{"id":28894,"date":"2025-03-06T01:02:00","date_gmt":"2025-03-06T00:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=28894"},"modified":"2025-03-07T09:00:15","modified_gmt":"2025-03-07T08:00:15","slug":"das-wunder-des-malachias","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2025\/03\/06\/das-wunder-des-malachias\/","title":{"rendered":"Das Wunder des Malachias"},"content":{"rendered":"\n<p>Im letzten Monat berichtete ich \u00fcber den Besuch der Ausstellung \u201eFilm ab\u201c, in der es um die Filmszene im Ruhrgebiet ging. Hier bekam ich u.a. mehrere Tipps f\u00fcr Filme, die vor Ort spielen und einer ist \u201eDas Wunder des Malachias\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"549\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-1024x549.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28900\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-1024x549.jpeg 1024w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-300x161.jpeg 300w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-768x412.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-1536x823.jpeg 1536w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-2048x1098.jpeg 1910w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-1200x643.jpeg 1200w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_0724-scaled.jpeg 1911w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto mit DVD H\u00fclle des Films \u201eDas Wunder des Malachias\u201c<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Buch, auf dem der Film basiert, wurde vom schottischen Autor Bruce Marschall geschrieben und erschien erstmals 1950 in Deutschland. Es musste mehrmals nachgedruckt werden, denn die Geschichte des verschmitzten Geistlichen, der ein Wunder erbittet, kam im Nachkriegsdeutschland gut an. Doch bei Bernhard Wicki wird aus dieser Geschichte ein bei\u00dfendes Gesellschaftspanorama, das der Regisseur in Gelsenkirchen drehte.<br>Worum geht es? Neben der Kirche der Pfarrei St.Johannes steht die Eden Bar und sie ist den Geistlichen ein Dorn im Auge. Malachias, ein junger M\u00f6nch, der gerade der Pfarrei zugeteilt wurde, m\u00f6chte etwas Gutes tun und betet zu Gott, dass die Bar verschwinden soll. Gott erh\u00f6rt das Gebet, das Haus l\u00f6st sich in Luft auf. Die G\u00e4ste und das Haus landen unversehrt auf einer Insel in der Nordsee.<br>War es ein Wunder? Auch in den 50er Jahren wird dieses Thema nun bis zum letzten Kn\u00f6chelchen ausgeschlachtet. Die Stelle, wo die Bar gestanden hat, wird zum Pilgerort mit allen denkbaren monit\u00e4ren Ausw\u00fcchsen, wie beispielsweise dem Verkauf von geheiligtem Wasser, Wackelm\u00f6nch oder gesegneten W\u00fcrstchen. Gl\u00e4ubige Touristen str\u00f6men ins Ruhrgebiet. Die Presse \u00fcberschl\u00e4gt sich mit neuen Spekulationen, Verschw\u00f6rungstheoretiker tauchen auf, eine Frau, die das Verschwinden der Bar gesehen hat, wird zur Werbeikone und gefragter Begleitung reicher M\u00e4nner. Als ein Architekt an der Nordsee um die alte Edenbar einen hypermodernen Glaskasten installiert und zum Luxusresort f\u00fcr Superreiche ernennt, sind die oberen Tausend ebenfalls vom Wundervirus infiziert und feiern zur Er\u00f6ffnung ein rauschendes Fest.<br>M\u00f6nch Malachias ist todungl\u00fccklich \u00fcber die Konsequenzen seines Gebets. Er f\u00e4hrt an die Nordsee und wendet sich ein zweites Mal an Gott, um f\u00fcr die R\u00fccknahme des Wunders zu bitten.<br><br>Wir haben den Film mit Freunden geguckt und alle waren begeistert. Wenn es auch am\u00fcsante Szenen gibt, so bleibt einem mehrmals das Lachen im Hals stecken, denn der Film hat eine vision\u00e4re Aktualit\u00e4t. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen bekannten Schauspielern wie z.B. Loriot, Senta Berger, Pinkas Braun, Brigitte Grothum oder G\u00fcnter Pfitzmann. Die Ansichten der Ruhrgebiets zu seiner kohlenschwarzen Bl\u00fctezeit in dem Schwarzwei\u00dffilm sind ebenfalls sehenswert. Und dann waren da die Gesichter der Statisten. Viele Gelsenkirchener haben damals mitgespielt. Einfache Menschen, in deren Gesichter und Haltung der Krieg Spuren hinterlassen hat. Diese Gesichter gibt es heute nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Bernhard Wicki drehte diesen Film nach seinem gro\u00dfen Erfolg \u201eDie Br\u00fccke\u201c. Auch dieser Film wurde mehrfach ausgezeichnet, doch dann verschwand er in der Versenkung, weil die UfA, die f\u00fcr den Verleih des Filmes zust\u00e4ndig war, ein Jahr sp\u00e4ter pleite war. <br>Wie gut, dass es die DVD-Sammlung \u201eFilmjuwelen\u201c gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten Monat berichtete ich \u00fcber den Besuch der Ausstellung \u201eFilm ab\u201c, in der es um die Filmszene im Ruhrgebiet ging. Hier bekam ich u.a. mehrere Tipps f\u00fcr Filme, die vor Ort spielen und einer ist \u201eDas Wunder des Malachias\u201c. 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