{"id":21613,"date":"2022-12-05T01:47:00","date_gmt":"2022-12-05T00:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=21613"},"modified":"2022-11-26T12:17:00","modified_gmt":"2022-11-26T11:17:00","slug":"ein-garderobenroman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2022\/12\/05\/ein-garderobenroman\/","title":{"rendered":"Ein Garderobenroman"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/48D8D14B-6F40-4E2D-ACC0-4FEDD686B5EC-862x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21646\" width=\"375\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/48D8D14B-6F40-4E2D-ACC0-4FEDD686B5EC-862x1024.jpeg 862w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/48D8D14B-6F40-4E2D-ACC0-4FEDD686B5EC-253x300.jpeg 253w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/48D8D14B-6F40-4E2D-ACC0-4FEDD686B5EC-768x912.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/48D8D14B-6F40-4E2D-ACC0-4FEDD686B5EC.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 85vw, 375px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Herr Harald, ein Mann mittleren Alters, Junggeselle, arbeitet an der Garderobe in der Oper, vertretungsweise auch in der Philharmonie oder im Theater. Sein Leben verl\u00e4uft geordnet ohne \u00dcberraschungen, sein mitunter rasantes Gef\u00fchlsleben hat er im Griff.  Er beobachtet seine Umwelt genau, sein Notizbuch wird stetig mit Anmerkungen \u00fcber Opernbesucher, Waschsalonbenutzer und das Wetter gef\u00fcllt und er w\u00e4hlt das \u201eWort des Monats\u201c aus. Eine Coca Cola g\u00f6nnt er sich manchmal, ebenso kleine Fantasiereisen, die er mit der jungen Frau unternimmt, die bei Klavierkonzerten als Notenumbl\u00e4tterin agiert. Ihren Namen kennt er nicht, aber ihr fohlenbraunes Haar hat es ihm angetan.<br>Sein korrektes Leben bekommt einen Knacks, als nach einer Vorstellung ein Mantel nicht abgeholt wurde und Herr Harald  in dem Mantel eine Waffe findet. In Panik nimmt er die Waffe mit nach Hause und l\u00e4sst den Mantel verschwinden. Die Waffe ist eine \u201eRh\u00f6n\u201c, eine Schreckschusspistole, die er im Backofen in einem R\u00f6mertopf versteckt. Er gew\u00f6hnt sich an ihre Gesellschaft und in ihm reift eine Idee. Sein  Leben hat sich wieder etwas beruhigt, als er in einer Zeitung das Foto einer m\u00e4nnlichen Leiche sieht, nach deren Identit\u00e4t die Polizei sucht. War das der Mantelmann? Ein paar Abende sp\u00e4ter fragt in der Oper ein Mann nach dem Mantel. Herr Harald schafft es, dem Mann sein Unwissen \u00fcber den Verbleib  des Mantels glaubhaft zu vermitteln, doch was bedeutet das alles? Dann taucht eines Tages eine Katze vor seiner Wohnung auf und besteht darauf, hineingelassen zu werden. Herr Harald bekommt eine neue Mitbewohnerin und sein Leben wird noch aufregender.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Verh\u00e4ltnis zu Herrn Harald wechselte bei der Lekt\u00fcre mehrmals. Gerne h\u00e4tte ich ihn \u00f6fter gesch\u00fcttelt, dass er doch mal von seinen Ordnungsprinzipien abweichen m\u00f6ge, dann wieder war er ein liebenswerter Mensch, der kleine Sch\u00f6nheiten im Alltag entdeckt und beobachtet. Die kreative Sprache der z.T. mit feiner Ironie geschriebenen Geschichte und Herr Haralds Gedanken zu einzelnen W\u00f6rtern sind aber die Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass ich den Roman gerne gelesen habe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Harald, ein Mann mittleren Alters, Junggeselle, arbeitet an der Garderobe in der Oper, vertretungsweise auch in der Philharmonie oder im Theater. Sein Leben verl\u00e4uft geordnet ohne \u00dcberraschungen, sein mitunter rasantes Gef\u00fchlsleben hat er im Griff. 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