &#8222;Talking Heads&#8220;. Damals eine sehr innovative Gruppe, hier ein Videoclip als Erinnerung, bzw. zum Einstieg:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"840\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/jelUxJiXH_g?feature=oembed\" frameborder=\"0\" gesture=\"media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Die Gruppe l\u00f6ste sich dann auf und David Byrne begann eine Solokarriere als Musiker. Er sampelte z.B. als erster Musikst\u00fccke und gr\u00fcndete ein Label f\u00fcr Weltmusik. Er veranstaltete Happenings, machte sich einen Namen als Fotograf und wurde auch bekannt als s\u00fcchtiger Radfahrer, der mit seinem Klapprad durch New York fuhr, als dies noch niemand tat.<\/p>\n<p>In seinem Buch, das er vor ca. 10 Jahren geschrieben hat, erz\u00e4hlt er von Aufenthalten in verschiedenen St\u00e4dten, sein Klapprad ist immer dabei. Da die Inhalte und deren Qualit\u00e4t der einzelnen Kapitel (Abk\u00fcrzung= Kap) so unterschiedlich sind, verteile ich Sternchen.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f Kap 1 &#8222;Amerikanische St\u00e4dte&#8220; &#8211; Byrne nimmt seine Fahrradausfl\u00fcge zum Anlass, die infrastruktufelle Entwicklung amerikanischer Landschaften und St\u00e4dte zu analysieren und diese mit der europ\u00e4ischen zu vergleichen. Spannende Gedanken.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f Kap 2 &#8211; Berlin- Die Anzahl der Fahrradwege, deren Zustand und die Tatsache, dass es spezielle Radfahrerampeln gibt, begeistern Byrne. Seine Hauptthemen sind allerdings Berlin vor und nach dem Mauerfall und die Stasivergangenheit.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f Kap 3 &#8211; Istanbul- Die Schilderung, warum ein Musikfestival, auf dem er auftreten soll, anscheinend so wichtig ist f\u00fcr den EU-Eintritt der T\u00fcrkei (das hat was Nostalgisches) und warum das Festival dann erst nicht stattfindet und dann doch noch.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f Kap 4- Buenos Aires- In Argentinien ist die Tatsache, dass man sich mit einem Rad von A nach B bewegen kann, bei der Bev\u00f6lkerung noch nicht bis zum Bewusstsein durchgedrungen. Was dem Kapitel 4 Sternchen bringt sind die Schilderungen der argentinischen Musikszene. Eine komplett andere Welt, die man aber mit Hilfe von YouTube entdecken kann.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f Kap 5 &#8211; Manila- Schon bei den Schilderungen seiner Radtouren durch New York oder Istanbul kam bei mir \u00f6fter die Frage auf: Ist der Mann ein Adrenalinjunkie, ist er lebensm\u00fcde oder hat er eine Kompanie Schutzengel in petto? Byrne ist heute Mitte 60, also war er auch nicht mehr ganz so jung, als er die Touren machte. Er schreibt, dass er ein Defensivfahrer, ja ein Fahrradflaneur sei. Da kommt es drauf an, wie jeder f\u00fcr sich das Wort &#8222;flanieren&#8220; definiert&#8230; Dieses Kapitel hat die meisten Beschreibungen von kleinen Beobachtungen oder Episoden w\u00e4hrend des Radfahrens. Au\u00dferdem &nbsp;erinnert es an Imelda Marcos. Byrne ist in Manila, um f\u00fcr ein Musikprojekt zu recherchieren, er will eine CD herausbringen mit Liedern, die pers\u00f6nliche Vielschichtigkeit von Imelda schildern. (Sp\u00e4ter ist daraus dann eine Oper geworden).<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f \u2b50\ufe0f Kap 6- Sydney- Diese Stadt ist f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlich, denn hier hat die Natur dank einer Reihe giftiger Tiere und Pflanzen noch ein bisschen das Sagen. Bei uns kaum vorstellbar, deswegen interessant zu lesen. Auch seine Bemerkungen zum heutigen Leben der Aborigines sind lesenswert. Das Radfahren kommt nur am Rande vor.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f \u2b50\ufe0f Kap 7- London- Byrne (Er ist \u00fcbrigens geb\u00fcrtiger Schotte, der mit den Eltern in die USA auswanderte), erz\u00e4hlt von Restaurant- und Galeriebesuchen und l\u00e4sst sich \u00fcber kulturelle Stereotypen aus. Nett.<\/p>\n<p>\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f Kap 8 und 9 -San Francisco und New York- Seine Gedanken \u00fcber Outsiderk\u00fcnstler, als er eine Ausstellung in einer psychatrischen Einrichtung besucht, sind wieder ein Highlight. Und die letzten Seiten widmen sich dann komplett dem Fahrrad, da er in New York eine Tagesveranstaltung zum Thema Radfahren in all seinen Facetten organisiert.<\/p>\n<p>David Byrne ist ein kluger Kopf. Seine Gedanken sind z.T. sehr inspirierend. Auch ist es spannend im Internet nachzulesen, was sich seit dem Erscheinen des Buches 2009 in den einzelnen St\u00e4dten an Verbesserungen f\u00fcr Radfahrer getan hat. So sind in New York z.B. 600 km Radwege dazugekommen und es gibt ein gro\u00dfes Netz an Leihradstationen. Alles in allem: \u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f\u2b50\ufe0f<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Buch hat mich sehr \u00fcberrascht. Ich fing es zu lesen an, um mir, wie schon bei der Lekt\u00fcre &#8222;Lob des Fahrrads&#8220; (Link siehe unten &#8222;Welttag des Fahrrads) das Wunderbare am Radfahren noch einmal f\u00fcr die n\u00e4chsten Radwochen im Sommer bewusst zu machen. 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