{"id":26026,"date":"2024-02-26T06:00:00","date_gmt":"2024-02-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=26026"},"modified":"2024-02-26T06:03:32","modified_gmt":"2024-02-26T05:03:32","slug":"sommer-in-odessa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2024\/02\/26\/sommer-in-odessa\/","title":{"rendered":"Sommer in Odessa"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"859\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4074-859x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26032\" style=\"width:352px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4074-859x1024.jpeg 859w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4074-252x300.jpeg 252w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4074-768x916.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/IMG_4074.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Ukraine, Odessa, 2014: Die Medizinstudentin Olga erz\u00e4hlt von ihrer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Familie. Diese lebt zusammen in einer Wohnung und besteht aus sieben Frauen und einem Mann. Der Mann ist der Opa, der nie einen Sohn gehabt hat und seine drei T\u00f6chter und deren T\u00f6chter tyrannisiert. Alle werden seinen Anspr\u00fcchen nicht gerecht, nur Olga hat anfangs noch ein etwas besseres Verh\u00e4ltnis, weil der Gro\u00dfvater f\u00fcr die Familienehre seine ganze Hoffnung in sie setzt, denn als \u00c4rztin \u201eist man schlie\u00dflich wer\u201c. Olga, die eigentlich gar keine Lust auf ein Medizinstudium hat, kann sich diesem Erwartungsdruck nicht widersetzen und sucht Trost bei ihren Freunden Mascha, Radj und Sergej. <br>     Es ist Sommer in Odessa und dessen Leichtigkeit und die Sch\u00f6nheit der Stadt lassen Olga die Familienh\u00f6lle an manchen Tagen vergessen. Doch dann \u00e4ndert sich das Leben von Olga. David, der alte Freund von Opa, besucht ihn zu dessen 75. Geburtstag. Sehr lange haben sich die beiden M\u00e4nner nicht mehr gesehen, denn David ist vor Jahren nach New York ausgewandert. Opas Laune bessert sich, der Alltag wird in der Wohnung f\u00fcr kurze Zeit ertr\u00e4glich. Im Gegensatz dazu nehmen die Probleme auf der Stra\u00dfe immer weiter zu. Ein Riss geht durch die Bev\u00f6lkerung der Ukraine. Die einen wollen in die EU und sind pro westlich,  die anderen halten an der Verbindung zu Russland fest. Es gibt gewaltt\u00e4tige  Demonstrationen und Streitereien auf der Stra\u00dfe.<br>Die Politik, aber auch die pl\u00f6tzlich abnehmende Zuneigung zwischen Opa und David machen das Leben in der Wohnung wieder unertr\u00e4glich. Langsam zerf\u00e4llt die Familie, denn David hat noch einen anderen Grund f\u00fcr den Besuch in Odessa und dieses Geheimnis l\u00e4sst Olga schlie\u00dflich einen neuen Lebensweg einschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich das Buch gelesen habe, musste ich als Au\u00dfenstehende bei den Tyranneien des Opas h\u00e4ufig schmunzeln. Mich erinnerten einige Szenen an Opa Hoppenstedt von Loriot.  Dann besuchte ich letzte Woche eine Lesung der Autorin. Irina Kilimnik kommt aus Odessa, lebt aber seit dem 15. Lebensjahr in Berlin. Sie studierte hier Medizin bis zum 2. Staatsexamen und h\u00f6rte dann auf. Die Texte aus dem Roman las sie recht emotionslos vor, manchmal hatte ich den Eindruck, dass sie immer unter den Erinnerungen an ihrem Gro\u00dfvater litt. Fast sch\u00e4mte ich mich f\u00fcr mein L\u00e4cheln.<br>Die politische Seite des Romans ist mit den heutigen Kenntnissen und Ereignissen bedr\u00fcckend. Er erz\u00e4hlt eine Geschichte, die so heute nicht mehr passieren kann.<br>Ein gutes Buch.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ukraine, Odessa, 2014: Die Medizinstudentin Olga erz\u00e4hlt von ihrer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Familie. Diese lebt zusammen in einer Wohnung und besteht aus sieben Frauen und einem Mann. Der Mann ist der Opa, der nie einen Sohn gehabt hat und seine drei T\u00f6chter und deren T\u00f6chter tyrannisiert. 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