{"id":16110,"date":"2021-02-23T01:04:00","date_gmt":"2021-02-23T00:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=16110"},"modified":"2021-02-22T23:39:09","modified_gmt":"2021-02-22T22:39:09","slug":"die-1-methode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2021\/02\/23\/die-1-methode\/","title":{"rendered":"Vier unm\u00f6gliche Buchbesprechungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Diese B\u00fccher habe ich u.a. in den letzten Monaten gelesen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/04B90776-C5C5-48EB-BD94-EE8D16B9285F-1024x461.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16199\" width=\"776\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/04B90776-C5C5-48EB-BD94-EE8D16B9285F-1024x461.jpeg 1024w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/04B90776-C5C5-48EB-BD94-EE8D16B9285F-300x135.jpeg 300w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/04B90776-C5C5-48EB-BD94-EE8D16B9285F-768x346.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/04B90776-C5C5-48EB-BD94-EE8D16B9285F-1200x540.jpeg 1200w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/04B90776-C5C5-48EB-BD94-EE8D16B9285F.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit allen vier Titeln habe ich eine grundlegende Schwierigkeit: Ich kann f\u00fcr sie keine Buchbesprechungen schreiben. F\u00fcr mich besteht eine gute Besprechung darin, dass sie den Inhalt m\u00f6glichst kurz zusammenfasst und eine kurze Wertung abgibt. Die Betonung liegt auf \u201ekurz\u201c, denn von Buchbesprechungen, die in die epische Breite gehen, halte ich nicht viel. Ich m\u00f6chte beim Lesen des Buches noch \u00fcberrascht werden.<br>Wenn ich plane, eine Buchbesprechung zu schreiben, lege ich Lesezeichen in einzelne Seiten, die mir wichtig erscheinen. Bei allen vier B\u00fcchern sahen die Buchschnitte so aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E40AED91-407A-47E7-B602-CEBE6E888E40-1024x935.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16200\" width=\"420\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E40AED91-407A-47E7-B602-CEBE6E888E40-1024x935.jpeg 1024w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E40AED91-407A-47E7-B602-CEBE6E888E40-300x274.jpeg 300w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E40AED91-407A-47E7-B602-CEBE6E888E40-768x701.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E40AED91-407A-47E7-B602-CEBE6E888E40-1200x1096.jpeg 1200w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E40AED91-407A-47E7-B602-CEBE6E888E40.jpeg 1121w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 85vw, 420px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Sehen Sie vorne die ersten Seiten des Buches, die keine Lesezeichen haben? Hier hatte ich begonnen, eine Inhaltsangabe zu schreiben. Sie fing so an:<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie schon einmal vergeblich versucht, sich eine gute Gewohnheit anzueignen oder eine schlechte abzugew\u00f6hnen? Falls Sie bejahend nicken, lesen Sie ruhig weiter.<br>Wir setzen uns meistens ein Ziel, um etwas zu erreichen, doch hier erkl\u00e4rt uns der Autor direkt am Anfang des Buches, dass dieses Vorgehen falsch ist. Ein erreichtes Ziel kann u.U. nur tempor\u00e4r etwas ver\u00e4ndern ( z.B. 20 Kilo abnehmen und dann wieder zunehmen) und das Ziel grenzt dar\u00fcber hinaus die M\u00f6glichkeit von noch gr\u00f6\u00dferem Erfolg ein. Der richtige Weg lautet: Man muss das System \u00e4ndern. Was bedeutet das? Fragen Sie sich in aller Ruhe , was Sie f\u00fcr ein Mensch sein m\u00f6chten. Die beste Motivation ist, wenn eine Gewohnheit ein Teil der Identit\u00e4t wird. Je stolzer Sie auf einen Teil Ihrer Identit\u00e4t sind, desto leichter ist es, die dazugeh\u00f6rende Gewohnheit sich anzueignen und dann auch beizubehalten.  Indem Sie bestimmte Gewohnheiten pflegen, gestalten Sie Ihr eigenes Ich.<br>Wie entstehen Gewohnheiten?  Unser Gehirn ist der Schauplatz und dies l\u00e4uft in ihm ab: 1. Ausl\u00f6sereiz-2. Verlangen-3. Reaktion-4. Belohnung<\/p>\n\n\n\n<p>Ich merkte beim Schreiben, dass die Besprechung ellenlang w\u00fcrde und das wollte ich nicht und h\u00f6rte auf. Lesen Sie \u201e Die 1% Methode\u201c lieber selbst und entdecken Sie, wie man den Alltag und letztendlich sein ganzes Leben mit guten Gewohnheiten erleichtert und auch bereichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den anderen drei B\u00fcchern ging es mir auch so. Sie sind toll und bieten viel Stoff zum Nachdenken.<br>Das Hormonbuch (2. Buch von links) habe ich zuerst geh\u00f6rt. Teilweise sehr kurzweilig, da sich die Hormone miteinander unterhalten, was der Mensch, in dem sie sich befinden, mal wieder alles falsch macht. Auch haben die Hormone menschliche Z\u00fcge, sind traurig, euphorisch, zickig. Den ernsten Inhalt konnte ich beim H\u00f6ren nicht so schnell behalten und so las ich danach das Buch in Ruhe. Die wichtigste Kernaussage f\u00fcr mich: Die Hormone meinen es gut mit mir, der kritische Satz: \u201e Ach das sind bestimmt mal wieder die Hormone!