{"id":24559,"date":"2023-09-15T01:01:00","date_gmt":"2023-09-14T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=24559"},"modified":"2024-08-31T22:54:24","modified_gmt":"2024-08-31T20:54:24","slug":"eine-geschichte-der-frauen-in-100-objekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2023\/09\/15\/eine-geschichte-der-frauen-in-100-objekten\/","title":{"rendered":"Eine Geschichte der Frauen in 100 Objekten"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_2130.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-24639\" width=\"167\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_2130.webp 517w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG_2130-202x300.webp 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 85vw, 167px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Angesichts der Tatsache, dass die Autorin Annabelle Hirsch deutsch-franz\u00f6sische  Wurzeln und u.a. in Paris Kunstgeschichte studiert hat, ist es nicht verwunderlich, dass von den 100 beschriebenen Objekten ca. die H\u00e4lfte aus Frankreich kommt. So liest man nicht nur eine Geschichte der Frauen, sondern erf\u00e4hrt auch viele \u00fcberraschende Details \u00fcber unser Nachbarland.<br>    Dieses Buch (411 Seiten) hat mich in vieler Hinsicht begeistert. Jedes Objekt stellt die Autorin auf h\u00f6chstens drei Seiten vor, so dass sich die Lekt\u00fcre optimal f\u00fcr den kleinen Lesehunger von dem Einschlafen eignet. <br>Das Alter der Objekte reicht von 30000 Jahren vor Chr. bis zum Jahr 2017. <br>Wussten Sie, dass es seit zehn Jahren Indizien gibt, dass die urzeitlichen Gem\u00e4lde in den franz\u00f6sischen H\u00f6hlen, die von den Wissenschaftlern bis dahin wie selbstverst\u00e4ndlich den M\u00e4nnern zugeschrieben wurden, auch von ihren Frauen stammen? <br>Kennen Sie die Geschichten vom \u201eLe rouge Baiser\u201c, dem \u201e100-KM\/H-Mantel\u201c des Pariser Modehauses Dornac oder des Messers der M\u00e8re Filloux, die den Ruhm Lyons als Haute Cuisine-Stadt ausl\u00f6ste? Ich habe oft gestaunt, durch welche Umst\u00e4nde die Rechte von Frauen vergr\u00f6\u00dfert oder \u00f6fter beschnitten wurden, wenn es den M\u00e4nnern gerade passte. (In Hollywood gab es beispielsweise bis in die 30er Jahren mehr Regisseurinnen und Produzentinnen, doch dann entdeckten M\u00e4nner, dass man mit Filmen Geld verdienen konnte und das Ende der m\u00e4chtigen Frauen von Hollywood wurde eingel\u00e4utet.)<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_2114.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24575\" width=\"506\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_2114.jpeg 640w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_2114-300x169.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 506px) 85vw, 506px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Lois Weber drehte bis 1940 138 Filme, also in einer Zeit, in der Frauen noch nicht w\u00e4hlen oder ein eigenes Bankkonto besitzen durften<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Manche Kapitel haben mich emp\u00f6rt. Schlimm das Foto von Robert Capra, das 1944 die dreiunszwanzigj\u00e4hrige Simone Touseau in Chartres zeigt, die glatzk\u00f6pfig mit einem Baby auf dem Arm von Menschen beschimpft und auf der Stra\u00dfe gejagt wird. Die Autorin erz\u00e4hlt anhand des Fotos die Geschichte der \u201e\u00c9puration sauvage\u201c, bei der Frauen, die mit den Deutschen kollaborierten, gebrandmarkt wurden.<br>Kennen Sie Brownie Wise, Liane Berkowitz, Majorie Hills oder Elisabeth Selbert? Dieser Name und viele andere, oft vergessene, Namen sind mir im Zusammenhang mit der Geschichte der Frauen zum ersten Mal begegnet. Da die Autorin in jedem Kapitel kurz und knackig schreibt, bleiben viele M\u00f6glichkeiten, sich nach Beendigung des Buches in eins der hundert Frauenthemen zu vertiefen.<\/p>\n\n\n\n<p>Annabelle Hirsch bietet in ihrem Buch Fakten aber auch Denkmodelle an, in denen sie die Geschichte der Frau neu interpretiert. Bei manchen dieser \u00dcberlegungen verf\u00e4llt sie allerdings in ein schwarz-wei\u00dfes Denkschema, das sie sonst den M\u00e4nnern vorwirft. Das ist schade.<\/p>\n\n\n\n<p>P.S. Meine Heldin ist \u00fcbrigens Elisabeth Selbert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"184\" height=\"274\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/IMG_2116.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24584\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Man spricht immer von den \u201eV\u00e4tern des Grundgesetzes\u201c, aber \u201enur\u201c 61 von den 65 Mitgliedern des Gremiums waren M\u00e4nner. Zu den vier Frauen der Gruppe geh\u00f6rte Elisabeth Selbert. Gegen gro\u00dfe Widerst\u00e4nde aller anderen Mitglieder setzte sie durch, dass der Satz:\u201cM\u00e4nner und Frauen sind gleichberechtigt.\u201c in das Grundgesetz mit aufgenommen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der Tatsache, dass die Autorin Annabelle Hirsch deutsch-franz\u00f6sische Wurzeln und u.a. in Paris Kunstgeschichte studiert hat, ist es nicht verwunderlich, dass von den 100 beschriebenen Objekten ca. die H\u00e4lfte aus Frankreich kommt. So liest man nicht nur eine Geschichte der Frauen, sondern erf\u00e4hrt auch viele \u00fcberraschende Details \u00fcber unser Nachbarland. 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