{"id":10610,"date":"2019-02-07T01:43:49","date_gmt":"2019-02-07T00:43:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/?p=10610"},"modified":"2024-08-29T18:50:05","modified_gmt":"2024-08-29T16:50:05","slug":"der-stellvertreter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/2019\/02\/07\/der-stellvertreter\/","title":{"rendered":"Der Stellvertreter"},"content":{"rendered":"\n<p>Unter diesem Titel wurde  1963 erstmals ein Theaterst\u00fcck von Rolf Hochhuth aufgef\u00fchrt. Von Anfang an gab es gro\u00dfe Diskussionen um dieses Werk, denn es thematisiert u.a. die Schuldfrage des Vatikans w\u00e4hrend des 2.Weltkriegs. Noch Ende der 70er Jahre war dieses St\u00fcck f\u00fcr manche Menschen ein rotes Tuch. Ich erinnere mich deshalb so genau daran, da es damals als Schullekt\u00fcre von einigen Lehrern ausgew\u00e4hlt wurde und Eltern dagegen protestierten.<\/p>\n\n\n\n<p>2002 wurde das Theaterst\u00fcck verfilmt und diesen Film sah ich mir an. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"232\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2DD2F85E-DCEB-4AF2-99BE-CA2B00F0EECD-232x300.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10632\" srcset=\"https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2DD2F85E-DCEB-4AF2-99BE-CA2B00F0EECD-232x300.jpeg 232w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2DD2F85E-DCEB-4AF2-99BE-CA2B00F0EECD-768x991.jpeg 768w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2DD2F85E-DCEB-4AF2-99BE-CA2B00F0EECD-793x1024.jpeg 793w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2DD2F85E-DCEB-4AF2-99BE-CA2B00F0EECD-1200x1549.jpeg 1200w, https:\/\/www.libroart.de\/lindabroszeit\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2DD2F85E-DCEB-4AF2-99BE-CA2B00F0EECD.jpeg 1846w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 85vw, 232px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ulrich Tukur spielt den hochrangigen SS-Mann Kurt Gerstein, dessen Treue zu Hitler ins Wanken ger\u00e4t, als er in einem Konzentrationslager mit ansehen muss, zu welchem Zweck tats\u00e4chlich das Gift, das er immer besorgen muss, verwendet wird. Er versucht unter gro\u00dfer Gefahr, schwedische und amerikanische Gesandte zum Eingreifen zu bewegen, doch vergeblich. Mengele, gespielt von Ulrich M\u00fche, ist dabei sein Gegenspieler .<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Papst Hitler wegen dieser Greueltaten verurteilt, dann werden der Welt die Augen ge\u00f6ffnet, so der n\u00e4chster Gedanke Gersteins und er findet mit Pater Fontana, der im Vatikan lebt, einen gro\u00dfen Unterst\u00fctzer. Doch der Papst schweigt, selbst dann noch, als in Rom Juden abtransportiert werden und viele versuchen, im Vatikan Schutz zu finden. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerstein, dessen Aufzeichnungen den Autor dazu brachten, das Theaterst\u00fcck zu schreiben, nimmt sich nach dem Krieg in der Gef\u00e4ngniszelle das Leben. Er ist als Kriegsverbrecher verurteilt worden und niemand mehr konnte oder wollte seine Aussagen bezeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Wunsch: Buch und\/oder Film sofort wieder mehr  in Theatern spielen, in Schulen oder auch bei der VHS als Kursthema beachten. Dabei nicht  beschr\u00e4nken auf die Frage nach der Schuld der Kirche, sondern auch die Aktualit\u00e4t der andere Themen dieses St\u00fcckes  aufzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter diesem Titel wurde 1963 erstmals ein Theaterst\u00fcck von Rolf Hochhuth aufgef\u00fchrt. Von Anfang an gab es gro\u00dfe Diskussionen um dieses Werk, denn es thematisiert u.a. die Schuldfrage des Vatikans w\u00e4hrend des 2.Weltkriegs. Noch Ende der 70er Jahre war dieses St\u00fcck f\u00fcr manche Menschen ein rotes Tuch. 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