\u201c kommt mir nicht mehr \u00fcber die Lippen, denn das ist ungerecht gegen\u00fcber unseren Helfern, den K\u00f6rper am Laufen zu halten. Kein Eingreifen in den Hormonhaushalt, um bei Leistungen noch ein Sch\u00fcppchen drauflegen zu k\u00f6nnen= Kernaussage Nr. 2. Dar\u00fcber hinaus lernt man auch viel dar\u00fcber, wie Hormone unsere Gesellschaft pr\u00e4gen k\u00f6nnen und wei\u00df man das, wird man selbst ein ganzes St\u00fcck abgekl\u00e4rter.<br><br>Buch 3 und 4: Beide besch\u00e4ftigen sich mit Dingen, die unseren Alltag pr\u00e4gen. In \u201eDas verschachtelte Ich -Individualr\u00e4ume des Eigentums\u201c wird gezeigt, wie Dinge uns als Mensch bestimmen. Sie waren z.Zt. der R\u00f6mer und im Mittelalter oft die einzige M\u00f6glichkeit, seine Individualit\u00e4t und individuelle Freiheit auszudr\u00fccken. Oftmals waren es Fundst\u00fccke, heute w\u00fcrden wir Souvenirs sagen oder selbstgefertigte Dinge durch die ein Mensch sich von anderen absetzte.  Ab Beginn der Industrialisierung \u00e4nderte sich das zunehmend und heute kaufen wir bewusst Gegenst\u00e4nde und h\u00e4ufen sie an, um unsere Individualit\u00e4t zu demonstrieren. Aber in Zeiten der Massenproduktion ist das mit der Individualit\u00e4t nur noch Wunschdenken. Unser Konsumverhalten wird in dem Buch kritisch unter die Lupe genommen und man hinterfragt beim Lesen seine eigene Einstellung dazu. Das Buch hat nur 159 Seiten, ist leicht zu lesen und bringt es auf den Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Buch Nr. 4: F\u00fcr \u201eLebhafte Materie\u201c brauchte ich acht Monate. Immer wieder musste ich Pausen einlegen, um den Inhalt zu \u201everdauen\u201c und weiter zu recherchieren. Die Autorin bezieht sich bei ihren Ausf\u00fchrungen auf diverse Philosophen (u.a. Latour, Deleuze, Bergson und Driesch) und macht die Aussage, dass in jedem nichtmenschlichen Objekt eine Kraft steckt, etwas Neues zu erschaffen. Sie spricht von der \u201eHandlungsmacht der Gef\u00fcge\u201c, wenn mehrere Dinge miteinander agieren. Humbug? Mitnichten. Sie gibt viele Beispiele und Sommer 2020 erschien zu diesem Thema auch ein Artikel in der S\u00fcddeutschen Zeitung. (Das Buch erschien 2010).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"827\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E5508A58-815F-41F6-B109-981148DC848F-1024x827.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16222\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E5508A58-815F-41F6-B109-981148DC848F-1024x827.jpeg 1024w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E5508A58-815F-41F6-B109-981148DC848F-300x242.jpeg 300w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E5508A58-815F-41F6-B109-981148DC848F-768x620.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E5508A58-815F-41F6-B109-981148DC848F-1200x969.jpeg 1200w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/E5508A58-815F-41F6-B109-981148DC848F.jpeg 1268w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"620\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CA5121E4-8D44-4187-8B6B-B556C6E60471-1024x620.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16223\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CA5121E4-8D44-4187-8B6B-B556C6E60471-1024x620.jpeg 1024w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CA5121E4-8D44-4187-8B6B-B556C6E60471-300x182.jpeg 300w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CA5121E4-8D44-4187-8B6B-B556C6E60471-768x465.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CA5121E4-8D44-4187-8B6B-B556C6E60471-1200x727.jpeg 1200w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/CA5121E4-8D44-4187-8B6B-B556C6E60471.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8211;<br>Was bedeutet das f\u00fcr uns Menschen? Die Handlungsmacht liegt nicht bei uns allein und wir k\u00f6nnen absolut nicht absehen, wie und wann die Vitalit\u00e4t der Materie sicht-und f\u00fchlbar wird und welche Konsequenzen dies f\u00fcr Menschen hat. W\u00fcnschenswert w\u00e4re es, wenn sich unser zuk\u00fcnftiges Handeln an dieser Erkenntnis orientiert und wir etwas dem\u00fctiger w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde es sehr schade, dass die Autorin nicht f\u00fcr interessierte Laien geschrieben hat. Ihre Texte baden in Fremdw\u00f6rtern und dies grenzt den Lesekreis damit doch erheblich ein. Auch die Tatsache, dass sie einmal in der Ich-Form schreibt, dann wiederum von sich in der dritten Person, irritiert. Nichtsdestotrotz lege ich Ihnen das Buch ans Herz, denn es kann Ihr Weltbild ver\u00e4ndern. Eine Rezension im Deutschlandfunk (\u00fcbrigens die einzige nicht kommerzielle Besprechung, die ich gefunden habe), machte mich auf das Buch neugierig. Falls Sie gerne eine zweite Meinung lesen m\u00f6chten: <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/jane-bennett-lebhafte-materie-eine-politische-oekologie-der.1270.de.html?dram:article_id=479186\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/jane-bennett-lebhafte-materie-eine-politische-oekologie-der.1270.de.html?dram:article_id=479186<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese B\u00fccher habe ich u.a. in den letzten Monaten gelesen: Mit allen vier Titeln habe ich eine grundlegende Schwierigkeit: Ich kann f\u00fcr sie keine Buchbesprechungen schreiben. F\u00fcr mich besteht eine gute Besprechung darin, dass sie den Inhalt m\u00f6glichst kurz zusammenfasst und eine kurze Wertung abgibt. 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